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Wöchentliche Marktberichte

Jan 07, 2020 | Devisenmarktanalyse

Globale Themen

Angst vor einer Eskalation

USD

Anspannungen im Nahen Osten dominieren das Geschehen

Das neue Jahr nimmt geopolitisch keinen positiven Anfang. Über das Wochenende verkündete die iranische Regierung den Rückzug aus dem Nuklearabkommen, welches das Land von der Urananreicherung und dem Bau einer Atomwaffe abgehalten hatte. Und auch das Parlament im Irak zieht nun einen Schlussstrich und fordert den kompletten Abzug der ausländischen Truppen im Land, inklusive der mehr als fünf Tausend im Irak stationierten US-amerikanischen Soldaten.

• Die Flucht in US-amerikanische Staatsanleihen und der konsequente Fall der Renditen lässt den US-Dollar minimal schwächer zurück, wobei sichere Währungen wie der Schweizer Franken und der japanische Yen aufwerten.
• Rohstoffgebundene Währungen wie der mexikanische Pesos, der kanadische Dollar und die norwegische Krone können vom Ölanstieg profitieren und werten gegenüber dem Euro leicht auf.

EUR

Europäisches Investorenvertrauen auf einjährigem Hoch

Inmitten der geopolitischen Anspannungen sind es unerwartet positive Konjunkturdaten aus der Eurozone, welche die Gemeinschaftswährung wieder über die 1,1180-Marke gegenüber dem US-Dollar aufwerten lassen. Die Anspannungen am Persischen Golf scheinen europäische Investoren kalt gelassen zu lassen, da das gestern veröffentlichte Sentix Investorenvertrauen auf ein mehr als einjähriges Hoch steigt. Auch der deutsche Einkaufsmanagerindex kämpft sich im Dezember mit einem Wert von 50,2 wieder in den positiven Bereich und lässt trotz anhaltender Rezession im verarbeitenden Gewerbe auf eine Erholung der Wirtschaftsaktivität hoffen.

• Positive Signale der heute veröffentlichten europäischen Inflation und der Einzelhandelsumsätze könnten den Euro trotz des Risk-off Sentiments über Wasser halten.
• Der datenseitige Höhepunkt bleibt jedoch die Veröffentlichung des US-Einkaufsmanagerindizes für den Dienstleistungssektor, welcher als Leitindikator für den am Freitag veröffentlichten US-Arbeitsmarktbericht dienen wird.


HUF PLN CZK

Zentraleuropäische Währungen werten auf

Die zuletzt gesehene Kapitalverlagerung in sichere Anlagen scheint fürs Erste keinen negativen Einfluss auf die Währungen der zentraleuropäischen Region gehabt zu haben. Insbesondere in Polen und der Tschechischen Republik erhalten die heimischen Währungen erheblichen Rückenwind durch die Zentralbanken, welche sich weiterhin gegen die globale geldpolitische Lockerung sträuben.

• Die tschechische Krone findet mit der gestrigen Aufwertung ein neues 16-monatiges Hoch (EURCZK 25,326) und bleibt aufgrund der starken Abweichung von den historischen Durchschnittswerten für Abverkäufe anfällig.
• Auch gegenüber dem polnischen Zloty muss der Euro Verluste einstecken und fällt bei einem Kurs von EUR/PLN 4,2340 auf ein 14-monatiges Tief.

CNH

Chinesischer Yuan wertet ab, Handelsabkommen im Fokus

Obwohl die weitere Diskussion um die angekündigte Unterzeichnung des US-China Teilabkommens von Marktteilnehmern fürs Erste beiseitegelegt wurde, bleiben die fehlenden Einzelheiten zum Abkommen eine Quelle der Unsicherheit für den chinesischen Yuan. Erwartungen bezüglich eines breit angelegten „Phase 2“- Abkommens bleiben somit gering und könnten der chinesischen Währung trotz der Unterzeichnung des Teilabkommens, welches für den 15. Januar angesetzt ist, jegliches positive Momentum entziehen.

• Der EUR/CNH bildet seit August 2019 eine charttechnische Dreieckformation, welche die kurzfristigen Bewegungen des Währungspaares auf den Bereich zwischen 7,72 und 7,82 beschränkt.


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