Jetzt starten!

Wöchentliche Marktberichte

Jan 30, 2020 | Devisenmarktanalyse

Globale Themen

Globale Gesundheitssorgen

USD

Zinsentscheidung ohne Überraschungen

Das Treffen der US-amerikanischen Notenbank endet wie zu erwarten war ohne eine Veränderung der eigenen Geldpolitik. Die jüngst positiven Arbeitsmarktdaten auf einer Seite und die schwachen Inflationserwartungen auf der anderen, führen die Federal Reserve dazu, den Leitzinskorridor zwischen 1,5% und 1,75% zu belassen. Die im Oktober letzten Jahres begonnenen Anleihenkäufe will die Notenbank auch im nächsten Quartal weiter fortsetzen. Die einstimmige Entscheidung scheint dabei auf fehlende Meinungsverschiedenheiten innerhalb der Fed zu deuten und führt dementsprechend zu keinen größeren Wechselkursbewegungen. Nichtsdestotrotz sieht Fed-Präsident, Jerome Powell, die Risiken in Bezug auf das Coronvirus nach unten geneigt. Ein nachhaltiges Reiseverbote und mögliche Geschäftsausfälle in China hätten Implikationen für die Weltwirtschaft, so Powell.

• EUR/USD reagiert kaum auf die gestrigen Ereignisse und führt die am Anfang des Jahres eingeleitete Talfahrt weiter fort. Die viermonatige Unterstützung bei 1,0980 scheint fürs Erste jedoch gehalten zu haben. Nach oben hin limitiert 1,1030 weitere Bewegungen bis 1,1070.

EUR

Deutsche Datenlage im Fokus

Zwei Datenveröffentlichungen gab es für die deutsche Volkswirtschaft in dieser Woche schon. Ein wirkliches Fazit lässt sich noch nicht ableitet. Am Montag überraschte das Ifo Geschäftsklima nach einer anscheinenden Bodenbildung in den vergangenen Monaten erneut negativ und fällt von 96,3 auf einen Wert von 95,9. Das gestrige Gfk Verbrauchersentiment scheint diese Schwäche jedoch wett gemacht zu haben, nachdem der Index ein sechsmonatiges Hoch findet. Somit bleibt die Aufmerksamkeit auch weiterhin auf Deutschland gerichtet. Unter anderem erwarten sich Marktteilnehmer bei der heutigen Arbeitslosenquote und der Verbraucherpreise mögliche Neuerkenntnisse, welche bei den morgigen Einzelhandelsumsätzen bestätigt werden könnten. Aufseiten europäischer Wirtschaftsdaten wird das am Freitag veröffentlichte Bruttoinlandsprodukt den Höhepunkt der Woche definieren.

CZK

Tendenzen bleiben unverändert

Allzu spektakuläre Wechselkursbewegungen gab es am gestrigen Tag keine. Wie zu erwarten war haben die Erholungsversuche der EUR/CZK kurz vor der viermonatigen diagonalen Abwärtstrendlinie an Fahrt verloren. Somit bleiben die negativen Tendenzen des Währungspaares erhalten, solange die Barriere bei 25,41 nicht durchstoßen wurde. In der Zwischenzeit konnte sich auch der ungarische Forint ein wenig festigen, nachdem die Währung am Anfang der Woche ein neues Allzeittief gefunden hatte. Obwohl es derzeit so aussieht, als würden Gewinnmitnahmen beim EUR/HUF einen weiteren Vormarsch des Paares verhindert, bleibt der Forint aufgrund der lockeren Haltung der ungarischen Geldpolitik für Verluste bis 340,00 anfällig.

GBP

Enge Entscheidung mit hoher Unsicherheit

Nach einer langen Phase der Spekulation erhalten Marktteilnehmer nun endlich Gewissheit. Nach zwei ereignislosen Zinsentscheidung der europäischen und US-amerikanischen Notenbanken versprechen nun die Währungshüter in England ein wenig Abwechslung. In der wohl knappsten Zinsentscheidung der letzten Monate wird die Bank of England das kurzfristige Schicksal der britischen Währung bestimmen. Geldmärkte setzen die Wahrscheinlichkeit der ersten Zinssenkung in drei Jahren auf 45%. Die Erwartungen einer Lockerung seitens der Notenbank sind innerhalb weniger Wochen von 75% auf 45% gefallen, nachdem britische Daten eine stärker als erwartete Erholung verzeichnen konnten. Unabhängig vom Ergebnis der heutigen Zinsentscheidung sollte die viermonatige Bewegungsspanne zwischen EUR/GBP 0,83 und 0,8650 halten.


Erhalten Sie wöchentliche Devisenmarktberichte

Jeden Montag bietet unser Newsletter Trends und Marktinformationen sowie welche wichtigen Ereignisse die Märkte beeinflussen könnten.