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Wöchentliche Marktberichte

Apr 14, 2020 | Devisenmarktanalyse

Globale Themen

Angst vor schwachen Zahlen

EUR

Lockerung der Sperren möglich?

Nach einem feiertagsbedingten verlängerten Wochenende machen sich die ersten Anzeichen einer Lockerung der Sperrmaßnahmen in Europa breit. In Spanien, dem Land mit der weltweit zweitgrößten Anzahl von Covid-19-Fällen, wurde ezur Arbeit fahren. Mögliche Lockerungen könnten auch in Österreich, Dänemark, Polen und der Tschechischen Republik signalisiert werden, sollten sich die täglichen Todesraten nicht erneut beschleunigen. In den vier in Europa am stärksten betroffenen Regionen: Spanien, Italien, Frankreich und Deutschland wurde jüngst eine leichte Reduktion der täglichen Neuinfektionen verzeichnet. Nichtsdestotrotz bleibt die Rate in den vier Ländern bei täglich knapp über 14.000 neuen Fällen pro Tag (laut den Sonntagszahlen) weiterhin hoch.

Aufgrund der gestern geschlossenen Börsen blieb die Aufmerksamkeit auf den US-amerikanischen Börsen fixiert. Dies wird sich aufgrund der US-Quartalszahlen und der fehlenden europäischen Datenlage im Verlauf der Woche nicht ändern. EUR/USD ist am Donnerstag zwar aus der seit März gebildeten Dreiecksformation ausgebrochen, schafft es jedoch nicht, sich über die 1,10 zu kämpfen.

USD

Entwicklung der Neuinfektionen

Überlegungen und Spekulationen bezüglich einer teilweisen wirtschaftlichen Öffnung herrschen auch in den Vereinigten Staaten. Derzeit wird noch vergeblich nach konkreten und nachhaltigen Zeichen einer Stabilisierung der Neuinfektionen gesucht. Laut der Johns Hopkins Universität wurden bislang 560.000 Coronafälle in den USA vermerkt. Am Sonntag machten die 28.917 neuen Fälle in den Staaten ganze 38 Prozent der globalen Neuinjektionen an diesem Tag aus.

Die wichtigsten Datenveröffentlichungen für diese Woche sind wie folgt:

  • Dienstag: Reden von drei US-amerikanischen Zentralbankern
  • Mittwoch: Industrieproduktion, Einzelhandelsumsätze, Konjunkturbericht der Fed
  • Donnerstag: Erstanträge auf Arbeitslosenunterstützung

CNH

Welthandel in Gefahr

Der globale Handel war aufgrund des zweieinhalbjährigen amerikanisch-chinesischen Handelskriegs ohnehin auf wackeligen Beinen. Mit der Ausbreitung des Coronavirus und der damit einhergegangenen Schließung der globalen Ökonomie musste der Handel erneut zurückgeschraubt werden. Laut der Welthandelsorganisation könnte der Zusammenbruch des Welthandelsvolumens in diesem Jahr der größte seit der großen Depression in den 1930er Jahren werden. In dem optimistischen Szenario geht die Institution von einem dreizehnprozentigen Fall des weltweiten Handels aus. In ihrem pessimistischen Szenario könnte das Volumen des globalen Warenhandels in diesem Jahr um bis zu 32% sinken. Den Rückgang bekommt auch der chinesische Außenhandel zu spüren. Sowohl die heute veröffentlichten Exporte, als auch die Importe könnten laut ersten Schätzungen im März um zehn Prozent gesunken sein. Die schwache globale und heimische Nachfrage spiegelt sich bereits in dem chinesischen Inflationsniveau wider. Das Verbrauchervertrauen verzeichnet mit einem Jahreswachstum von 4,3 den geringsten Anstieg seit Oktober 2019.


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