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Wöchentliche Marktberichte

Jul 28, 2020 | Devisenmarktanalyse

Globale Themen

Gold, Dollar und risikoreiche Währungen

INTRO

Die Wirtschaftswoche beginnt ohne größere Datenveröffentlichungen oder neue Entwicklungen an der handelspolitischen Front. Kurz vor der Zinsentscheidung der US-amerikanischen Notenbank dominieren makroökonomische Themen. Im Zentrum der Diskussionen stehen die jüngste Goldrally und die Talfahrt des US-Dollars. Die erhöhte Nachfrage nach dem Edelmetall hat jedoch zu keinem Abverkauf von risikoreicheren Anlagen geführt. Ganz im Gegenteil bleibt die Suche nach Rendite ein leitendes Thema, welches zu Aktien- und Anleiheninvestitionen in Schwellenländern, insbesondere China, führt. In den Vereinigten Staaten präsentierten die Republikaner ihren neuen Gesetzesvorschlag, welcher erneut eine Billion US-Dollar an Hilfen für die angeschlagenen Wirtschaft frei machen würde. Eine Bestätigung des neuen Stimuluspakets würde das diesjährige Budgetdefizit auf knapp über 20 Prozent bringen.

 

Weltweit bestätigte Coronafälle: 16.334.573

Weltweit bestätigte Todesfälle: 650.097

Weltweit bestätigte Genesungen: 9.438.041

USD

Siebte tägliche Aufwertung infolge

Die europäische Einigung über das Corona Hilfspaket hat die implizite Wahrscheinlichkeit eines Zusammenbruchs der Union zumindest am kurzfristigen Zeithorizont reduziert und dem Euro Rückenwind geboten. Gestern war es die erneute Festigung der deutschen Konjunkturerwartungen, welche von dem Münchner Ifo Institut veröffentlicht wurden, welche für positive Stimmung sorgten. Gegenüber dem US-Dollar verzeichnet die Gemeinschaftswährung die nun siebte tägliche Aufwertung infolge. Und obwohl das Währungspaar im Rahmen der Aufwärtsbewegung in einen überkauften Bereich gedrungen ist, könnte eine Bestätigung der lockeren Geldpolitik seitens der US-amerikanischen Notenbank am Mittwoch weitere Aufwärtsimpulse bieten.

Risikoereignisse des Tages

  • DE: Keine Wirtschaftsveröffentlichungen

USD

Negative Beziehung zwischen Gold und dem Dollar

Der US-Dollar schafft es am gestrigen Handelstag nicht, einen vorteilhaften Wochenauftakt zu verzeichnen. Trotz der anhaltenden Risiken, welche unter normalen Umständen Aufwertungen sicherer Währungen zur Folge hätten, bleibt die Nachfrage nach dem US-Dollar gering. Marktteilnehmer und Investoren scheinen den Abverkauf des Greenbacks sogar mit offenen Armen aufgenommen zu haben, zumal die Implikationen eines sinkenden Dollars auf den ersten Blick anlageübergreifen positiv erscheinen.

Neben einer geringeren realen Schuldenlast der Schwellenländer profitieren Rohstoffe und Gold von der jüngsten Abwertung der Währung. Die USD-Liquidität befindet sich auf einem mehrjährigen Hoch und treibt Investoren in Schwellenländer. Kurzfristig bleibt die Korrelation zwischen dem Dollar und Gold negativ. Gold profitiert somit sowohl von den sinkenden realen Zinssätzen und einem schwächeren Dollar. Noch zu Beginn des Jahres war die Beziehung der beiden Anlagen angesichts der hohen Zinsen in den USA positiv.

Risikoereignisse des Tages

  • US: Verbrauchervertrauen (16:00)

PLN

Positiver Wochenauftakt

Die zentraleuropäischen Währungen scheinen das positive Momentum der vergangenen Tage in die neue Woche übertragen zu haben. Der polnische Zloty und der ungarische Forint verzeichnen die siebte tägliche Aufwertung infolge. EUR/PLN notiert nun knapp über dem 200-tägigen gleitenden Durchschnitt bei 4,3830. Ein Unterlaufen dieses Niveaus könnte weitere Abwärtsbewegungen  mit sich bringen. Dies gilt ebenfalls für das Währungspaar EUR/HUF, zumal der Forint in der vergangenen Woche die 2020-Abwärtstrendlinie durchbrechen konnte. In dieser Hinsicht bleibt das Niveau um 341,00 eine Unterstützung, welche den Euro kurzfristig vor weiteren Verlusten schützen könnte.

Risikoereignisse des Tages

  • CEE: Keine Wirtschaftsveröffentlichungen


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