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Jul 08, 2020 | Devisenmarktanalyse

Globale Themen

Abkühlung nach der Rally 

INTRO

Nach einer chinesisch induzierten Rally der globalen Aktienmärkte am Montag dominierte gestern erneut die Achtsamkeit die Bewegung an den Börsen. Die meisten risikoreicheren Anlagen und Währungen notieren marginal niedriger zum Vortag. Als sicher betrachtete Staatsanleihen können sich festigen, während Gold auf das höchste Niveau seit September 2011 (1797 US-Dollar) ansteigen kann. Das Edelmetall kann neben den allgemeinen Unsicherheitsfaktoren ebenfalls von dem jüngsten Anstieg der Inflationserwartungen profitieren.

Das Verhalten der internationalen Investoren kann somit auch weiterhin durch eine abwartende Haltung charakterisiert werden, welches kurzfristig jedoch eine leicht positive Tendenz aufweist. Das beste Indiz für eine nachhaltige Verschlechterung der globalen Gemütslage wäre ein erneuter Anstieg der sicheren Währungen USD, CHF und JPY. Derzeit zeigen die Positionierungen spekulativer Investoren noch auf keine große Nachfrage nach dem US-Dollar.

Weltweit bestätigte Coronafälle: 11.691.068

Weltweit bestätigte Todesfälle: 540.062

Weltweit bestätigte Genesungen: 6.349.542

EUR

Revision nach unten

Die Risiken für die Konjunktur der Eurozone sind außergewöhnlich hoch und nach unten geneigt. So beschriebt die europäische Kommission in den jüngsten Prognosen den derzeitigen Ausblick für die Binnenwirtschaft. Die Institution geht in diesem Jahr von einer 8,7-prozentigen Kontraktion der Eurozone  aus. Die unterschiedliche Krisenbekämpfung und Stärke der Sperrmaßnahmen zwischen den Ländern der Union könnte bestehende Asymmetrien verstärken und eine nachhaltige politische Last darstellen. Trotz der deutlichen Verbesserung diverser Leitindikatoren betonen politische Entscheidungsträger die Notwendigkeit der jüngst angekündigten Ausweitung der Hilfsmittel. Insbesondere dem Tourismus ausgesetzte Staaten könnten angesichts der erwarteten 60 bis 80-prozentigen Reduktion der internationalen Touristen in diesem Jahr unter den Folgen der Krise leiden.

  • EZ: Keine Wirtschaftsveröffentlichungen

USD

Marginale Festigung

Die globale Leitwährung profitiert von einer schwächer als erwarteten Industrieproduktion in Deutschland und verstreuten Fällen neuer Sperrmaßnahmen rund um den Globus. Neben einzelnen US-Bundesstaaten wurde auch in der zweitgrößten Stadt Australiens eine Ausgangssperre verhängt. Derzeit dominieren die Debatte um die Covid-19 Sterblichkeitsrate und die Frage, wie sicher eine vollkommene Öffnung eines Landes wirklich ist, das Geschehen.

Der US-Dollar kann sich gegenüber dem Euro festigen, nachdem die Leitwährung ein zweiwöchiges Tief am Montag erreicht hatte. Trotz der netto-short Positionierung der Spekulanten an den US-Märkten für Termingeschäfte hält sich der US-Dollar stabil.

Den Wünschen der Investoren nach einer Fortsetzung der Rally risikoreicher Anlagen und Währungen stehen somit bestehende Risiken und Unsicherheiten im Weg, welche kurz- bis mittelfristig beseitig werden müssten.

Risikoereignisse des Tages

  • US: Keine Wirtschaftsveröffentlichungen

CZK

Langer Weg zurück zur Normalität

Der ungarische Industriesektor kann sich im Mai nach den katastrophalen Rücksetzern in den beiden Vormonaten erneut deutlich festigen. Die jüngsten Veröffentlichungen zeigen jedoch auf einen langen Weg zurück zur Normalität. Nach dem 15,6-prozentigen monatlichen Anstieg der Industrieproduktion bleibt diese auf Jahresbasis weiterhin mehr als 27 Prozent im negativen.

Es ist abzuwarten, ob die bestehenden Risiken und Sorgen bezüglich einer potenziellen zweiten Quarantäne die Erholung dämpfen könnten. Laut den Einkaufsmanagerindizes befindet sich das verarbeitende Gewerbe Ungarn trotz vier monatlicher Anstiege infolge in einer Kontraktion. Das gleiche Bild wird von den Leitindikatoren auch für Tschechien skizziert. Trotz des monatlichen Anstiegs der Industrieprodukten um 13,8 Prozent bleibt auf Jahresbasis ein Defizit von 29,4 Prozent übrig.

Risikoereignisse des Tages

  • CZ: Handelsbilanz (09:00)


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