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Wöchentliche Marktberichte

Jan 09, 2020 | Devisenmarktanalyse

Globale Themen

Trump meldet sich zu Wort

USD

Privater Arbeitsmarktbericht solide

Das Jobwachstum hält auch im Dezember weiter an. Dies geht aus dem gestern veröffentlichten privaten ADP Arbeitsmarktbericht hervor, in welchem das monatliche Wachstum auf 202 Tausend geschätzt wurde. Aufgrund einer fehlenden Datenlage am heutigen Handelstag wird der Fokus am Freitag erneut am US-Arbeitsmarkt liegen. Die Veröffentlichung der offiziellen staatlichen Statistik zum Jobwachstum wird um 14:30 veröffentlicht werden und stellt einen der wichtigsten monatlichen Datenpunkte dar.

EUR

Deutsche Auftragseingänge enttäuschen

Der Jahresauftakt gestaltet sich für die europäische Gemeinschaftswährung schwieriger als gedacht. Am gestrigen Handelstag veröffentlichte Auftragseingänge aus Deutschland zeigen einen erneuten Schwächeanfang der Industrie, nachdem die Aufträge im November auf Monatsbasis um 1,3 Prozent gesunken waren. Deutschland bleibt auch heute weiterhin im Fokus der Marktteilnehmer. Die Veröffentlichung der Industrieproduktion der größten Volkswirtschaft der Eurozone steht heute an und könnte den Abverkauf des Euro mindern oder verstärken.

• Noch hält sich der EUR/USD oberhalb der psychologischen Unterstützung bei 1,11. Ein Unterlaufen könnte Potenzial für Bewegungen bis 1,1050 entfalten.

• In der Zwischenzeit hält die Stärke des Schweizer Franken weiter an und treibt den EUR/CHF auf neue Tiefstände. Das Währungspaar notierte zum ersten Mal seit Mai 2017 unterhalb des Niveaus 1,08.

PLN CZK

Konstante Zinsen für 2020?

Regionale Investoren scheinen die kurzfristigen Schlagzeilen rund um die US-Iran Krise weitgehend ignoriert zu haben und treiben die Nachfrage nach Währungen in Zentraleuropa erneut nach oben. Marktteilnehmer interpretieren die zuletzt schwachen Datenveröffentlichungen in der Region noch als keinen signifikanten Grund für mögliche Zinssenkungen. Auch das deutlich erhöhte Inflationsniveau lässt kurzfristige Zinslockerungen nicht zu. Somit könnte sich die erste Hälfte des Jahres ohne geldpolitische Richtungswechsel auszeichnen.

• Polen: Die Währungshüter belassen das Zinsniveau am Rekordtief von 1,5 Prozent und schenken dem Inflationsniveau, derzeit auf einem siebenjährigen Hoch, wenig Aufmerksamkeit.

• Tschechien: Kurzfristig können weitere Verluste der EUR/CZK mit Potenzial bis 25,12 nicht ausgeschlossen werden.

CAD

Höherer Ölpreis hilft gegen kurzfristige Datenschwäche

In Zeiten der geopolitischen Anspannung rücken ölabhängige Währungen wie der kanadische Dollar besonders in den Vordergrund. Der kurzfristige Anstieg des Rohstoffs verschärfte den seit März 2018 anhaltenden Abwärtstrend des EUR/CAD, welcher seit Anfang 2019 mehr als sieben Prozent einbüßen musste. Datenseitig macht sich jedoch auch bei der sonst so soliden kanadischen Volkswirtschaft Schwäche breit. Gestern veröffentlichte Exporte zeigen einen Fall von 1,4 Prozent im November und auch der am Freitag erwartete kanadische Arbeitsmarktbericht scheint auf eine Verlangsamung zu deuten.

• Derzeit setzt die kanadische Notenbank noch auf einen konstanten Zinspfad. Eine nachhaltige Datenschwäche könnte jedoch einen geldpolitischen Richtungswechsel mit sich bringen. Der EUR/CAD bleibt inzwischen gefährlich nahe an der 33-monatigen Unterstützungslinie bei 1,4420.


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