Wöchentliche Marktberichte

Mrz 11, 2020 | Devisenmarktanalyse

Globale Themen

 Globaler Stimulus

EUR

Korrektur vom 13-Monats-Hoch


Nach einem starken Wochenauftakt gibt die europäische Gemeinschaftswährung am gestrigen Handelstag einen Teil der Gewinne ab. An den Devisenmärkten wurde die Veröffentlichung des Bruttoinlandsprodukts der Eurozone regelrecht ignoriert, obwohl die Binnenwirtschaft im vierten Quartal des vergangenen Jahres sogar um ein Prozent wachsen konnte. Seit dem Ausbruch des Coronavirus spielen Datenveröffentlichungen eine untergeordnete Rolle, da die ersten Folgen der Krankheitsausbreitung erst in der Datenlage ab Mitte März zum Vorschein kommen werden. Der für die europäische Gemeinschaftswährung stärkste Katalysator wäre eine Bereitschaft Deutschlands, erhöhte Ausgabenpakete zur Bekämpfung des Coronavirus zur Verfügung zu stellen. Inzwischen verzeichnet das Währungspaar EUR/USD vor dem Hintergrund steigender Zinssenkungswahrscheinlichkeiten der EZB die größte tägliche Abwertung seit Juni 2018. Die positive Dynamik bleibt jedoch erhalten, solange das Paar oberhalb der Unterstützung 1,1230 notiert.

CZK

Hohe Inflation mit fallender Tendenz


Weniger als einen Monat nach der Zinserhöhung der tschechischen Notenbank spricht sich Zentralbanker Alex Michl für eine Lockerung des Zinsniveaus aus. Und obwohl der Inflationsanstieg im Februar auf Jahresbasis ein siebenjähriges Hoch verzeichnet, scheinen sich Geldmärkte über eine Sache einig zu sein. Die tschechische Notenbank wird dieses Jahr noch die Zinsen senken. Insbesondere der jüngste Verfall der Ölpreise und die mögliche Rezession in weiten Teilen der Eurozone könnten die Inflation laut einigen Ökonomen nach unten drücken. Dies würde den Währungshütern eine Möglichkeit geben, der Wirtschaft mit der ersten Zinssenkung seit 2012 unter die Arme zu greifen.

RUB

Normalisierung nach der Talfahrt


Die am Freitag fehlgeschlagenen Verhandlungen zwischen Saudi-Arabien und Russland über die Drosselung der Ölfördermengen schwächten die angeschlagene Nachfrage nach dem Rohstoff ab und trieben den Ölpreis der Sorte Brent in der Spitze um mehr als 30 Prozent nach unten. Der russische Rubel reagierte auf den größten täglichen Verfall der Ölpreise seit 1991 entsprechend drastisch und verzeichnete eine zehnprozentige Abwertung gegenüber dem Euro. Gestern schien sich die Stimmung an den Märkten wieder leicht beruhigt zu haben, nachdem die russische Notenbank zugunsten des russischen Rubels interveniert hatte. Ganze vier Prozent konnte sich der Rubel gestern gegenüber dem Euro festigen, nachdem die russische Währung am Montag ein vierjähriges Tief erreicht hatte. Nun scheint der Bereich rund um den Wechselkurs 80,00 interessant zu werden, da ein Unterlaufen der Unterstützung positives Potenzial für den Rubel schaffen könnte.


Erhalten Sie wöchentliche Devisenmarktberichte

Jeden Montag bietet unser Newsletter Trends und Marktinformationen sowie welche wichtigen Ereignisse die Märkte beeinflussen könnten.