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Wöchentliche Marktberichte

Feb 19, 2020 | Devisenmarktanalyse

Globale Themen

 Schwache Konjunkturdaten

EUR

Investorenvertrauen angeschlagen


Einen Tag nach der Veröffentlichung des pessimistischen Wirtschaftsausblicks der Deutschen Bundesbank folgt der zweite Rücksetzer für den Euro. Das gestrige Investorenvertrauen des Mannheimer-Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung stellte den ersten ökonomischen Datenpunkt nach dem Ausbruch des Coronavirus dar und genoss somit einen hohen Stellenwert unter Marktbeobachtern. Zum Leidwesen der Gemeinschaftswährung bestätigt der Indikator die erneut entfachten Rezessionsängste einiger Ökonomen, nachdem der Sub-Index für die zukünftige Konjunkturentwicklung um 18 Zähler auf einen Wert von nur noch 8,7 gefallen war. Der erste Rücksetzer des Indikators nach drei monatlichen Anstiegen in Folge lässt die Anspannungen wachsten und verlagert nun die Aufmerksamkeit auf die Veröffentlichung des deutschen Einkaufsmanagerindizes für das verarbeitende Gewerbe am Freitag.

USD

Risikoaversion stützt den Dollar


Nach einer feiertagsbedingten Pause scheint der US-Dollar nun erneut von der Risikoaversion an den Märkten zu profitieren. Immer mehr Zentralbanken betonen den negativen Einfluss des Coronavirus auf die globale Lieferkette und die Weltwirtschaft, nachdem die Anzahl der durch die Krankheit verstorbenen die 2000-Marke übertrifft. Der Tech-Gigant Apple Inc. blieb diesbezüglich im Fokus des Geschehens, nachdem das US-amerikanische Unternehmen eine Gewinnwarnung aufgrund des Coronavirus ausgeschrieben hatte. Börsianer scheinen somit wieder eine pessimistische Haltung eingenommen zu haben und führen den EUR/USD auf ein erneutes 33-monatiges Tief. Im heutigen Fokus steht die Veröffentlichung des letzten geldpolitischen Treffens der US-amerikanischen Notenbank.

HUF

Inflationsdruck nimmt kein Ende


Das erneut gesunkene deutsche Investorenvertrauen führt über die entfachte Angst einer möglichen Schwächeübertragung auf Zentraleuropa zu Verlusten regionaler Währungen. Dass sich der ungarische Forint in den vergangenen Tagen relativ resistent gegenüber den externen Unsicherheiten zeigte, lag dabei an der neuen „strafferen“ Haltung der Zentralbank. Eine Zinserhöhung in diesem Jahr wird von Ökonomen zwar weiterhin nicht erwartet. Trotzdem scheint die Notenbank im Rahmen der wöchentlichen FX Swaps die Liquidität der eigenen Währung deutlich reduziert zu haben, was sich in der Aufwertung des Forint bemerkbar gemacht hat. Währenddessen erreicht die Inflation in Polen mit einem jährlichen Anstieg von 4,4% ein neues achtjähriges Hoch. In Tschechischen festigt sich die Teuerungsrate auf beachtliche 3,6%, der höchste Stand seit März 2012.

GBP

Daten überzeugen, Fiskalpaket im Fokus


Der britische Arbeitsmarkt trotzt den Konsensus-Prognosen der Ökonomen und Analysten und bleibt auch im vierten Quartal am Wachstumspfad. Gestern veröffentlichte Arbeitsmarktdaten verweisen auf einen Beschäftigungsanstieg von 180 Tausend Stellen in den letzten drei Monaten des vergangenen Jahres. Dies belässt die Arbeitslosenquote auf einem vierzigjährigen Tief von 3,8% und scheint laut Geldmärkten die Wahrscheinlichkeit einer Zinssenkung der Bank of England im März unter die 10%-Marke gedrückt zu haben. Das britische Pfund konnte in den vergangenen Handelstagen ebenfalls von den Vorhaben Boris Johnsons profitieren. Der Premierminister scheint mit dem geplanten fiskalischen Stimuluspaket auf eine Erweiterung der staatlichen Ausgaben zu setzen, um die Ökonomie wieder auf die Beine zu bringen.


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