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Jan 13, 2020 | Devisenmarktanalyse

Globale Themen

Vorfreude auf den Frieden?

USD

US-China Teilabkommen im Fokus

Laut den jüngsten Veröffentlichungen scheint noch keine Sorge um den US-amerikanischen Arbeitsmarkt zu bestehen, obwohl eine leichte Abkühlung deutlich zu erkennen ist. Die Volkswirtschaft generiert weiterhin neue Arbeitsstellen und die Arbeitslosenquote verweilt mit 3,5 Prozent auf einem 50-jährigen Tief. Inmitten der positiven Daten sind jedoch leichte Schwächeanfälle zu bemerken. Sowohl die durchschnittlichen Durchschnittslöhne, als auch die Anzahl der Arbeitsstunden scheinen sich von den Höhen am Anfang des Jahres 2019 zu lösen. Dies könnte sich in schwächeren Einzelhandelsumsätze abzeichnen.

Mit der geplanten Unterzeichnung des US-China Teilabkommens am Mittwoch verlagert sich der Schwerpunkt wieder auf die handelspolitische Beziehung der beiden Nationen. Und obwohl es so scheint, als wäre das eigentliche Ereignis in den Märkten eingepreist, könnte die dieswöchige Veröffentlichung des Abkommens neue Impulse mit sich bringen. Aufseiten neuer Datenveröffentlichungen erwarten sich Marktteilnehmer Erkenntnisse über den Stand der US-amerikanischen Wirtschaft.

• Dienstag: Inflationszahlen
• Donnerstag: Einzelhandelsumsätze
• Freitag: Industrieproduktion

EUR

Rücksetzer noch ohne Folgen

Der Rücksetzer der letzten Woche scheint noch keine unmittelbaren charttechnischen Konsequenzen für den EUR/USD gehabt zu haben. Um die kurzfristig bullische Perspektive zu erhalten, darf die seit Oktober anhaltende Aufwärtstrendlinie bei 1,1090 jedoch nicht durchbrochen werden. An der Oberseite limitiert der Horizontalwiderstand bei 1,1140 mögliches Potenzial bis 1,1180.

Noch sucht die Gemeinschaftswährung nach positiven Impulsen, wobei sich ein Blick auf die europäische Datenlage nicht gerade als hilfreich herausgestellt hat. Somit bleiben neue Veröffentlichungen für diese Woche von Bedeutung und könnten sich neben den handelspolitischen Neuigkeiten als kurzfristige Katalysatoren für das Währungspaar herausstellen.

• Mittwoch: Deutsches Bruttoinlandsprodukt und europäische Industrieproduktion
• Freitag: Europäisches Inflationsniveau

RMB

Inflationsdaten und China als Treiber

Chinesische Wirtschaftsdaten haben in den letzten Monaten signifikantes Potenzial gezeigt, Währungen in Zentraleuropa zu beeinflussen. Vor diesem Vordergrund werden die Veröffentlichungen der Industrieproduktion und des Bruttoinlandsprodukts am Freitag erhebliche Aufmerksamkeit genießen. Aufseiten heimischer Datenveröffentlichungen liegt der Fokus auf den Inflationsniveaus. Die erhöhte Teuerungsrate in der Region hält die Zentralbanken von möglichen Zinslockerungen ab. Jegliche Zeichen einer Abkühlung könnten als negativ für die Währungen gewertet werden.

• Montag – Inflationsniveau in Tschechien
• Dienstag – Inflationsniveau in Ungarn
• Donnerstag – Inflationsniveau in Polen

EZB

Zentralbanken melden sich zu Wort

Fehlende Erwartungen eines geldpolitischen Kurswechsels der EZB und Fed verlagern den Fokus auf die Währungshüter in den Schwellenländern. In dieser Woche warten Marktteilnehmer gespannt auf Zinsentscheidungen in der Türkei und Südafrika am Donnerstag und Südkorea am Freitag.

Und obwohl die südafrikanische Volkswirtschaft im dritten Quartal 2019 eine Kontraktion von 0,6 Prozent verzeichnen musste, halten Ökonomen eine Zinssenkung in der Türkei für wahrscheinlicher. Insbesondere die politische Agenda des türkischen Präsidenten und das Versprechen einer wirtschaftlichen Erholung des Landes scheinen dabei eine Rolle zu spielen. Ob Erdogans Wunsch eines einstelligen Zinssatzes in diesem Jahr in Erfüllung geht, bleibt zu hinterfragen. Insbesondere da das derzeitige Zinsniveau (12 Prozent) benötigt wird, um Investitionen im Land zu behalten.


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