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Wöchentliche Marktberichte

Nov 27, 2020 | Devisenmarktanalyse

Globale Themen

US-Feiertag entzieht den Märkten die Laune

DAILY

Globale Marktzusammenfassung

Die US-amerikanischen Börsen blieben gestern aufgrund des Erntedankfests geschlossen. Die Aufmerksamkeit fiel somit auf Geschehnisse an den europäischen Märkten, welche bis auf das deutsche Verbrauchervertrauens und die Protokolle der letzten Zinsentscheidung der EZB ebenfalls nicht viel zu bieten hatte. Insbesondere da beide Datenpunkte nur geringe Abweichungen von den bereits im Vorhinein gehegten Erwartungen aufwiesen. Das vom GfK Marktforschungsinstitut veröffentlichte Stimmungsbarometer, welches die Lage des deutschen Konsumenten abbildet, ist im Dezember auf ein 5-Monats-Tief gefallen und weist den achten Monat infolge ein negatives Vorzeichen auf. Die Wirtschaftsveröffentlichung reiht sich nahtlos in die länger werdende Liste der abflachenden Leitindikatoren. Auch die europäische Notenbank scheint diese Tatsache bereits zur Kenntnis genommen zu haben. Laut den gestern veröffentlichten Protokollen der letzten Zinsentscheidung scheinen die Währungshüter, uneinheitlich, eine Ausweitung des Anleihenprogramms zu planen. Die Risiken seinen immer noch nach unten geneigt und fordern somit ein weiteres Aktivwerden der Notenbank.

Währungsüberblick

EUR – Die Gemeinschaftswährung geht zum Vortag fast unverändert aus dem Handel und hält sich somit über dem wichtigen Niveau von 1,19. Sinkende Volatilitäten und das Spannungsfeld zwischen kurzfristig negativen und mittelfristigen positiven Faktoren könnten dazu führen, dass das Währungspaar das Jahr in der derzeitigen Bewegungsspanne zwischen 1,16 und 1,20 beendet. Ein Blick auf die Nachfrage nach Optionen auf unterschiedlichen Niveaus deutet darauf hin, dass der Bereich um die 1,20 eine psychologische Relevanz aufweist und somit genau im Auge behalten werden muss.

GBP – Marktteilnehmer warten gespannt auf neue Entwicklungen an der Brexit-Front und halten sich von größeren Positionen an den Währungsmärkten fern. Das Pfunds befindet sich seit Anfang September in einem leichten Aufwärtstrend gegenüber dem Euro. Fundamentale Neupositionierungen werden vor dem Ende der Handelsgespräche jedoch aus bleiben.

SEK – Die schwedische Notenbank beendet die letzte Zinsentscheidung des Jahres mit einem Knall und erhöht im Rahmen der Krisenbekämpfung ihr Anleihenkaufprogramm um weitere 700 Milliarden Kronen (68 Milliarden Euro). Die Maßnahme kam vollkommen unerwartet, zumal nur eine der von Bloomberg im Vorhinein befragten Banken eine Erhöhung prognostiziert hatte. Der Leitzins wurde unverändert bei null Prozent belassen und könnte laut den Worten des Notenbankpräsidenten in den nächsten Jahren an dem Niveau verharren.

CNH – Eine neue von Reuters veröffentlichte Umfrage scheint erneut deutlich zu machen, wie bullisch die derzeitige Haltung internationaler Investoren bezüglich der erwarteten Bewegung des chinesischen Renminbi ist. Alle neun bekannten und frei gehandelten Währungen Asiens deuten auf eine positive spekulative Positionierung der Marktteilnehmer an den Termingeschäftemärkten und somit auf Spielraum für weitere Aufwertungen. Neben dem chinesischen Renminbi genießen der koreanische Won und der Singapur-Dollar die größte Aufmerksamkeit.

Globale Risikoereignisse des Tages

  • EZ: Verbrauchervertrauen (11:00)


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