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Wöchentliche Marktberichte

Jun 30, 2020 | Devisenmarktanalyse

Globale Themen

Konjunkturdaten ziehen die Börsen nach oben

Intro

Positive Konjunkturdaten können die Unsicherheit rund um die erneute Einführung von Sperrmaßnahmen in einigen US-amerikanischen Bundesstaaten zur Gänze annullieren. Aktienmärkte auf beiden Seiten des Atlantiks schaffen es somit, einen positiven Wochenauftakt hinzulegen.

Die schwachen Bewegungen zu Beginn des Handelstages konnten überbrückt werden, nachdem sowohl die Immobiliendaten aus den USA, als auch das europäische Verbrauchervertrauen deutliche Verbesserungen zum Vormonat aufweisen konnten. Der Ölpreis der amerikanischen WTI-Sorte verzeichnet ein Plus von mehr als drei Prozent.

In China festigt sich der Einkaufsmanagerindizes für das verarbeitende Gewerbe auf einen Wert von 50,4 und befindet sich somit erneut in einer Expansion (über 50). Im heutigen Fokus stehen die Veröffentlichung des britischen Bruttoinlandsprodukts, europäische Inflationszahlen und das US-Verbrauchervertrauen  

Weltweit bestätigte Coronafälle: 10.199.798

Weltweit bestätigte Todesfälle: 502.947

Weltweit bestätigte Genesungen: 5.169.421

EUR

Stimmungsverbesserung

Langsam aber sicher scheinen sich die Konsumenten in Europa wieder auf die Straße zu trauen. Wie Daten der Europäischen Kommission verraten hat sich das Konsumklima im Mai erneut gefestigt. Zwar lag der Anstieg auf 75,7 deutlich unter den Markterwartungen, welche von einem Wachstum auf 80,00 Zähler ausgegangen sind. Die generelle Tendenz der Datenverbesserung bleibt jedoch bestehen. In den meisten größeren Volkswirtschaften der Eurozone – Frankreich, Deutschland, Italien, Spanien – wurde eine Verbesserung des wirtschaftlichen Vertrauens verzeichnet.

Der gestrige Handelstag kann größtenteils durch eine breit angelegte Euro-Stärke beschrieben werden. Die Gemeinschaftswährung kann sich gegenüber den meisten Währungen festigen. Neben den ausstehenden Datenveröffentlichungen bleiben makroökonomische und politische Risikofaktoren wie der US-China Handelskrieg und die dieswöchigen Brexit-Verhandlungen weiterhin im Zentrum des Geschehens. EUR/CHF verzeichnet die größte tägliche Aufwertung seit Mitte Mai und hält sich somit über dem 50-tägigen gleitenden Durchschnitt bei 1,0630.

  • EZ: Inflation (11:00)

USD

Verkürzte Woche

Aufgrund des Unabhängigkeitstages in den USA und der somit verkürzten Wirtschaftswoche fällt der sonst am Freitag veröffentlichte Arbeitsmarktbericht auf den Donnerstag. Ebenfalls von Interesse werden die heutige Rede des Fed-Präsidenten Jerome Powell und das US-Verbrauchervertrauen sein.

Der handelsgewichtete US-Dollar-Index bleibt in einem seit dem 10. Juni anhaltenden (kurzfristigen) Aufwärtstrendkanal. Ein Ausbruch jenseits der Barriere 97,70 könnte neues Potenzial für weitere Bewegungen bis 98,40 schaffen.

Risikoereignisse des Tages

  • US: Verbrauchervertrauen (16:00)

CNH

Industrieerträge festigen sich – Zins unverändert

Auch in dieser Woche gab es keine Veränderungen der chinesischen Zinsniveaus. Vielmehr untermauert die Peoples Bank of China die Bereitschaft sich weiterhin expansiv zu zeigen. Gestern veröffentlichte Daten zeigten angesichts der schwerwiegenden Covid-19 Pandemie einen Rückgang der Industrieerträge um 19,3 Prozent in den ersten fünf Monaten des Jahres. Die Kontraktion verringerte sich von einem Rückgang von 27,4% in den ersten vier Monaten, aufgrund der Datenverbesserung im Mai. China könnte sich bei einem Vermeiden der zweiten Infektionswelle stärker auf das Management finanzieller Risiken konzentrieren. Somit könnte sich das Tempo weiterer geldpolitischer Lockerungen – der Leitzinsen und der Mindestreserve – verlangsamen.


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