Wöchentliche Marktberichte

Dez 02, 2019 | Devisenmarktanalyse

Globale Themen

Wochenausblick

USD

EUR USD (1,1015)
Zum wöchentlichen Handelsbeginn sind alle Augen nach China gerichtet.   Eine Woche nach der parlamentarischen Bestätigung des US-amerikanischen Gesetzes zur Autonomie Hongkongs warten Marktteilnehmer immer noch gespannt auf die Antwort Chinas. Die neuerlichen US-China Handelsfortschritte könnten mit der Meinungsdifferenz in Sachen Hongkong ins Wanken geraten. Trotz chinesischer Proteste unterzeichnet der US-amerikanische Präsident nämlich das ihm vorgelegte Gesetz, welches die Menschenrechte im Kleinstaat stärken und die seit Monaten anhaltende Demokratie-Bewegung untermauern sollte. Angesichts der bevorstehenden US-Präsidentschaftswahl und dem heimischen Druck wird Trump wohl Kompromisse eingehen müssen. Auf der anderen Seite dürfte der chinesische Staatschef zwar keine Angst vor einer demokratischen Wahl haben, bleibt vor dem Hintergrund des schwächsten Wirtschaftswachstums Chinas seit mehr als 35 Jahren nichtsdestotrotz angespannt. Sollte es zu keiner Fortsetzung des Waffenstillstandes kommen, bleibt eine US-Zollerhöhung am 15. Dezember die logische Konsequenz. Die zuletzt abgeschwächte Bewegung der sicheren Währungen (Japanischer Yen, Schweizer Franken) scheint jedoch zu signalisieren, dass Marktteilnehmer keinen Abbruch der Gespräche voraussehen.

Die Unruhe an den globalen Finanzmärkten manifestiert sich in keiner erhöhten Volatilität an den Devisenmärkten. Insbesondere die Bewegung der letzten fünf Tage stellt mit einer wöchentlichen Spanne von 0,38 Prozent die geringe Volatilität seit der Gründung des Euro dar. Diese Woche verspricht mit den Veröffentlichungen der heutigen Einkaufsmanagerindizes und dem US-amerikanischen Arbeitsmarktbericht deutlich mehr als die letzte. Auch die Treffen der Nato und OPEC-Mitglieder am Dienstag und Donnerstag könnten für eine erhöhte Volatilität sorgen. Und obwohl die kurzfristige Tendenz weiterhin zuungunsten des Euro gerichtet ist, bleiben Bewegungen oberhalb der Unterstützung bei 1,10 positiv zu werten. Ein Unterlaufen dieses Niveaus könnte zu Potenzial bis 1,0965 führen.

CHF

EUR CHF (1,1015)
Die mögliche Reeskalation an der Handelsfront scheint dem Euro letzten Freitag nicht geschadet zu haben. Die Gemeinschaftswährung verzeichnet somit die zweite wöchentliche Aufwertung infolge und bleibt nun zentral um den Bewegungskorridor zwischen 1,0970 und 1,1050 positioniert. Die europäische Inflation konnte im November einer weiteren Abkühlung entkommen, bleibt mit einem jährlichen Anstieg von einem Prozent weiterhin deutlich unter der 2-Prozent-Marke der EZB.

GBP

EUR GBP (0,8530)
Die für den 12. Dezember angesetzten Neuwahlen in Großbritannien rücken immer näher. Neu veröffentlichte Umfragen scheinen dabei die größte Mehrheit der konservativen Partei seit 1987 zu prognostizieren. Vor diesem Hintergrund konnte sich das Pfund in der letzten Woche wieder deutlich festigen und wertet auf ein sechsmonatiges Hoch auf. Marktteilnehmer warten nun auf neue Schlagzeilen, wobei an der Handelsfront keine signifikanten Veröffentlichungen anstehen.

PLN

EUR PLN (4,3110)
Die polnische Teuerungsrate verzeichnet im November einen jährlichen Anstieg von 2,6 Prozent und bestätigt den weiterhin anhaltenden Inflationsdruck in Polen. Dies könnte die Währungshüter am Mittwoch von möglichen Überlegungen einer Zinssenkung fernhalten und treibt den Zloty kurz vor der Zinsentscheidung leicht nach oben. Die Stärkung am Freitag konnte die vierte wöchentliche Abwertung infolge jedoch nicht verhindern und somit bleibt die zentraleuropäische Währung für Verluste anfällig, solange sich das Paar oberhalb der 4,30-Marke befindet.

HUF

EUR HUF  (334,60)
Trotz erreichen eines neuen Allzeittiefs fängt sich der Forint gegen Ende der letzten Woche wieder. Das am Freitag bestätigte fünfprozentige Wachstum der zentraleuropäischen Volkswirtschaft im dritten Quartal (auf Jahresbasis) treibt die Währung leicht nach oben. Der Forint könnte jedoch weiterhin die schwächste Währung der Region bleiben, solange die Zentralbank keine Bereitschaft zeigt, ihre expansive Geldpolitik zu überdenken.  

CZK

EUR CZK  (25,545)
Die tschechische Ökonomie wächst im dritten Quartal mit 0,4 Prozent eine Spur schneller als zuvor erwartet und führt die Krone wiederholt unter das Niveau 25,55. Die Präferenz zur Zinsstabilität seitens des Präsidenten der tschechischen Zentralbank wurde von Marktteilnehmern ebenfalls positiv aufgenommen. Ein starkes Ergebnis bei dem heutigen Einkaufsmanagerindizes würde die Aufwärtsbewegung der Krone stützen.


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