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Nov 18, 2020 | Devisenmarktanalyse

Globale Themen

Verschnaufpause an den Börsen

DAILY

Globale Marktzusammenfassung

Vor dem Hintergrund der 160 Tausend am Montag verzeichneten Neuinfektionen scheinen sich immer mehr Bürgermeister und Landeshauptmänner in den Vereinigten Staaten für eine Verschärfung der Sperrmaßnahmen auszusprechen. Kalifornien warnte zuletzt vor einer erneuten Ausgangssperre. In der Zwischenzeit ging der Bundesstaat Michigan einen Schritt weiter und sah sich gezwungen, einen dreiwöchigen Teil-Lockdown zu verhängen.

Eine Erneuerung der Unterstützung für die angeschlagenen Staaten und für die Finanzmärkte, in Form des seit Monaten diskutierten Stimuluspakets, wird es in der nächsten Zeit voraussichtlich jedoch nicht geben. Erst am Montag hatte sich der Fraktionsführer der Demokraten im Senat negativ über die Entwicklung der Gespräche  mit den Republikanern bezüglich eines vierten Fiskalpakets geäußert. Noch scheinen die optimistischen Nachrichten rund um den Durchbruch in der Impfstoff-Forschung und die positiven Wirtschaftsdaten aus China und teilweise den Vereinigten Staaten den Börsen genug Antrieb zu geben, um sich täglich auf neue Allzeithöhen zu kämpfen. Insbesondere der Sieg des Demokraten Joe Biden bei der Präsidentschaftswahl und die induzierte Kapitalrotation in risikoreichere Anlagen spielte den Börsen und einzelnen Schwellenländerwährungen in die Karten. Die langsame Abkühlung der Wirtschaftserholung wird jedoch mit jeder Datenveröffentlichung offensichtlicher. Erst gestern wurden die Einzelhandelsumsätze für den Monat Oktober in den USA veröffentlicht. Mit einem monatlichen Anstieg von 0,3 Prozent ist es das schwächste Wachstum der letzten sechs Monate.

Am gestrigen Handelstag scheint das Momentum jedoch eine kurze Verschnaufpause eingelegt zu haben. Die globalen Börsen und regionalen Leitaktienindizes gehen geschwächt aus dem Handel. An den Währungsmärkten legen der Schweizer Franken und der japanische Yen zu, ohne dass sich der US-Dollar festigen konnte. Währungen in Zentraleuropa müssen einen Teil der jüngst erlangten Gewinne wieder abgeben. In Europa scheint der Fokus weiterhin auf den Gesprächen über neue Sperrmaßnahmen in diversen Teilen des Kontinentes zu liegen. Auf der politischen Ebene dreht sich die Aufmerksamkeit um die politischen Meinungsverschiedenheiten zwischen Brüssel und dem Polen-Ungarn-Block.

Währungsüberblick

EUR – Obwohl die Gemeinschaftswährung die vierte tägliche Aufwertung infolge gegenüber dem US-Dollar verzeichnen konnte, scheint das Aufwärtsmomentum beinahe zum Erliegen gekommen zu sein. Im weiteren Verlauf gilt das Niveau um 1,1875 als die letzte Barriere bis 1,19. Kurzfristig könnten die bestehenden Sorgen rund um den zweiten Infektionsausbruch jegliche Bewegungen auf den Bereich zwischen 1,16 und 1,20 limitieren. Dies gilt für den Zeitraum, solange sich keine unmittelbaren risikopositiven Katalysatoren erkenntlich zeigen.

GBP – Das Pfund baut auf den Gewinnen der beiden Vortage auf und festigt sich den dritten Tag infolge. Aussagen des britischen Unterhändlers scheinen leichten Optimismus geweckt zu haben, nachdem sich David Frost positiv über den Verhandlungsfortschritt geäußert hatte. Laut dem Offiziellen könnte man bereits zu Beginn der nächsten Woche mit einem Abkommen rechnen. Trotz der Freude über die positiven Nachrichten bleibt die Möglichkeit eines No-Deal-Szenarios, insbesondere aufgrund der zeitlichen Limitation, weiterhin aufrecht.

CNH – Schwächen in den Vereinigten Staaten und solide Konjunkturdaten aus China verhelfen dem Renminbi zur dritten Aufwertung infolge gegenüber dem US-Dollar. Das Währungspaar USD/CNH nähert sich somit erneut dem 29-Monats-Tief bei 6,5470 an. Auch gegenüber dem Euro kann sich der Renminbi festigen. EUR/CNH verharrt nun knapp über dem mittelfristigen Unterstützungsniveau bei 7,7670.

CEE – Die ungarische Notenbank lässt den Leitzins und die allgemeine Tendenz der eigenen Geldpolitik unverändert. An den Währungsmärkten war die fehlende Bereitschaft der Notenbank, an den Finanzierungskosten zu schrauben, im Vorhinein bekannt. Vor diesem Hintergrund sorgt das geldpolitische Treffen für wenig Aufsehen. Nichtsdestotrotz bleibt der Forint die regional volatilste Währung und wertet den dritten Tag infolge gegenüber dem Euro ab. Auch der polnische Zloty und die tschechische Krone gehen leicht geschwächt aus dem Handel

Globale Risikoereignisse des Tages

  • GB: Inflation (08:00)
  • EZ: Inflation (11:00)
  • CA: Inflation (14:30)


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