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Wöchentliche Marktberichte

Dez 19, 2019 | Devisenmarktanalyse

Globale Themen

Trump kämpft an zwei Fronten

USD

EUR USD (1,1130)
Nach den handelspolitischen Siegen mit China und Mexiko richtet Donald Trump seine Blicke nun auf die Europäische Union. Aufgrund der laut eigenen Aussagen unausgeglichenen Beziehung zwischen den beiden Volkswirtschaften ziehen die US-Handelsbeauftragten neue Zölle gegen die Union in Erwägung. Französische Luxusgüter wie Champagne und Handtaschen sind dabei ganz oben auf der Liste des US-amerikanischen Präsidenten. Insbesondere aufgrund des Vorhabens Frankreichs, die US-Tech Giganten wie Google und Facebook mit einem neuen Steuersatz zu belasten. Inmitten dieser handelspolitischen Auseinandersetzungen kämpft Trump erneut an der heimischen Front weiter. Als dritter Präsident in der US-amerikanischen Geschichte muss sich Trump im Rahmen des Amtsenthebungsprozesses dem Senat stellen. Und auch wenn von keiner Verurteilung ausgegangen wird, bleibt es ein historischer Augenblick.

Aufseiten neuer Datenveröffentlichungen bestätigt die solide Industrieproduktion die Lockerungspause der US-amerikanischen Notenbank. Auch das deutsche Geschäftsklima verzeichnen eine kleine Aufhellung und deutet auf eine Bodenbildung der heimischen Industrie hin. Dies hat jedoch nicht gereicht, um den Euro über die Barriere 1,1150 zu bringen. Im Verlauf des gestrigen Rücksetzers bleibt die Unterstützung bei 1,11 jedoch aufrechterhalten.

CHF

EUR CHF (1,0910)
Seit einiger Zeit schon scheinen die politischen Berater von Donald Trump ein Auge auf die Europäische Union geworfen zu haben. Mit den jüngsten Drohungen möglicher US-Zölle auf französische Importe verlagert sich der globale Handelsstreit somit erneut auf den Disput zwischen Brüssel und Paris. In Verbindung mit der recht leblosen Bewegung an den Devisenmärkten muss der Euro den zweiten Tag infolge Verluste einstecken und kommt der zweimonatigen Aufwärtstrendlinie bei 1,0890 gefährlich nahe.

GBP

EUR GBP (0,8490)
Ganz so einfach war es dann nicht. Nach der ersten Euphorie über den mehrheitlichen Sieg der konservativen Partei bei den parlamentarischen Wahlen in der vergangenen Woche kehrt wieder die Skepsis ein. Boris Johnson will nun ein Gesetzt verabschieden, welches die Verlängerung der Übergangsphase gesetzlich ausschließen würde. Dies bringt das No-Deal Szenario wieder in den Raum der Möglichkeiten und lässt das Pfund schwächer zurück. Nun erhoffen sich Marktteilnehmer Neuigkeiten in Sachen Brexit von der britischen Notenbank, welche sich heute zu Wort meldet.

PLN

EUR PLN (4,2650)
Die gestrigen Marktbewegungen waren durch ein leichtes Risk-off Sentiment der Investoren geprägt, welches minimale Abwärtsbewegungen in der Region eingeleitet hatte. Sollte der EURPLN die kurzfristige Barriere bei 4,28 durchstoßen, scheinen Bewegungen bis 4,30 nicht auszuschließen.

HUF

EUR HUF  (330,80)
Wie angekündigt schafft es der ungarische Forint nicht, die Euro-Unterstützung bei 327,90 zu durchbrechen. An der genannten Schwellgrenze prallt das zentraleuropäische Währungspaar leicht ab und befindet sich nun wieder in Richtung 332,00.

CZK

EUR CZK  (25,480)
Die tschechischen Währungshüter bleiben auch weiterhin die wohl einzigen Falken in den Reihen der expansiv ausgerichteten globalen Zentralbanken. Die Aversion gegen eine Zinssenkung gab der tschechischen Krone in den letzten Monaten deutlichen Rückenwind und brachte die Währung auf ein mehr als fünfmonatiges Hoch. Und obwohl es die Krone am gestrigen Handelstag nicht schafft, die 20-monatige Unterstützung bei 25,41 zu durchbrechen, könnte die straffe Haltung der eigenen Notenbank mögliche Verluste der Währung limitieren.


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