Wöchentliche Marktberichte

Aug 07, 2020 | Devisenmarktanalyse

Globale Themen

Hoffnung auf parlamentarische Einigung 

Intro

Die Märkte hören nicht auf, sich nach weiteren Stimulusmaßnahmen zu sehnen. Vor diesem Hintergrund dominieren die Gespräche über ein weiteres Corona-Hilfspaket in den Vereinigten Staaten das Börsen- und Marktgeschehen. Noch blieb eine zwischenparteiliche Einigung aus. Beide Seiten sehen sich nach einigen Rücksetzern jedoch zunehmend optimitisch. Dies treibt den US-Aktienleitindex SP500 den fünften Tag infolge nach oben. Gold erreicht aufgrund der Erwartungen eines längerfristigen Niedrigzinsumfelds ein erneutes Allzeithoch. Europäische Aktien kommen nicht ganz vom Platz weg und bleiben in der Erholungsphase hinter den technologiebetonten Börsen der USA.

An der geldpolitischen Front gab es trotz der beiden Zinsentscheidungen der britischen und tschechischen Währungshüter keine signifikanten Kurswechsel. Beide Notenbanken bleiben der expansiven Geldpolitik treu und lassen den Leitzins unverändert. Neuausrichtungen gab es bei der chinesischen Zentralbank, welche ihre Geldpolitik neben der wirtschaftlichen und finanziellen Lage nun auch an die Kontrolle des Coronavirus binden wird.

Am Währungsmarkt kam es zu keinen signifikanten Neupositionierungen . EUR/USD wertet den dritten Tag infolge auf, schafft es jedoch erneut nicht, das Niveau um 1,19 zu durchbrechen. Der russische Rubel und der chinesische Renminbi bleiben trotz der jüngsten Abwertung weiterhin mit einer negativen Tendenz behaftet. Ein erneutes Scheitern der Gemeinschaftswährung, die unmittelbaren Barrieren zu durchbrechen, könnte jedoch zu Aufwertungen des Rubel und Renminbi führen. Zentraleuropäische Währungen folgen europäischen Aktienmärkten nach unten.

Weltweit bestätigte Coronafälle: 18,897,857

Weltweit bestätigte Todesfälle: 710,136

Weltweit bestätigte Genesungen: 11,402,427

EUR

Werkaufträge steigen um 27,9%

Mit einem Anstieg von 27,9 Prozent verzeichnen die deutschen Werkaufträge den besten Monat aller Zeiten. Die relativ schwachen Zahlen im Mai wurden somit mit einer positiven Überraschung im Juni gefolgt. Auf Jahresbasis bleiben die Aufträge mit einem Rückgang von 11 Prozent weiterhin ein Aushängeschild für die Coronakrise. Die Bestätigung, dass die jüngste globale Erholung von heimischen Faktoren getrieben wird, findet sich auch in den gestrigen Zahlen. Die ausländische Nachfrage konnte sich um „nur“ 22 Prozent erholen, während die deutschen Aufträge um 35,2 Prozent zulegen.

Risikoereignisse des Tages

  • DE: Handelsbilanz (08:00)

GBP

Zinsniveau bleibt konstant

Die britischen Währungshüter entscheiden sich bei dem gestrigen Treffen einheitlich das Zinsniveau konstant bei 0,1 Prozent zu halten. Auch das 745 Milliarden Pfund schwere Anleihenkaufprogramm wurde nicht verändert. Die Wachstumserwartungen der Notenbank scheinen jedoch deutlich optimistischer ausgefallen zu sein, als noch bei der Entscheidung im Mai. Die Teuerungsrate sollte sich in zwei Jahren erneut an das Inflationsziel antasten, wobei die Begutachtung der Effektivität negativer Zinsen weiterhin beibehalten wird.

Risikoereignisse des Tages

  • GB: Keine Wirtschaftsveröffentlichungen

CZK

Neue Prognosen, alter Leitzins

Die industrielle Produktion konnte sich in Tschechischen im Juni um 13 Prozent festigen. Nichtsdestotrotz befindet sich diese auch weiterhin knapp sieben Prozent unter dem Vorjahresniveau. Die angeschlagene Automobilproduktion erlebt eine breit angelegte Erholung und steigt im Juni auf Monatsbasis um 42 Prozent.

Geldpolitisch blieben große Überraschungen aus. Am Leitzins, welcher sich derzeit bei 0,25 Prozent befindet, hielten die Währungshüter fest. Ein mögliches Staatsanleihenkaufprogramm wurde ebenfalls nicht angekündigt.  Währungstechnische Entwicklungen gab es von der tschechischen Notenbank jedoch einige. Die Währungshüter korrigieren ihre Prognose für die Krone leicht nach oben, angesichts der jüngsten Verbesserung des Marktsentiments. EUR/CZK sollte sich laut den Ökonomen der Notenbank in diesem und dem nächsten Jahr jedoch weiterhin über dem Niveau 26,00 halten. Das Währungspaar springt nach der Nachricht nach oben und verzeichnet die größte tägliche Aufwertung seit dem 11. Mai.

Risikoereignisse des Tages

CEE: Keine Wirtschaftsveröffentlichungen


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