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Wöchentliche Marktberichte

Jan 12, 2021 | Devisenmarktanalyse

Globale Themen

Leicht gedrückte Stimmung

DAILY

Globale Marktzusammenfassung

Das Verhalten der Inverstoren an den globalen Börsen konnte am gestrigen Handelstag als relativ vorsichtig beschrieben werden. In der Warteperiode zwischen dem Regierungswechsel von Donald Trump zu Joe Biden scheinen Marktteilnehmer diverse unterschiedliche Faktoren gegeneinander abzuwägen. Am Donnerstag soll der neue Präsident der Vereinigten Staaten planmäßig neue Informationen über die angekündigte Ausweitung der fiskalischen Hilfspakete liefern. Die Vorfreude auf den als positiv wahrgenommenen Stimulus wird teilweise durch die Sorge einer möglichen Steuererhöhung und neuer Regulierungen der Technologiebranche in diesem Jahr kompensiert und führte gestern sogar zu leichten Abverkäufen an den Börsen.

Der neuartige Strang des Coronavirus, welcher erstmals in Großbritannien und Südafrika gefunden wurde, scheint den Märkten ebenfalls ein Dorn im Auge zu sein. Die Märkte bleiben somit auch weiterhin von breiten Themenfeldern und Tendenzen geprägt und beeinflusst. Einzelereignisse und Veröffentlichungen scheinen deutlich weniger von den Börsen und Währungsmärkten wahrgenommen zu werden und auch den jüngsten politischen Unruhen in den Vereinigten Staaten zeigten Marktteilnehmer die kalte Schulter. Das größte kurzfristige Risiko scheint bereits identifiziert zu sein. Ein stärker als erwarteter Anstieg der langfristigen US-amerikanischen Anleihenrenditen, welcher die Kapitalrotation in risikoreiche Anlagenwerte und hoch verzinste Währungen limitieren würde.

Spekulanten an den US-Geldmärkten scheinen ihre Wetten auf früher als erwartete Zinsstraffungen der Federal Reserve nach oben geschraubt zu haben. Termingeschäfte auf den US-Leitzins, welche im September 2023 auslaufen, deuten auf Zinserhöhungen im Wert von 40 Basispunkten. Laut dem derzeit bestehenden Marktkonsens sollten die Leitzinsen somit trotz der angestiegenen spekulativen Positionierungen für die nächsten Jahre am Nullzinsniveau bleiben. Der US-Dollar-Index konnte sich gestern jedoch den vierten Tag infolge festigen.

Währungsüberblick

EUR Auf dem dieswöchigen Parteitag der CDU wird wohl die Frage geklärt werden, wer der neue Vorsitzende der Christlich Demokratischen Union wird. Vor dem Hintergrund der im September in Deutschland stattfindenden Wahlen wird diese Thematik somit auch für den Euro von Interesse sein. Fürs erste hat sich EUR/USD nach Erreichen des mehr als zweijährigen Hochs im Bereich zwischen 1,20 und 1,22 eingependelt. Ein Unterlaufen der seit Mai 2020 anhaltenden Aufwärtstrendlinie bei 1,20 könnte weitere Rücksetzer provozieren.

GBP – Das britische Pfund scheint sich kaum um die Aushandlung des Austrittsabkommens zwischen Großbritannien und der Europäischen Union geschert zu haben und handelt weiterhin mit einer deutlichen Risikoprämie im Vor-Brexit-Vergleich. Solange das Thema der potenziellen Einführung negativer Zinsniveaus in der Debatte der Währungshüter Platz findet, könnte das Pfund angeschlagen bleiben.

CHF – Das Währungspaar EUR/CHF befindet sich derzeit in einer Konsolidierungsphase mit dem Widerstand bei 1,09 auf der Oberseite und einer Aufwärtstrendlinie auf der unteren Seite. Der derzeitige Bewegungsbereich ist somit zwischen 1,0750 und 1,0900 definiert. Aufseiten ökonomischer und politischer Entwicklungen könnten sich der CDU-Parteitag und die derzeitigen Meinungsdifferenzen innerhalb der italienischen Regierungskoalition als mögliche Katalysatoren für das Währungspaar herausstellen.

RUB – Der russische Rubel kann sich trotz der Bemühungen im Dezember nicht unter die wichtige EUR/RUB 90,00-Marke kämpfen. Die Möglichkeit weiterer Sanktionen gegen Moskau und der nur schleppend steigende Ölpreis lasten auf dem Rubel. In der Zwischenzeit profitieren russische Aktienwerte von der globalen Risikobereitschaft und der Liquidität an den Märkten. Der Aktienleitindex konnte sich in dieser Woche bereits ein neues Allzeithoch erkämpfen.

Globale Risikoereignisse des Tages

  • Keine wichtigen Konjunkturdaten an der Tagesordnung


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