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Wöchentliche Marktberichte

Dez 13, 2019 | Devisenmarktanalyse

Globale Themen

Weihnachtsstimmung an den Märkten

USD

EUR USD (1,1165)

Es ist nicht das erste Mal in diesem Jahr, dass der US-amerikanische Präsident einen Kaufrausch an den globalen Finanzmärkten entfacht. Am späten gestrigen Handelsabend äußerte sich Donald Trump über die positiven Gesprächsfortschritte mit China und signalisiert somit ein mögliches Zustandekommen des im Oktober angekündigten US-China Teilabkommens. Das über den Internetnachrichtendienst Twitter verkündete Kommentar bot Marktteilnehmern in Verbindung mit der weiterhin expansiven Europäischen Zentralbank und dem marktfreundlichen Ergebnis bei den britischen Wahlen eine willkommene Ausrede, um die Bullen wieder freizulassen. Unmittelbare Wechselkursbewegungen bleiben nach der EZB-Zinsentscheidung aus. Ein nachhaltiges Fazit bleibt uns jedoch erhalten: Die Tiefzinspolitik wird aufgrund der derzeit geringen Inflationserwartungen weiterhin bestehen bleiben. Das angekündigte Ergebnis der Überprüfung der eigenen Geldpolitik wird es wohl erst gegen Ende des nächsten Jahres geben.

Der Euro befindet sich nun an einem kritischen Schwellenpunkt. Einen kurzen Augenblick kommt die Gemeinschaftswährung in den Genuss der 1,12, bevor ein leichter Abverkauf die Währung wieder an die 1,1160 zurückdrängt. Ein nachhaltiger Durchbruch der Barrieren 1,1180 und der 1,12 (50-wöchiger gleitender Durchschnitt) würde dabei signifikante bullische Signale liefern. An der Unterseite dienen 1,1150 und 1,11 als Unterstützungen bei möglichen Verlusten.

GBP

EUR GBP (0,8315)

Ein klares Ja zum Brexit. Nach mehr als drei festgefahrenen Jahren holen sich Boris Johnsons Konservative die absolute Mehrheit im britischen Unterhaus. Dies gibt der Partei nun das machtvolle Mandat, den von Johnson langersehnten Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union zu vollbringen. An den Devisenmärkten wurde das verkündete Ergebnis lautstark bejubelt. Das Pfund wertet infolgedessen auf ein mehr als dreijähriges Hoch auf und unterläuft kurzfristig die Unterstützung bei 0,83.

CHF

EUR CHF (1,1000)

Fundamentale Änderungen wird es bei der schweizerischen Geldpolitik in der nächsten Zeit nicht geben. Die Währungshüter belassen das Zinsniveau wie gewohnt bei minus 0,75 Prozent und betonen die weiterhin bestehenden globalen Risiken, welche die Nachfrage nach dem Franken untermauern. Solange es zu keiner Entspannung an der Handelsfront und einer nachhaltigen Erholung der Weltwirtschaft kommt, bleibt das niedrigste Zinsniveau der Welt wohl weiterhin aufrechterhalten.

PLN

EUR PLN (4,2860)

Dem zentraleuropäischen Währungspaar scheint weiterhin eine klare Richtung zu fehlen. Marktteilnehmer scheinen trotz der gestrigen positiven Kommentare von Donald Trump noch nicht ganz von der Risikofreude gepackt worden zu sein. Neue Entwicklungen könnten sich erst bei einem Durchbruch der engen Bewegungsspanne zwischen 4,27 und 4,30 eröffnen.

HUF

EUR HUF (329,35)

Marktteilnehmer müssen noch eine Weile auf regionale Impulsgeber warten, welche erst in der nächsten Woche vorgesehen sind. Der Forint konnte inzwischen von der Bestätigung der lockeren Geldpolitik in der Eurozone profitieren und wertet auf ein einmonatiges Hoch gegenüber dem Euro auf. Im Verlauf der Erholungsversuch der ungarischen Währung durchbricht das Währungspaar die seit März 2019 anhaltende Aufwärtstrendlinie. Nun könnte der Weg für Bewegungen bis 327,90 geebnet werden.

CZK

EUR CZK (25,520)

Die Krone bleibt relativ unbeeindruckt von den gestrigen Marktgeschehnissen und verharrt in dem knapp zweimonatigen Bewegungsbereich zwischen 25,48 und 25,60.


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