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Wöchentliche Marktberichte

Aug 24, 2020 | Devisenmarktanalyse

Globale Themen

Große Woche für die Märkte

INTRO

Eine beidseitige Erholung der Industrie und des Dienstleistungssektors sorgt vor dem Wochenende für steigende Börsenkurse in den Vereinigten Staaten, auch ohne die Bestätigung des vierten Stimuluspakets. In Europa drücken gemischte Konjunkturdaten, politische Anspannungen in Weißrussland und die steigenden Infektionszahlen auf die Gemütslage der Investoren. Ein Nichtzustandekommen des seit Wochen diskutierten Hilfspakets in den USA gilt als das kurzfristig größte Risiko an den Märkten.  Die am Freitag veröffentlichten Einkaufsmanagerindizes bestätigten die im Vorhinein gehegte Vermutung, dass die wirtschaftliche Erholung am europäischen Kontinent langsam an Fahrt verliert. Das deutsche und das US-amerikanische verarbeitende Gewerbe können sich zum Vormonat zwar festigen. Die Stimmungsindikatoren für die europäische Industrie und den deutschen Dienstleistungssektor schaffen es nur knapp in den positiven Bereich. Das am Freitag um 16:00 Uhr veröffentlichte Verbrauchervertrauen für die Eurozone kann sich nur marginal von minus 15 auf einen Wert von minus 14,7 festigen.

Vor diesem Hintergrund blicken Investoren gespannt auf die nächsten Handelstage und die bevorstehenden Datenveröffentlichungen. Die Wirtschaftswoche nimmt am Dienstag mit dem deutschen Bruttoinlandsprodukt (08:00) und dem Ifo Geschäftsklimaindex (10:00) ihren Anfang. An der geldpolitischen Front erwarten sich Marktteilnehmer keine Zinsveränderungen von den koreanischen und ungarischen Währungshütern, welche sich am Dienstag treffen. Am Donnerstag finden sich politische Entscheidungsträger, Zentralbanker und führende Finanzmarktexperten bei dem Jackson Hole Symposium in den USA ein. Den Anfang und gleich auch den Höhepunkt wird die Rede des US-amerikanischen Zentralbankpräsidenten Jerome Powell um 15:00 definieren. Am selben Tag veröffentlichen die Schweiz und die USA ihre Wachstumszahlen für das zweite Quartal.

Weltweit bestätigte Coronafälle: 23.284.590

Weltweit bestätigte Todesfälle: 806.197

Weltweit bestätigte Genesungen: 14.987.403

EUR

Keine v-förmige Erholung

Die jüngsten Wirtschaftsdaten vom Juni und Juli haben zumindest kurzzeitig die Hoffnung an eine v-förmige Rückkehr zur wirtschaftlichen Normalität geweckt. Die am Freitag veröffentlichten Einkaufsmanagerindizes machen diesen Wunschvorstellungen jedoch einen Strich durch die Rechnung und zeigen auf, wie komplex die Bestimmung der potenziellen Länge und Dauer der Erholung tatsächlich sein könnte. Der Abverkauf des EUR/USD nahm nach der enttäuschenden Datenlage des Dienstleistungssektors am Freitag an Fahrt auf. Kurzfristig könnte die Aufwärtstrendlinie bei 1,1630 getestet werden, wobei nur ein Unterlaufen des Niveaus die positive Tendenz des Währungspaares annullieren würde.

Risikoereignisse des Tages

  • Keine Wirtschaftsveröffentlichung

USD

An die Gesundheit der Weltwirtschaft gekoppelt

Der US-Dollar konnte sich gegen Ende der vergangenen Woche wieder auf die Beine kämpfen. Grund hierfür liegt unter anderem in dem pessimistischen Wirtschaftsausblick der Fed, schwachen Konjunkturdaten aus Europa und politischen Unruhen in einigen Schwellenländern, welche das globale Sentiment gedämpft hatten. Eine Fortsetzung der Abwertung des US-Dollars müsste von hier an neben weiterer Zeichen einer starken globalen Wirtschaftserholung auch von einem Kommittent der US-Notenbank begleitet werden, die Zinsen längerfristig auf niedrigen Niveaus zu fixieren. Vor der Jackson Hole Symposium könnte sich die Nachfrage nach dem US-Dollar in Grenzen halten, wobei eine erneute Enttäuschung an der europäischen Datenfront für Aufwertung der Leitwährung sorgen könnte.

Risikoereignisse des Tages

  • US: Chicago Fed National Activity Index (14:30)

EM

Unruhen in Schwellenländern

Politische Risiken lassen dunkle Wolken über einige Schwellenländer fallen und belasten Osteuropa, den Nahen Osten und die afrikanische Region. In Weißrussland beobachten Investoren weiterhin die politischen Proteste gegen den amtierenden Präsidenten, Alexander Lukashenko. Sollten die Unruhen einen Amtswechsel oder eine stärkere Gegenmaßnahme der Regierung in die Wege leiten, könnten sich Spill-over Effekte an den Währungsmärkten bemerkbar machen. Der russische Rubel ist in den vergangenen Tagen voraussichtlich auch aufgrund des regionalen Unsicherheitsfaktors in Bedrängnis gekommen. Auch die Währungen Zentraleuropas, insbesondere der polnische Zloty und der ungarische Forint, müssen sich mit Rücksetzern zufriedengeben.

Dies trotz der jüngst positiven Datenlage aus der größten Volkswirtschaft der Region. Polnische Einzelhandelsumsätze festigen sich im Juli um drei Prozent, nach einem jährlichen Rückgang von 1,5 Prozent im Juni. Den regionalen Höhepunkt der Woche markiert die ungarische Zinsentscheidung am Dienstag. Veränderungen der Geldpolitik werden nicht vermutet. Nach der unerwarteten Zinssenkung (15 Basispunkte) bei dem vergangenen Treffen wird die Entscheidung jedoch mit einem möglichen „Überraschungsfaktor“ begleitet.

Risikoereignisse des Tages

  • CZ: Verbrauchervertrauen (09:00)


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