Wöchentliche Marktberichte

Feb 21, 2020 | Devisenmarktanalyse

Globale Themen

Verarbeitendes Gewerbe

EUR

EZB-Chefökonom warnt vor Risiken

Das monatlich von dem Nürnberger Marktforscher GfK veröffentlichte deutsche Verbrauchervertrauen kann nicht an die positiven Entwicklungen der letzten Monate anknüpfen und sinkt marginal von 9,9 auf einen Wert von 9,8. An der geldpolitischen Front sorgt die Veröffentlichung der Protokolle der letzten EZB-Zinsentscheidung für wenig Aufsehen. Währungshüter in der Eurozone halten an ihrem behutsamen Wirtschaftsausblick fest und scheinen auf die Ergebnisse der strategischen Beurteilung der eigenen Geldpolitik zu warten, bevor signifikante Änderungen verkündet werden. In der Zwischenzeit warn der Chefökonom der EZB über die möglichen Auswirkungen des Coronavirus auf die europäische Binnenwirtschaft, eine Sorge, welche von Devisenhändler geteilt wird und den Euro zuletzt auf eine Talfahrt geschickt hatte. Ob sich die Gemeinschaftswährung gegenüber dem US-Dollar vor dem Wochenende noch über die $1,08 kämpfen kann, bleibt von dem Ergebnis der heutigen Einkaufsmanagerindizes für Deutschland und die Eurozone abhängig.

USD

Solide Datenlage stützt den Dollar

Die derzeitige Unsicherheit bezüglich der Risiken und Folgen des Coronavirus hat für den als sicher geltenden US-Dollar eine positive Ausgangsposition geschaffen. In den vergangenen Wochen scheint nun auch die US-Datenlage wieder an Fahrt aufgenommen zu haben und gibt der Währung in Verbindung mit der steigenden Wahrscheinlichkeit einer Neuwahl Donald Trumps neuen Aufschub. In der Zwischenzeit markiert das US-amerikanische Geschäftsklima laut dem Philadelphia Fed Index im Januar einen mehr als 50-prozentigen Anstieg und findet somit ein neues dreijähriges Hoch. Der handelsgewichtete Dollar-Index behält infolgedessen die ohnehin positive Aufwärtsdynamik und nähert sich nun der psychologischen zweieinhalbjährigen Barriere bei 100,00 an. Ein positiver Ausbruch könnte dabei neue Aufwärtssignale entfachten.

PLN

Starker Dollar überwältigt Zentraleuropa

Die Dominanz des US-Dollar beherrscht weiterhin das Marktgeschehen und treibt zentraleuropäische Währungen den dritten Tag infolge nach unten. Erschwerend kommt die erneute Risikoaversion der Marktteilnehmer hinzu. Die regionalen Verluste wurden durch den erneuten Schwächeanfall des Forints angeführt. Ausgelöst wurde der Rücksetzer aufgrund der gestrigen Kommentare der ungarischen Notenbank, welche den jüngsten Anstieg der Renditen am Interbankenmarkt als nicht problematisch charakterisiert hatte. Die Währungshüter befinden sich in einem Dilemma, in welchem sichergestellt werden muss, dass der EUR/HUF nicht über die Marke von 340 aufwertet. Auf der anderen Seite muss der Rückgang der Zinssätze am eigenen Geldmarkt garantiert werden.

  • EUR/PLN kratzt erneut an der Barriere 4,30, nachdem sich das Währungspaar den fünften Tag infolge festigen konnte. Ein Ausbruch jenseits des Niveaus könnte die Tür für weitere Aufwärtsbewegungen bis 4,32 eröffnen.
  • EUR/CZK bleibt in dem seit Oktober 2019 anhaltenden Abwärtskanal gefangen, solange sich das Paar unterhalb des Referenzpunktes 25,41 befindet. Allzu hohe Verluste werden derzeit durch das siebenjährige Tief bei 24,76 verhindert.


Erhalten Sie wöchentliche Devisenmarktberichte

Jeden Montag bietet unser Newsletter Trends und Marktinformationen sowie welche wichtigen Ereignisse die Märkte beeinflussen könnten.