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Wöchentliche Marktberichte

Apr 15, 2020 | Devisenmarktanalyse

Globale Themen

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EUR

Vorsichtige Aufwärtsbewegungen

Die realisierte und erwartete Volatilität der meisten EUR-Paare hat sich in der vergangenen Woche wieder erheblich gelegt. Unter anderem auch, da die globalen Aktienmärkte zumindest kurzfristig ein lokales Tief gefunden haben, welches der Nachfrage nach sicheren Währungen wie dem US-Dollar einen Rücksetzer verpasst hatte. Im Rahmen der Stabilisierung profitiert EUR/USD von der marginalen Kapitalverlagerung in risikoreichere Währungen und durchbricht den seit dem 09. März anhaltenden Abwärtstrend. Die kurzfristig positive Tendenz bleibt intakt, solange das Niveau um 1,0850 nicht unterlaufen wird. An der Oberseite würde erst ein Ausbruch jenseits der 1,1050 – 1,1100 neues Aufwärtspotenzial bis 1,12 ermöglichen.

Das größte Hindernis der Realisierung dieses Szenarios bleibt jedoch weniger ein „chart-technisches“, sondern vielmehr ein fundamental ökonomisches. Solange die Folgen des Coronavirus und die politische Fragmentierung der Eurozone im Fokus der Investoren bleiben, könnte die Expansion der US-amerikanischen Notenbank ohne kurzfristige Konsequenzen für den US-Dollar bleiben.

USD

Schwacher Auftakt der Earnings-Season

Der US-amerikanische Aktienleitindex SP500 schließt den gestrigen Handelstag knappe drei Prozent im Plus und konnte sich seit dem Tief am 23. März um ganze 27 Prozent festigen. Die ersten veröffentlichten Quartalszahlen US-amerikanischer Banken skizzieren jedoch alles andere als ein überzeugendes Bild. Um sich vor möglichen Kreditausfälle abzudecken, mussten JPMorgan Chase & Co. und Wells Fargo & Co. Im ersten Quartal 2020 mehrere Milliarden US-Dollar an Rückstellungen bilden. Die Großbank JPMorgan hat im ersten Quartal des Jahres knappe 2,87 Milliarden US-Dollar verdient. Dies stellt im Vergleich zum Vorjahr einen Rückgang von 69 Prozent dar.

Der US-Dollar durchbricht den seit dem 09. März anhaltenden Aufwärtstrend und unterläuft den 50-tägigen gleitenden Durchschnitt. Der mittelfristige Aufwärtskanal bleibt jedoch erhalten, solange sich der handelsgewichtete Dollar-Index über dem Niveau 94,00 befindet (derzeit bei 98,90).

CEE

Krone auf 4-Wochen-Hoch

Robuste Wirtschaftsdaten aus China scheinen den zentraleuropäischen Währungen zu einem positiven Wochenauftakt verholfen zu haben. Die tschechische Krone durchbricht sogar die Unterstützung bei EUR/CZK 27,00 und scheint nun das Niveau um 26,60 ins Visier genommen zu haben. Insbesondere die gestrigen Aussagen der beiden tschechischen Zentralbanker, Vojtech Benda und Tomas Holub gaben der Krone Rückendwind. Zwar hatte die Notenbank eine parlamentarische Erlaubnis eines möglichen Anleihenkaufprogramms eingefordert. Die jüngste positive Reaktion der Märkte könnte den tatsächlichen Einsatz des Programms laut den Notenbankern jedoch eventuell obsolet machen. In der Tschechischen Republik werden in der Zwischenzeit erste Lockerungen der Sperrmaßnahmen durchgeführt. In den nächsten sieben Wochen soll die Ökonomie schrittweise wieder aufgesperrt werden. Kleinere Geschäfte werden am 20. April geöffnet. Restaurants und Einkaufszentren am 08. Juni.


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