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Wöchentliche Marktberichte

Dez 15, 2020 | Devisenmarktanalyse

Globale Themen

Impfstoff-Lieferungen beginnen

DAILY

Globale Marktzusammenfassung

Die ersten Zustellung der bestätigten Impfstoffe scheinen an den globalen Börsen einen positiven Wochenauftakt sichergestellt zu haben. Großbritannien hat als erster Industriestaat mit der Verteilung des Corona-Impfstoffs begonnen. In den Vereinigten Staaten wurde per FedEx und UPS bereits mit der Distribution (Pfizer) von 2,9 Millionen Impfstoffdosen begonnen. Schätzungen zufolge wurden genügend Impfdosen vorreserviert und zugeteilt, um die Hälfe der Weltbevölkerung zu impfen. Von den drei westlichen Impfstoffkandidaten, welche die dritte Studienphase abgeschlossen haben, befinden sich zwei bereits im Zulassungsverfahren der Europäischen Union. Die Industrieländer haben ihre Versorgung zwar mit umfangreichen Lieferabkommen abgesichert, doch die hohen Anforderungen bei der Lagerung und Lieferung der Impfstoffe könnten sich als große Herausforderung etablieren. Somit gilt die logistische Ausführung als einer der größten Risikofaktoren bei der Verbreitung des Impfstoffs.

An der Datenfront machte die europäischen Industrieproduktion den Anfang. Die saisonbereinigte Produktion konnte sich im Oktober laut Eurostat um 1,9 festigen. Der Datenpunkt bestätigt, in Verbindung mit den Konjunkturveröffentlichungen der letzten Woche, die generelle Tendenz der fortgesetzten Wirtschaftserholung. Wie die deutsche Bundesbank in dem gestern veröffentlichten Monatsbericht betonte wird die Wirtschaft auch weiterhin von dem Infektionsgeschehen geprägt. Die Rückschläge im vierten Quartal sollten trotzdem einen begrenzen Effekt auf die prinzipielle Erholung haben. Die Industrieproduktion ist mit Schwung in den Herbst gestartet und auch die Auftragseingänge befinden sich größtenteils über den Vorkrisenniveaus.

Währungsüberblick

EUR – Mit dem Aufstieg über die $1,20-Marke haben die Euro-Bullen nun die Barriere bei EUR/USD 1,22 ins Visier genommen. Die Unsicherheiten rund um die Austrittsgespräche zwischen der EU und Großbritannien und das bevorstehende Treffen der Federal Reserve könnten das kurzfristige Potenzial eines weiteren Ausbruchs limitieren.

USD – Die globale Leitwährung geht geschwächt in die Handelswoche, auch wenn sich die gestrigen Verluste in Grenzen hielten. Der handelsgewichtete Dollar-Index wurde größtenteils durch die Gewinne des britischen Pfunds nach unten gezogen, nachdem Brüssel und London eine Verlängerung der Verhandlungsfrist, welche am Sonntag abgelaufen war, verkündet hatten. Der US-Dollar folgt somit weiterhin seiner negativen Beziehung mit den Inflationserwartungen und prozyklischen Anlagen (Rohstoffen, Aktien).

CNH – Aus ökonomischer Perspektive zeichnete sich der November in China durch zwei Merkmale aus: Zum einen scheint die anfänglich auf den Industriesektor limitierte Wirtschaftserholung nun auch im Dienstleistungssektor Fuß gefasst zu haben. Zum anderen hat sich die chinesische Notenbank trotz der Aufwertung der eigenen Währung gegen eine Intervention entschieden. Der letzte Monat des Jahres fängt jedoch mit einem ersten, wenn auch leichten Versuch der Währungsschwächung an. Berichten zufolge soll die Peoples Bank of China die „Cross-Border financing“-Rate von 1,25 auf 1,00 gesenkt haben. Damit sollen Anreize für chinesische Unternehmen erhöht werden, heimische Kredite aufzunehmen.

CEE – Angetrieben durch die gestrige Schwäche des US-Dollars und den positiven Brexit-Entwicklungen konnten sich die drei zentraleuropäischen Währungen festigen. Der heutige Fokus wird auf der ungarischen Zinsentscheidung liegen, auch wenn der Großteil der von Reuters befragten Ökonomen von keiner Veränderung der Geldpolitik ausgeht. In der Zwischenzeit sollen in Tschechien laut dem Premierminister ab Mittwoch bereits CoV-Massentests stattfinden.

Globale Risikoereignisse des Tages

  • PL: Inflation (10:00)
  • HU: Zinsentscheidung (14:00)
  • US: Industrieproduktion (15:15)


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