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Wöchentliche Marktberichte

Dez 03, 2020 | Devisenmarktanalyse

Globale Themen

Euro-Dollar steigt auf über $1,21

DAILY

Globale Marktzusammenfassung

Die positiven Entwicklungen in der Impfstoffforschung scheinen ihren Weg langsam aber sicher vom Labor in die Welt zu finden. Großbritannien kommt der Europäischen Union und den Vereinigten Staaten zuvor und bestätigt den Impfstoffkandidaten vom Biotechunternehmen Pfizer. Gesundheitsbehörden in den USA gehen davon aus, bereits in zwei bis drei Wochen mit der ersten Impfung von Patienten anzufangen. Dies könnte den reflationären Gedanken und die Rückkehr zur Normalität am Leben halten und die Märkte fürs Erste glücklich stimmen. Das globale Risikosentiment bleibt vor diesem Hintergrund weiterhin eine Stütze für risikoreiche Anlagen und Währungen, auch wenn der gestrige Tag eher durch Schwächen geprägt war. Die größten Risikoereignisse der nächsten Wochen werden sicherlich die Zinsentscheidungen der europäischen Notenbank und der Federal Reserve und die Gespräche bezüglich des nächsten US-Stimuluspakets sein. Auf beiden Seiten gehen die Märkte von neuen Hilfspaketen aus. Jegliche Abweichung von dieser Annahme könnte negativ gewertet werden.

Währungsüberblick

EUR – Die Gemeinschaftswährung baut auf den Gewinnen der letzten Woche auf und steigt auf ein 31-Monats-Hoch gegenüber dem US-Dollar. Eine signifikante Barriere bei 1,21 (76,4 Fibonacci retracement) scheint fürs Erste durchbrochen. Sollte sich das Währungspaar für längere Zeit über dem Niveau 1,20 halten können, bleibt Potenzial für einen weiteren Ausbruchversuch.

GBP – Der Proxy-Indikator für die Entwicklung der EU-UK Austrittsgespräche, das britische Pfund, ist erneut unter Druck. EUR/GBP wertet den zweiten Tag infolge auf und durchbricht die seit Mitte September bestehende Abwärtstrendlinie bei 0,90. Zuvor hatte der europäische Unterhändler gewarnt, dass es trotz der jüngsten positiven Entwicklungen keine Garantie für eine Bestätigung des Handelsabkommens geben würde. Meinungsverschiedenheiten bleiben somit bestehen und mit ihnen die Abwärtstendenz des Pfund Sterling.

CHF – Negative Teuerungsraten sind in der Schweiz keine Seltenheit. Vor diesem Hintergrund wurde der Fall der Inflation im November auf minus 0,7 Prozent mit wenig Erstaunen hingenommen. Vielmehr treibt die deflationäre Tendenz die realen Staatsanleihenrenditen nach oben. Obwohl die Notenbanken der Schweiz und Japan mitunter die niedrigsten Leitzinsen der Welt besitzen, ist die Renditeausschüttung des Franken und des Yen aufgrund der negativen Inflation positiv.

CEE – Polen und Ungarn riskieren mit dem Veto gegen das europäische Budget die Auszahlung von knapp 220 Milliarden Euro. Der polnische Zloty verzeichnet die größte tägliche Abwertung seit Ende Oktober und die tschechische Krone geht den fünften Tag infolge geschwächt aus dem Handel. Der Großteil der regionalen Schwäche kann, wie ein Blick auf den Schwellenländerwährungsindex verrät, durch die Stärke des Euro erklärt werden. Sollten die politischen Probleme jedoch nicht zügig behoben werden, droht ein Anstieg der regionalen Risikoprämie.

Globale Risikoereignisse des Tages

  • DE: Einkaufsmanagerindex (09:55)
  • EZ: Einkaufsmanagerindex (10:00)
  • EZ: Einzelhandelsumsätze (11:00)
  • US: Einkaufsmanagerindex (16:00)


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