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Wöchentliche Marktberichte

Dez 17, 2019 | Devisenmarktanalyse

Globale Themen

Rekordjagd wird fortgesetzt

USD

EUR USD (1,1140)
Die drei größten globalen Unsicherheiten scheinen sich langsam aufzulösen und treiben Aktienmärkte auf Allzeithöhen. Marktteilnehmer bejubeln die verkündete Teileinigung zwischen den USA und China und stürmen wie auch im Verlauf des gesamten Jahres in die weltweiten Finanzmärkte. Sowohl der breitere europäische Aktienmarkt (Stoxx 600), als auch das US-amerikanische Pendant (SP500) verzeichnen am gestrigen Handelstag neue Rekordhöhen. Auch die gestern veröffentlichte chinesische Industrieproduktion überrascht positiv und verdrängt fürs Erste die Sorgen um die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt.

Dass die Gemeinschaftswährung von diesen Höhenflügen nur mäßig profitieren konnte, lag an den weiterhin schwachen Industriedaten. Dabei verzeichnet der gestern veröffentlichte Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe eine Abschwächung, nachdem sich der Indikator zwei Monate infolge festigen konnte. Der Euro zieht nichtsdestotrotz aufgrund der Dollar-Schwäche leicht an, schafft es jedoch nicht, die Barriere bei 1,1170 signifikant zu durchbrechen. Denn obwohl Spekulanten ihre Netto-Positionen zugunsten des Dollar am US-amerikanischen Termingeschäftemarkt die fünfte Woche infolge reduzieren, scheint der Euro noch keine eigenen Katalysatoren zu besitzen, um eine Rally jenseits der 1,12 zu rechtfertigen.

CHF

EUR CHF (1,0950)
Das positive Marktsentiment konnte sich in den letzten Wochen nur minimalen Ausdruck im EURCHF verschaffen. Trotz der zuletzt leichten Aufwertung bleiben allzu große Erholungen aus. Somit befindet sich das Währungspaar weiterhin nur knapp 1,50 Prozent über dem im September gesetzten 22-monatigen Tief. An der Oberseite würde erst ein Ausbruch jenseits der 1,1080 einen möglichen Trendwechsel signalisieren.

GBP

EUR GBP (0,8390)
Das britische Pfund legt vorerst eine Verschnaufpause ein, nachdem sich die Währung in den letzten vier Monaten um mehr als zehn Prozent gegenüber dem Euro festigen konnte. Da die Unsicherheiten in Sachen Brexit nun jedoch  wieder in den Hintergrund rücken, spielt die britische Datenlage eine zunehmend wichtigere Rolle. Diese bleibt zum Leid des Pfunds weiterhin alles andere als souverän und treibt die Währung wieder über das Niveau 0,83.

PLN

EUR PLN (4,2600)
Die positive Nachrichtenwelle aus China treiben Währungen in Zentraleuropa nach oben. Dabei durchbricht der Zloty die Unterstützung bei 4,25 und nimmt nun das mehr als viermonatige Tief des Währungspaares ins Visier.

HUF

EUR HUF  (328,80)
Die Zentralbank scheint laut zwei Quellen eine Erweiterung des Kaufprogramms von Unternehmensanleihen in Erwägung zu ziehen. Die expansiven Vorhaben der Währungshüter werden jedoch zur Gänze von dem positiven Risikosentiment überschattet, welches den Forint nach oben treibt. Die dreimonatige Unterstützung bei 327,90 schützt den Euro noch vor weiteren Verlusten. Bei der heutigen ungarischen Zinsentscheidung werden keine geldpolitischen Änderungen erwartet.

CZK

EUR CZK  (25,450)
Die tschechische Krone löst sich aus der zweimonatigen Bewegungsspanne und durchbricht die Unterstützung bei 25,47. Sollten die Währungshüter bei der Zinsentscheidung am Mittwoch an ihrer straffen Geldpolitik festhalten, könnte das Währungspaar die 20-monatige Unterstützung bei 25,41 unterlaufen. Ein Zurückprallen an dieser Schwellgrenze könnte auf der anderen Seite zu leichten Erholungen der Gemeinschaftswährung in Richtung 25,50 führen.


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