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Wöchentliche Marktberichte

Dez 01, 2020 | Devisenmarktanalyse

Globale Themen

Schwaches Ende eines rekordbrechenden Monats

DAILY

Globale Marktzusammenfassung

Der rekordbrechende November hat nun ein Ende genommen und macht Platz für den letzten Monat eines der volatilsten Jahre seit der globalen Finanzkrise. Für viele prozyklische Anlageklassen war der November der beste Monat des gesamten Jahres. An dieser Statistik wird der gestrige Wochenauftakt, welcher relativ schwach ausfiel, kaum was ändern. In den vergangenen 30 Tagen hat sich somit die von vielen Investoren und Analysten gehegte Meinung, dass Impfstoffschlagzeilen die dominanten Treiber der Märkte sein werden, bestätigt. Den die jüngsten Fortschritte bei der Entwicklung der Impfstoffkandidaten haben es Investoren ermöglicht, über die kurzfristigen Sorgen und Unruhen hinwegzusehen, um sich den längerfristigen Zeithorizont als Investitionsbasis herzunehmen.  Vor diesem Hintergrund war es ebenso wenig erstaunlich, dass sich der November durch rekordbrechende Statistiken auszeichnen konnte. Der deutsche Dax geht gestern knapp unter 13.300 Punkten aus dem Handel und beendet somit den besten November seiner Geschichte. Der US-amerikanische Dow Jones Index fand diesen Monat ein Allzeithoch bei knapp über 30.000 Punkten und verzeichnete somit den besten Monat seit Januar 1987. Der 13-prozentige Anstieg der globalen Börsen hat in der Zwischenzeit ganze 6,7 Billionen US-Dollar an Wert geschaffen. Sichere Anlagen wie Gold und der US-Dollar mussten unter der positiven Gemütslage Rücksetzer in Kauf nehmen.

Währungsüberblick

EUR – Mit einem Verbraucherpreisindex von minus 0,7 Prozent befindet sich die Inflation in Deutschland auf einem mehr als zehnjährigen Tief. Auch die europäische Teuerungsrate, welche heute veröffentlicht wird, könnte das tendenziell deflationäre Bild am Kontinent bestätigen. Dies festigt die Annahme, dass sich die europäische Notenbank zu weiteren Maßnahmen gezwungen sehen wird. EUR/USD wagte sich am gestrigen Tag kurz an die 1,20-Marke, bevor das Wechselpaar im späten Handel wieder nach unten drehte.

USD – Die bullische Marktdynamik und der verkündete Sieg von Joe Biden haben die globale Leitwährung unter Druck gesetzt. Der US-Dollar hat im November gegenüber den meisten Währungen an Wert verloren und auch wenn die mittelfristige Annahme der Wirtschaftserholung weiterhin gegen den Dollar arbeiten könnte, scheinen die kurzfristigen Positionierungen stark überzogen zu sein. Dies eröffnet das Potenzial für mögliche Rücksetzer.

GBP – Das britische Pfund geht geschwächt in die neue Woche und festigt somit den seit September anhaltenden Abwärtstrend. Die derzeitige Bewegungspanne befindet sich somit weiterhin zwischen 0,8860 und 0,9000.

CNH – Auch an den Währungsmärkten hat der November deutliche Spuren hinterlassen. Der chinesische Yuan ging gestern den sechsten Monat infolge höher gegenüber dem Dollar aus dem Handel und testet nun die seit 2014 anhaltende Aufwärtstrendlinie bei USD/CNH 5,54.

CZK – Auch die zentraleuropäischen Währungen konnten von dem positiven Risikosentiment im November profitieren. Die tschechische Krone geht gestern geschwächt aus dem Handel. Dies änderte jedoch nichts an der Tatsache, dass sich der vergangenen Monat als der beste seit Juni 2008 auszeichnen konnte.

Globale Risikoereignisse des Tages

  • CH: Bruttoinlandsprodukt (07:45)
  • DE: Arbeitslosenquote (09:55)
  • EZ: Inflation (11:00)
  • US: Einkaufsmanagerindex (16:00)
  • EZ: Christine Lagarde spricht (18:00)


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