Wöchentliche Marktberichte

Dez 18, 2019 | Devisenmarktanalyse

Globale Themen

Johnson lässt nicht locker

USD

EUR USD (1,1135)
Fehlende Einzelheiten über das verkündete US-China Teilabkommen und die Fortsetzung des Brexit-Dramas bereiten Marktteilnehmern Kopfzerbrechen. Aufseiten neuer Veröffentlichungen gestaltete sich der gestrige Handelstag relativ uninteressant, da der datenseitige Höhepunkt erst am Freitag erreicht wird. Kurz vor dem Wochenende werden neben dem europäischen Konsumentenvertrauen auch die US-amerikanische Inflation und das Bruttoinlandsprodukt folgen.

Das global bedeutendste Währungspaar verzeichnet beim gestrigen Handel eine erneute Aufwertung und befindet sich nun an einem kritischen Schwellenwert. Eine Fortsetzung der positiven Dynamik könnte nun bei den Barrieren zwischen 1,1150 und 1,1180 deutlich unter Druck geraten. Innerhalb dieser geringen Bewegungsspanne befinden sich mehrere technische Barrieren, welche das Momentum hemmen. Umso wichtiger wird die heutige Veröffentlichung des Ifo Geschäftsklimas in Deutschland und die Rede der EZB-Präsidentin sein. Eine erneute Datenschwäche könnte den Euro zum Fallen bringen und für Rücksetzer bis 1,11 sorgen.

CHF

EUR CHF (1,0920)
Die Aufwärtsbewegung des Währungspaares konnte auch am gestrigen Handelstag kein wirkliches Momentum aufbauen. Die derzeitige Seitwärtskonsolidierung könnte anhalten, bis neue Einzelheiten des Teilabkommens zwischen China und den USA verkündet werden. Die Unterstützung bei 1,0890 darf im Verlaufe der Konsolidierung jedoch nicht unterlaufen werden.

GBP

EUR GBP (0,8490)
Boris Johnson will ein Gesetzt verabschieden, welches die Verlängerung der Übergangsphase gesetzlich ausschließen würde. Laut dem Premierminister hätten Großbritannien und die Europäische Union nach dem geplanten Austritt am 31. Januar  nur noch elf Monate, um ein Handelsabkommen zu unterzeichnen. Politische Experten und europäische Offizielle äußern sich skeptisch über die geplante Gesprächsdauer und lassen das britische Pfund wieder deutlich nach unten fallen.

PLN

EUR PLN (4,2590)
Die polnische Teuerungsrate erreicht im November mit einem Anstieg von 2,6 Prozent ein siebenjähriges Hoch. Dies wird die Währungshüter wohl von einer Zinssenkung in näherer Zukunft abhalten, obwohl die wirtschaftliche Verlangsamung in Polen eine solche Maßnahme rechtfertigen würde. Mittelfristig könnte das konstante Zinsniveau dem Zloty vor dem Hintergrund global fallender Zinssätze zugutekommen, solange der Inflationsanstieg ein baldiges Ende findet.

HUF

EUR HUF  (330,30)
Die ungarischen Währungshüter bleiben ihrer expansiven geldpolitischen Haltung treu und belassen den Leitzinssatz bei den gewohnten 0,9 Prozent. Der Forint bleibt somit für nachhaltige Verluste anfällig, solange sich das Währungspaar oberhalb der mehrmonatigen Unterstützung bei 327,90 befindet.

CZK

EUR CZK  (25,420)
Einen Tag vor der tschechischen Zinsentscheidung verweilt das zentraleuropäische Währungspaar knapp oberhalb der 20-monatigen Unterstützung bei 25,41. Das kurzfristige Schicksal der Krone fällt nun in die Hände der Notenbank, welche eine mögliche Bestätigung der zukünftigen Straffungsvorhaben geben könnte. Eine Betonung der momentanen Risiken würden Marktteilnehmer als leicht expansiv werten und sich zugunsten des Euro neu positionieren.


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