Wöchentliche Marktberichte

Feb 04, 2020 | Devisenmarktanalyse

Globale Themen

Positive Industriedaten

USD

PMI – Erste Expansion seit sechs Monaten


Das am 15. Januar unterzeichnete US-China Teilabkommen stößt schon vor dem offiziellen Inkrafttreten auf die erste Hürde. Laut Berichten der Nachrichtenagentur Bloomberg sollen chinesische Offizielle aufgrund des derzeitigen Notstandes einen zumindest kurzfristigen Rücktritt von den im Vertrag vereinbarten Verpflichtungen bei Washington einfordern. Aus den USA gibt es diesbezüglich noch keine Äußerungen, obwohl der Berater des Weißen Hauses, Larry Kudlow, letzte Woche eine Verbindung der krankheitsbedingten Situation und den handelspolitischen Gesprächen verneinte. Beide Themen müssten unabhängig voneinander betrachtet werden. In der Zwischenzeit schwingt der US-Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe zum ersten Mal seit sechs Monaten in den positiven Bereich. Der Index festigt sich von einem vierjährigen Tief bei 47,8 auf einen Wert von 50,9, knapp oberhalb der Expansionslinie von 50. Der Anstieg spiegelt die Entspannung an der Handelsfront wider, könnte sich jedoch als kurzlebig herausstellen, sollte sich die Corona Ausbreitung in die nächsten Monate ziehen.

EUR

Eurozone auf langsamen Erholungskurs


Gestern veröffentlichte Einkaufsmanagerindizes bestätigen den positiven Jahresauftakt der Eurozone, nachdem der Index für das verarbeitende Gewerbe auf ein neunmonatiges Hoch gestiegen ist. Am stärksten an der Erholung beteiligt waren Länder wie Griechenland, Irland und Frankreich, wobei Deutschland trotz eines elfmonatigen Hochs weiterhin das Schlusslicht darstellt. Allzu starke Impulse konnte die Datenlage bei der Gemeinschaftswährung nicht auslösen, zumal der Optimismus aufgrund der Sorgen über die Folgen des Coronavirus die Marktbewegungen dominieren. Trotz der ersichtlichen Datenverbesserung bleibt der Index für die Eurozone mit einem Wert von 47,9 im negativen Bereich.
• EUR/USD bleibt trotz der Aufwertung vor dem Wochenende weiterhin an die Bewegungsspanne zwischen 1,10 und 1,11 gebunden.
• EUR/CHF wertet den dritten Tag infolge ab und scheint nun die 1,0660 ins Visier genommen zu haben. Ein Unterlaufen des Niveaus könnte Potenzial für Bewegungen bis 1,0630 entwickeln, ein potenziell viereinhalbjähriges Tief.

PLN

Marginale Bewegungen vor den Zinsentscheidungen


Wenige Tage vor den Zinsentscheidungen in Polen und Tschechien halten sich die Devisenbewegungen in Grenzen. Der polnische Zloty scheint seit zwei Wochen in einem steilen Abwärtstrend gefangen zu sein, in welchem die Währung 1,5% einbüßen musste. Inzwischen schützt die straffe Haltung der tschechischen Währungshüter die Krone gegenüber der globalen Risikoaversion. Marktteilnehmer erwarten sich bei beiden geldpolitischen Treffen am Mittwoch und Donnerstag ein konstantes Zinsniveau. Nichtsdestotrotz wird das Augenmerk auf der Kommunikation der zukünftigen geldpolitischen Absichten und der Frage liegen, ob die Notenbanken aktiv gegen das erhöhte Inflationsniveau in der Region ankämpfen werden. Fehlende Erwartungen zukünftiger Zinsstraffungen könnten die beiden Währungen vor dem Hintergrund der steigenden Risikoscheue schwächen.

GBP

Startschuss für die UK-EU Handelsgespräche


Auch einen Tag nach dem offiziellen Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union gestaltet sich die Rückkehr zur Normalität schwieriger als gedacht. Ersichtliche Meinungsverschiedenheiten zwischen den Parteien, welche sich bis zum 31. Dezember 2020 auf ein Handelsabkommen einigen müssen, setzen das britische Pfund gegenüber dem US-Dollar unter Druck. Die Bewegungen des Währungspaares EUR/GBP halten sich in Grenzen und sind noch auf den Bereich zwischen 0,84 und 0,85 limitiert. Auch der Anstieg des britischen Einkaufsmanagerindizes für das verarbeitende Gewerbe auf einen Wert von 50,00 hilft der Währung nicht, lässt jedoch auf weitere Zeichen einer ökonomischen Stabilisierung des angeschlagenen Landes deuten.


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