Jetzt starten!

Wöchentliche Marktberichte

Dez 04, 2020 | Devisenmarktanalyse

Globale Themen

Der Dezember hat gut angefangen

DAILY

Globale Marktzusammenfassung

Einen Tag vor dem datenseitigen Höhepunkt der Wirtschaftswoche, der Veröffentlichung des US-Arbeitsmarktberichts, blickten die Märkte auf die gestern publizierten Arbeitslosenunterstützungen der größten Volkswirtschaft der Welt. In der Woche bis zum 28. November wurden „nur“ 712.000 Erstanträge für Hilfen gestellt. Marginal weniger als die im Vorhinein von Ökonomen erwarteten 775.000 und die 787.000 in der Woche zuvor. Trotz der jüngsten Verbesserungen bleibt der US-amerikanische Arbeitsmarkt das Sorgenkind der Märkte.

Die Abkühlung einiger Leitindikatoren verschieben nun die Aufmerksamkeit auf den erneuten Versuch sich auf ein viertes Fiskalpaket zu einigen. Diverse Meinungsdifferenzen zwischen den beiden Parteien wurden bereits aus der Welt geschafft. Laut einigen Führungspositionen scheinen die Demokraten nun Kompromisse einzugehen. Die Basis für die Stimulus-Verhandlungen soll bei knapp unter einer Billion US-Dollar angesetzt werden. Ob der Gesetzesbeschluss tatsächlich das Licht der Welt sehen wird, könnte die kurzfristige Gemütslage an den Märkten entscheiden. Die Tatsache, dass sich Investoren ein geldpolitisches Aktivwerden der US-Notenbank in zwei Wochen erwarten, könnte größtenteils eingepreist sein.

Die meisten großen Börsenindizes gehen gestärkt aus dem Handel, wobei der deutsche DAX und schweizerische SMI nicht an die Gewinne des Vortages anknüpfen können. An den Rohstoffmärkten werden Öl und Kupfer wohl die fünfte Woche infolge stärker handeln, während an den Währungsmärkten das Thema der Dollar-Schwäche weiterhin das Geschehen dominiert. Der Kupferpreis hat im Rahmen der Kapitalrotation in „prozyklische“ Anlagen vermehrt an Aufmerksamkeit gewonnen, insbesondere da der Rohstoff in US-Dollar gehandelt wird. Somit hat die Anlageklasse von der hohen spekulativen Positionierung auf einen Anstieg der Kupferpreise und einer hohen spekulativen Positionierung auf einen Fall des US-Dollar profitiert.

Währungsüberblick

EUR – Die an den Optionsmärkten hart verteidigte 1,21er Marke konnte die Gemeinschaftswährung ohne größere Mühe aus dem Weg räumen. Sollte die historische Korrelation zwischen EUR/USD und den prozyklischen Anlagen halten, könnte sich Potenzial für weitere Aufwärtsbewegungen ergeben. Ein Vergleich mit dem Jahr 2017, in dem das Währungspaar nach dem Sieg von Emmanuel Macron auf die 1,25 marschierte, gibt uns einen möglichen Referenzpunkt. Die zwei größten technischen Blockaden wären 1. ein zu schneller Anstieg der US-Staatsanleihenrenditen und 2. ein Abbau der spekulativen Positionierung gegen den US-Dollar.

CHF – Obwohl die Euphorie beim Währungspaar EUR/USD weiterhin anhält, scheint die Rally des Euro gegenüber dem Franken fürs Erste eine Verschnaufpause einzulegen. EUR/CHF wertet erneut ab und könnte auf Wochenbasis sogar negativ aus dem Handel gehen. Rücksetzer bis 1,07 sind im weiteren Verlauf des Aufwärtstrend erlaubt.

CAD – Der außeramerikanische Dollar-Block hat in den vergangenen Monaten erheblich von den Impfstoffnachrichten und der Kapitalrotation in risikoreiche Währungen profitiert. Der kanadische, australische und neuseeländische Dollar konnten in dieser Woche alle ein neues zweieinhalbjähriges Hoch gegenüber dem US-Dollar finden. Die kanadische Währung wird insbesondere von dem Ergebnis der US-Stimulusgespräche beeinflusst werden, zumal mehr als 75 Prozent der Exporte des Landes ihren Abnehmer in den Vereinigten Staaten finden. Das Währungspaar USD/CAD nähert sich einem wichtigen Niveau bei 1,28.

CZK – Die tschechische Krone weist weiterhin eine zum regionalen Durchschnitt (PLN, HUF) uneinheitliche Bewegung auf und wertet trotz der Festigung der beiden genannten Währungen den sechsten Tag infolge ab. Allzu große Neupositionierungen wurden dadurch nicht ausgelöst. Zum einen bleiben die Abwertungen meistens unter einem halben Prozent. Zum anderen hat der Widerstand bei EUR/CZK 26,42 noch gehalten.

Globale Risikoereignisse des Tages

  • US: Arbeitsmarktbericht (14:30) !


Erhalten Sie wöchentliche Devisenmarktberichte

Jeden Montag bietet unser Newsletter Trends und Marktinformationen sowie welche wichtigen Ereignisse die Märkte beeinflussen könnten.