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Wöchentliche Marktberichte

Nov 25, 2020 | Devisenmarktanalyse

Globale Themen

Machtübergabe in den Staaten beginnt I Börsen profitieren

DAILY

Globale Marktzusammenfassung

Der US-amerikanische Dow Jones hat zum ersten Mal in seiner Geschichte die 30.000-Punkte-Marke geknackt. Obwohl die vom amtierenden Präsidenten eingeleitete Anklagewelle bestehen bleibt und sich ihren Weg zum Obersten Gerichtshof bahnt, scheint sich Donald Trump gestern erstmals zum Übergang zwischen seiner und der neuen Regierung ausgesprochen zu haben. Per Twitter verkündete der Amtsinhaber die geplante Kooperation seiner Mitarbeiter mit der Biden-Administration. In Verbindung mit den jüngsten Erfolgen bei der Impfstoffforschung preisen die Märkte somit, trotz unmittelbar steigender Infektionsraten in diversen Teilen der Welt, die langsame aber sichere Rückkehr zur Normalität ein. Kurzfristige Störfaktoren werden ausgeblendet und von erwarteten langfristigen Renditen überschattetet. Am stärksten profitieren prozyklische Anlagenwerte von diesem optimistischen Denken internationaler Investoren. Vor dem Hintergrund der derzeitigen lockeren Geldpolitik könnte sich daran kurz- bis mittelfristig wenig ändern, eine Tatsache, welche sich in starken Wirtschaftsprognosen für das nächste Jahr Ausdruck verschafft.

Die gewichtete globale Staatsanleihenrendite ist in diesem Jahr auf unter einen Prozent gefallen und mehr als 60 Prozent der weltweiten Notenbanken haben einen Leitzins von unter eins. Im Rahmen der geldpolitischen Krisenbekämpfung ist die Bilanz der G3-Zentralbanken (Eurozone, USA, Japan) auf über 14 Billionen US-Dollar angeschwollen. Neben der positiven Volatilitätsreduktion sind mittel- bis langfristige gewisse Probleme mit den Maßnahmen verbunden, welchen an den Märkten derzeit noch keine Aufmerksamkeit geschenkt wird. Insbesondere die Thematik der privaten Verschuldung ist in den vergangenen Monaten zunehmend in das Zentrum der Gespräche gewandert. Die Tatsache, dass die Unternehmensverschuldung in Industriestaaten in diesem Jahr laut Schätzungen von Oxford Economics zum ersten Mal über 100 Prozent ansteigen könnte, gibt dem Thema eine völlig neue Dimension.

Währungsüberblick

EUR – Die deutsche Wirtschaft ist im dritten Quartal schneller als gedacht um 8,5 Prozent gewachsen. In Verbindung mit der allgemein positiven Lage an den Märkten sahen Investoren über den Fall des deutschen (Ifo) Geschäftsklimas hinweg und trieben die Gemeinschaftswährung nach zwei täglichen Abwertungen erneut nach oben.

USD – Joe Bidens Nominierung der ehemaligen Fed-Präsidentin Janet Yellen für die Stelle der Finanzministerin der Vereinigten Staaten scheint den Märkten, wie ein Blick auf die unmittelbaren Bewegungen nach der Ankündigung verrät, gefallen zu haben. Die damalige Chefin der mächtigsten Notenbank der Welt in der Obama-Regierung, welche eine große Zustimmung unter den Republikanern genießt, könnte eine Bestätigung der Position vereinfachen. Der handelsgewichtete Dollar-Index verweilt am 2-Jahres-Tief.

GBP – Die jüngsten Erfolge bei den Austrittsgesprächen zwischen Großbritannien und der Europäischen Union haben einen vorsichtigen Optimismus an die Oberfläche gebracht. Die Investment-Bank JPMorgan äußerte sich in dieser Woche über die 80-prozentige Wahrscheinlichkeit der Bestätigung eines Handelsabkommens zwischen den beiden Parteien. EUR/GBP hält sich knapp über dem sechsmonatigen Unterstützungsniveau bei 0,8860.

CZK – Die tschechische Regierung scheint den zweiten Infektionsanstieg wieder unter Kontrolle zu bringen. Bereits in der nächsten Woche könnte die Öffnung einiger nicht-essenzieller Geschäfte bevorstehen. Fürs Erste setzt sich die Abkühlung der wirtschaftlichen Leitindikatoren jedoch weiter fort. Im November sind sowohl das Verbraucher-, als auch das Geschäftsklima gefallen. Die Krone, welche sich derzeit auf dem Weg befinden, den besten Monat seit Jahren abzuschließen, scheint dies wenig zu stören. Vor dem Hintergrund der jüngsten Risikofreude internationaler Investoren durchbricht EUR/CZK die Unterstützung bei 26,17 und findet das tiefste Niveau seit Ende August.

Globale Risikoereignisse des Tages

  • US: Bruttoinlandsprodukt (14:30)
  • US: Inflation (16:00)
  • US: Protokolle der letzten Zinsentscheidung


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