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Wöchentliche Marktberichte

Aug 04, 2020 | Devisenmarktanalyse

Globale Themen

Die Industrie gibt den Weg an 

Intro

Positive Konjunkturdaten hauchen den Märkten erneutes Leben ein und verhelfen risikoreichen Anlagen wie Öl und Aktien nach oben. In den Vereinigten Staaten wächst das verarbeitende Gewerbe laut dem Einkaufsmanagerindizes nun mit der schnellsten Rate seit März 2019.In Europa befindet sich die Industrie der meisten Länder wieder in der Expansion. Der erste wichtige Datenpunkt im Juli zeigt somit, dass das dritte Quartal einen positiven Beginn finden konnte. Die jüngste Diskrepanz zwischen der hohen Bewertungen der Börsen und der schwachen Einstufung der Wirtschaft seitens der Konsumenten und Unternehmen scheint sich so langsam zu schließen. Die größten Verbesserungen finden jedoch im verarbeitenden Gewerbe statt. Der Konsumenten bleibt angesichts der längerfristigen Risiken weiterhin skeptisch, was zu einer erhöhten Sparquote geführt hat. Der Anstieg der Ersparnisse mindert kurzfristig zwar die Konsumausgaben, könnte längerfristig jedoch einen positiven Faktor in der Wirtschaftserholung darstellen.

Weltweit bestätigte Coronafälle: 18.149.860

Weltweit bestätigte Todesfälle: 690.624

Weltweit bestätigte Genesungen: 10.753.318

EUR

Deutsche Bundesbank gibt sich geschlagen

Nach einem wochenlangen Disput gibt sich die Deutsche Bundesbank nun mit der Erklärung der Europäischen Zentralbank zufrieden. Die Rechtfertigung der seit 2015 eingesetzten Staatsanleihenkäufe der EZB, insbesondere im Rahmen der jüngsten Pandemie-Hilfen, genügt den deutschen Währungshütern. Somit wird der Erwerb deutscher Staatsanleihen wieder aufgenommen. Der Euro gönnt sich trotz der gestrigen breit angelegten Verbesserung globaler Konjunkturdaten eine Verschnaufpause.

Wie in unseren täglichen Marktnachrichten am Montag berichtet scheint der Euro gegenüber den Währungen USD, CNH und RUB in einen überzogenen Bereich gekommen zu sein. Alle drei Euro-Währungspaare finden zumindest kurzfristig eine erste Aufwärtsbarriere und werten am gestrigen Handelstag ab. Das größte politische Risiko bleibt eine weitere Eskalation zwischen den USA und China, welche das Risikosentiment dämpfen könnte. Aufseiten neuer Wirtschaftsdaten könnten schwache Zahlen bei dem US-Einkaufsmanagerindex für den Dienstleistungssektor (Mittwoch) und dem US-Arbeitsmarktbericht (Freitag) für „risk-off“ Bewegungen sorgen. Mittelfristig wird wohl die relative Position der einzelnen Länder entscheiden, wie gut die jeweiligen Währungen abschneidet.

Risikoereignisse des Tages

ES: Arbeitslosenveränderung (09:00)

USD

Industrie stärker, Konsument bleibt fragil

Das US-amerikanische verarbeitende Gewerbe befindet sich wieder im expansiven Bereich. Dies geht den gestern veröffentlichten Einkaufsmanagerindizes (EMI) hervor. Die amerikanische Industrie verzeichnete im Juli laut dem vom Institute for Supply Management herausgegebenen Indikator sogar die größte Expansion seit März 2019. Trotz der positiven Nachricht bleibt wenige Tage vor der Veröffentlichung des US-Arbeitsmarktberichts am Freitag eine gewisse Skepsis an den Märkten zu erkennen. Insbesondere da der Sub-Index des Einkaufsmanagerindizes für die Lage am Arbeitsmarkt erneut gesunken ist.

Der Konsument könnte in den USA wie auch in China kurzfristig die Schwachstelle einer erfolgreichen Wirtschaftserholung sein. Vor diesem Hintergrund warten Marktteilnehmer gespannt auf die Veröffentlichung des EMI für den Dienstleistungssektor am Mittwoch, um möglicherweise eine Bestätigung dieser Annahme zu erhalten. Von Bloomberg befragte Ökonomen gehen von einer Reduktion des Stimmungsindikators aus.

Risikoereignisse des Tages

  • US: Werkaufträge (16:00)

CEE

Differenzierte Datenverbesserung

Die zentraleuropäischen Volkswirtschaften schließen sich der Datenverbesserung in der Eurozone an, was auf einen positiven Auftakt ins neue Quartal deuten lässt. Gestern veröffentlichte regionale Einkaufsmanagerindizes (EMI) konnten eine breite Erholung des verarbeitenden Gewerbes bestätigen. Doch nicht alle Länder schaffen den Weg zurück zur Expansion. Mit einem Stimmungsindikator von 52,8 führt Polen den Aufschwung auf. Der ungarische EMI steigt auf einen Wert von 50,8, während die tschechische Industrie mit einem EMI von 47,00 trotz leichter Verbesserung weiterhin in einer Kontraktion verweilt. Russland war das einzige Land mit einer relativen Verschlechterung zum Vormonat.

Risikoereignisse des Tages

  • CEE: Keine Wirtschaftsveröffentlichung


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