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Wöchentliche Marktberichte

Feb 18, 2020 | Devisenmarktanalyse

Globale Themen

Vertrauen in China

RMB

Bundesbank sendet Warnsignal


In dem gestern veröffentlichten monatlichen Wirtschaftsbericht warnt die Deutsche Bundesbank vor möglichen Folgen des Corona-Virus und einer nachhaltigen Störung der globalen Lieferkette. Dies könnte sich nachträglich auch in einer Verlangsamung der deutschen Exporte bemerkbar machen und das ohnehin angeschlagene verarbeitende Gewerbe belasten. Sinkende Konsumausgaben und der jüngste Fall der heimischen Investitionen scheinen laut der Zentralbank eine rasche wirtschaftliche Erholung im ersten Quartal des Jahres auszuschließen. Der pessimistische Blick der Bundesbank bleibt ohne unmittelbare Konsequenzen für die Gemeinschaftswährung, welche sich nach der jüngsten Talfahrt nun eine Verschnaufpause gönnt. Den größten Impulsgeber für den heutigen Tag stellt das deutsche ökonomischen Sentiment dar, welches vom Leibniz-Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung veröffentlicht wird.

EUR

Forint erhält unerwartete Unterstützung


Ein ungewöhnliches Bild zeichnete sich am vergangenen Freitag in der zentraleuropäischen Region ab. Nachdem der Forint am Mittwoch noch ein Allzeittief gegenüber dem Euro verzeichnen musste, kämpft sich die ungarische Währung doch noch auf ein fünfwöchiges Hoch. Bedanken kann sich der Forint bei den weiterhin starken Wachstumszahlen der ungarischen Volkswirtschaft, welche trotz leichter Abkühlungserscheinungen einen jährlichen Anstieg von 4,5% im vierten Quartal verzeichnen konnte. Auch die ersten mahnenden Äußerungen der ungarischen Währungshüter bezüglicher des Inflationsniveaus – mit 4,7% auf dem höchsten Stand seit 2012 – scheinen Investoren als erfreute Abwechslung zu der sonst so sturen Lockerungspolitik der Notenbank interpretiert zu haben und lassen den Forint aufwerten. Ohne einen drastischen Richtungswechsel der Notenbank bleibt die Währung insbesondere aufgrund der Unsicherheit bezüglich des Coronavirus anfällig für Verluste, solange das Währungspaar oberhalb 327,90 notiert.

USD

China wirkt dem Virus entgegen


In einem Versuch, die wirtschaftlichen Konsequenzen des Corona-Virus zu mindern, kündigt die chinesische Zentralbank eine Senkung des einjährigen mittelfristigen Zinssatzes auf 3,15% (von 3,25%) an. Finanzinstitutionen erhielten sofort die Möglichkeit, sich Darlehen im Wert von 200 Milliarden Yuan unter den neuen Konditionen zu holen. Der erwartete Ausfall einiger wichtiger chinesischer Branchen soll somit neben steuerlichen Nachlässen auch durch eine aktive Geldpolitik bekämpft werden. Die jüngste Schwäche der chinesischen Währung verschafft sich jedoch fast ausschließlich gegenüber dem US-Dollar Ausdruck. Das Währungspaar EUR/CNH durchbricht aufgrund eines europäischen Schwächeanfalls sogar den dreijährigen Aufwärtstrend und bleibt nun für kurzfristige Bewegungen bis 7,52 anfällig. Da sich die wirtschaftlichen Folgen des Corona-Virus erst in der nächsten Datenwelle zeigen werden, bleibt der kurzfristige Ausblick für die chinesische Währung weiterhin von Unsicherheiten geprägt.


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