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Wöchentliche Marktberichte

Dez 11, 2019 | Devisenmarktanalyse

Globale Themen

Fed – Bestätigung der neutralen Haltung? 

USD

EUR USD (1,1090)
Hoffnungen einer möglichen Bodenbildung der europäischen Wirtschaftsaktivität machen sich breit. Das Jahr 2019 war keine allzu positive Periode für die globale Volkswirtschaft, welche laut Prognosen des Internationalen Währungsfonds das geringste Wachstum der letzten 10 Jahre verzeichnen wird. Nun scheinen sich jedoch erste Zeichen einer Erholung bemerkbar zu machen. Sowohl der am Montag veröffentlichte europäische Sentix-Konjunkturindex als auch der deutsche Konjunkturausblick verzeichnen Verbesserungen. Nach langer Zeit hebt sich der vom Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung veröffentlichte Indikator zurück in den positiven Bereich und verweilt nun auf dem höchsten Stand seit Februar 2018. Zu früh dürfen sich europäische Investoren noch nicht freuen. Insbesondere die deutsche Industrie verbucht weiterhin schwache Zahlen und dämpft jegliche frühzeitigen Neupositionierungen zugunsten des Euro.

Den Anfang unter den hochkarätigen Risikoereignissen dieser Woche macht die US-Notenbank. Marktteilnehmer erwarten sich zwar keine Veränderung des derzeitigen Leitzinskorridors zwischen 1,50 und 1,75 Prozent. Neue Erkenntnisse bezüglich der Anspannungen am heimischen Geldmarkt und der erneuten Anleihenkäufe bleiben jedoch hochrelevant. Der EURUSD konnte sich inzwischen souverän von der Unterstützung 1,10 hochkämpfen und scheint nun wiederholt das Niveau um 1,11 anzusteuern. Im Falle möglicher Rücksetzer bietet die Schwelle um 1,1060 leichte Unterstützung (50-tägiger gleitender Durchschnitt).

GBP

EUR GBP (0,8440)
Wechselkursentwicklungen des britischen Pfunds bleiben von den Schlagzeilen bezüglich der am Donnerstag stattfindenden parlamentarischen Wahlen dominiert. Diese seit einigen Wochen anhaltende Irrelevanz der Datenlage konnte das Pfund vor den zuletzt enttäuschenden Veröffentlichungen schützen und treibt die Währung angesichts des erwarteten Sieges der Konservativen Partei nach oben. Jegliche Abweichungen einer parlamentarischen Mehrheit der Tories rund um Boris Johnson könnten zu Schwächeanfällen des Pfunds führen, welches am Montag bei 0,84 ein neues 30-monatiges Hoch gegenüber dem Euro finden konnte.

CHF

EUR CHF (1,0920)
Die Gerüchte um eine mögliche Absage der angesetzten US-Zollerhöhung am 15. Dezember sind noch nicht ganz zu den Devisenmärkten durchgesickert. Zumindest bleibt die sonst so positive Kapitalverlagerung in risikoreiche Währungen aus. Der Schweizer Franken schafft es sogar, den dritten Tag infolge aufzuwerten und findet ein mehr als zweiwöchiges Hoch bei 1,0920. Nachhaltige Erholungen des Euro bleiben somit von einer ebenso nachhaltigen Entspannung an der US-China Handelsfront abhängig.

PLN

EUR PLN (4,2910)
Der Zloty spielt angesichts der fehlenden Datenlage in dieser Woche nur eine nebensächliche Rolle. Die fehlende Bereitschaft der Marktteilnehmer signifikante Positionen am Devisenmarkt einzugehen verhindert einen Ausbruch aus der momentanen Bewegungsspanne zwischen 4,27 und 4,30.

HUF

EUR HUF (331,00)
Die ungarische Teuerungsrate nimmt im November an Fahrt auf und überschießt die von der Zentralbank angezielte 3-Prozent-Marke. Mit einem jährlichen Inflationsanstieg von 3,4 Prozent und einem seit 2016 konstanten Zinsniveau bleibt der Forint aufgrund der negativen Realzinsen weiterhin unattraktiv. Dies würde sich nur mit einem Haltungswechsel der expansiven ungarischen Zentralbank ändern.

CZK

EUR CZK (25,530)
Der in der zentraleuropäischen Region markante Inflationsdruck kehrt nach einer kurzen Pause auch in der Tschechischen Republik wieder ein. Der gestern veröffentlichte Verbraucherpreisindex verzeichnet einen jährlichen Anstieg von 3,1% und findet im November somit ein neues siebenjähriges Hoch. Dies wird jegliche Debatten einer Zinssenkung in Tschechien zumindest fürs Erste vom Tisch nehmen.


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