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Jan 20, 2020 | Devisenmarktanalyse

Globale Themen

Schweiz im Fokus

USD

Dollar profitiert von souveränen Daten

Im Laufe der letzten zwei Wochen ist es zu einem spürbaren Rückzug der Unsicherheit an den Märkten gekommen. Vor dem Hintergrund der Entspannung im Nahen Osten und dem zustande gekommenen US-China Teilabkommen scheinen Marktteilnehmer jedoch weiterhin auf den US-Dollar zu setzen. Insbesondere die zuletzt positive Datenlage konnte die impliziten Wahrscheinlichkeiten einer US-amerikanischen Rezession in den nächsten zwölf Monaten reduzieren. So waren es am Freitag veröffentlichte Zahlen zu Bauanfängen von Häusern, welche für Freude gesorgt hatten. Diese steigen im Dezember um 17 Prozent an und verzeichnen so ein neues 13-jähriges Hoch. Aufgrund einer relativ mageren Datenlage bleibt das Augenmerk der Marktteilnehmer auf das Weltwirtschaftsforum in Davos gerichtet.

EUR

Lässt sich die SNB einschüchtern?

Die Veröffentlichung des halbjährigen Berichts des US-Finanzministeriums zur wirtschaftlichen Beziehung der Vereinigten Staaten und der Welt wurde von Marktteilnehmern gefeiert. Nicht zuletzt, weil China nun offiziell nicht mehr auf der Währungsmanipulationsliste zu finden ist. In der Schweiz fiel die Reaktion zum Dokument gemischt aus. Das US-Finanzministerium beschuldigt die schweizerische Notenbank der wettbewerbsbeschädigenden Abwertung der eigenen Währung und setzt das zentraleuropäische Land auf die Liste der Währungsmanipulanten. Da weitere FX-Interventionen diplomatische Konsequenzen mit sich ziehen könnten, spekulieren Marktteilnehmer nun auf eine mögliche Passivität der Notenbank, was den Franken weiter nach oben treibt. Dies macht den EUR/CHF für weitere Verluste bis 1,07 anfällig. Sollte die Schweizer Notenbank jedoch Anzeichen auf eine erneute Bereitschaft zur Intervention von sich geben, bleiben rasche Aufwärtskorrekturen aufgrund der überverkauften Position des Währungspaares nicht auszuschließen.

CZK

Rückzug vom siebenjährigen Hoch

Im zentraleuropäischen Währungsmarkt scheint nach einer euphorischen Woche wieder langsam Ruhe eingekehrt zu sein. Die tschechische Krone zieht sich leicht von dem am Mittwoch gesetzten siebenjährigen Hoch zurück und bleibt nun aufgrund der fehlenden Datenlage von den globalen Geschehnissen dominiert. Und obwohl die kurzfristige Möglichkeit einer Bewegung bis EUR/CZK 25,00 nicht ausgeschlossen werden kann, sehen von Reuters befragte Ökonomen das Währungspaar in drei Monaten im Mittelwert bei 25,50.

• Währenddessen unterliegt der Forint der expansiven Haltung der ungarischen Währungshüter und notiert am geringsten Niveau seit November 2019. Ein Rücksetzer der globalen Risikobereitschaft könnte die ungarische Währung bis ans Allzeittief bei 337,30 führen.

• Datenseitig bleibt der regionale Fokus bei Polen. Neben Arbeitsmarktdaten am Montag und der Industrieproduktion am Dienstag könnte die Veröffentlichung des Bruttoinlandsprodukts am Freitag für neue Impulse sorgen.

GBP

Warnung des Konsumenten

Seit der letzten Woche scheint es einen relativ starken Konsensus an den Märkten bezüglich der nächsten Zinsentscheidung der Bank of England am 30. Januar zu geben. Soweit die Datenlage in den nächsten zwei Wochen keine deutlichen Verbesserungsimpulse von sich gibt, muss das Zinsniveau gelockert werden. Nun fielen am vergangenen Freitag die Einzelhandelsumsätze der momentanen Datenschwäche zum Opfer und verzeichnen im Dezember den fünften monatlichen Fall infolge. Die Zinssenkung der Bank of England wird laut Geldmärkten (Refinitiv) nun zu 70 Prozent eingepreist. Nur eine phänomenale Überraschung bei den dieswöchigen Veröffentlichungen – Arbeitsmarktbericht am Montag und Einkaufsmanagerindizes am Freitag – werden daran was ändern können.


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