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Wöchentliche Marktberichte

Jun 12, 2020 | Devisenmarktanalyse

Globale Themen

Globaler Optimismus erleidet Rücksetzer 

INTRO

Die jüngsten Veröffentlichungen einiger relativ pessimistischer Wirtschaftsprognosen scheinen sich in den vergangenen Wochen angehäuft zu haben. Am Mittwoch und am gestrigen Handelstag kamen dann noch die negative Perspektive der US-amerikanischen Notenbank, die schwachen US-Arbeitsmarktdaten und neu entfachte Ängste über die potenzielle zweite Infektionswelle hinzu. Die kurzfristig stark überzogene Positionierung der globalen Börsen machte die Aktienmärkte anfällig für Rücksetzer. Diese beiden Faktoren trugen dazu bei, dass der deutsche DAX und der US-amerikanische Dow Jones gestern jeweils um 4,50% und 6,50% gefallen sind.

Weltweit bestätigte Coronafälle: 7.514.559

Weltweit bestätigte Todesfälle: 421.458

Weltweit bestätigte Genesungen: 3.540.696

EUR

Lässt die Rally nach?

Die Gemeinschaftswährung galt als einer der größten Profiteure von der jüngsten Lockerung der Sperrmaßnahmen. Sowohl gegenüber dem US-Dollar als auch dem Schweizer Franken konnte sich die europäische Währung in den vergangenen Wochen auf mehrmonatig Höhen festigen. Die gestrigen Turbulenten an den Börsen und die konsequente Abwertung des Euro zeigen jedoch, wie essenziell das Bestehen eines risikofreudigen Marktumfelds für die Gemeinschaftswährung wirklich ist.

Die deutlich raschere Abwertung des Währungspaares EUR/CHF im Vergleich zu EUR/USD bestätigt ebenfalls die Annahme, dass die jüngste Euro-Rally stark durch die US-Dollar Schwäche getrieben war. Beide Notenbanken werden voraussichtlich die nächsten Monate an der derzeitigen lockeren Geldpolitik festhalten und am Niedrigzinsumfeld verharren. Dies verschiebt die Aufmerksamkeit auf die Politik, die Entwicklung des Virus und die Wirtschaft.

Risikoereignisse des Tages

  • EZ: Industrieproduktion (11:00)

USD

Keine Zinserhöhung in Sicht

Die US-amerikanische Wirtschaft hat einen langen Weg zur Normalität vor sich. Dies geht aus der jüngsten Zinsentscheidung der Federal Reserve hervor. Fed-Präsident Jerome Powell untermauerte in der fast einstündigen virtuellen Pressekonferenz die lockere Geldpolitik. Die Zentralbanker des Offenmarktausschusses sehen die Zinsen bis ins Jahr 2022 bei nahe null.

Der US-Präsident scheint den Wirtschaftsausblick der Währungshüter nicht zu teilen und äußerte sich nach der Veröffentlichung der neuen Prognosen per Twitter. Donald Trump kritisierte die Federal Reserve für ihre pessimistische Perspektive. In der Zwischenzeit bestätigte Steven Mnuchin die Überlegungen des Finanzministeriums bezüglich einer weiteren Runde potenzieller Stimulusmaßnahmen.

Der Dow Jones Index sinkt am gestrigen Handelstag um knapp 6,5 Prozent und verzeichnete den größten täglichen Verlust seit dem 18. März. Der US-Dollar wertet angesichts der gestrigen Schwäche an den Börsen auf, nachdem am Mittwoch ein dreimonatiges Tief gefunden wurde.

Risikoereignisse des Tages

  • USA: Michigan Verbrauchervertrauen (16:00)

CEE

Risk-off belastet Währungen

Die jüngste Rally der zentraleuropäischen Währungen hat seit einigen Tagen deutlich an Momentum verloren. Am gestrigen Handelstag dominierte nach einer langen Periode der Risikofreude erneut die Scheue vor risikoreicheren Währungen. Die europäische Gemeinschaftswährung kann sich vor diesem Hintergrund erneut gegenüber den zentraleuropäischen Währungen festigen.

Der ungarische Forint schafft es den vierten Tag infolge nicht, die Unterstützung bei EUR/HUF 343,00 zu durchbrechen. Für die tschechische Krone endet die neuerliche Aufwärtsbewegung zumindest fürs Erste bei EUR/CZK 25,52.

Risikoereignisse des Tages

  • PL: Industrieproduktion (11:00)


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