Wöchentliche Marktberichte

Nov 29, 2019 | Devisenmarktanalyse

Globale Themen

Kommt nun die Vergeltung?

USD

EUR USD (1,1010)
Die feiertagsbedingte Ruhe an den US-amerikanischen Aktienmärkten sorgte auch am globalen Devisenmarkt für einen relativ ruhigen Handelstag. Fehlende Liquidität aus den Vereinigten Staaten und die Anspannung über die möglichen Konsequenzen der Unterzeichnung des US-Gesetzes, welches die pro-demokratischen Demonstranten in Hongkong unterstützen sollte, scheint Marktteilnehmer verunsichert zu haben. Der nun bestätigte Gesetzesbeschluss gibt den Vereinigten Staaten die Möglichkeit, Verstöße gegen das Menschenrecht zu sanktionieren und könnte somit zu einer Verschlechterung  der wohl wichtigsten internationalen Beziehung der Welt führen.

Angesichts der relativen Ruhe an den Finanzmärkten war die deutsche Inflation die wichtigste Veröffentlichung des gestrigen Tages. Dabei zeigt ein weiterer Indikator die seit einigen Wochen aufgebaute These der europäischen Stagnation auf. Die Teuerungsrate weist mit einem jährlichen Wachstum von 1,1 Prozent nur einen leichten Anstieg zum Vormonat auf. Somit wird die heute veröffentlichte Inflation für die Eurozone voraussichtlich ebenfalls mager ausfallen, was die EZB in ihren Expansionsvorhaben nur stützen würde. Ebenfalls auf der Tagesordnung sind die deutschen Einzelhandelsumsätze und die Arbeitslosenquote. Unerwartete Meldungen von der Handelsfront haben jedoch weiterhin das größte Potenzial, die Bewegungen des Wechselkurses zu beeinflussen. Die Schwächetendenz bleibt beim EURUSD somit weiterhin aufrechterhalten, solange sich das Währungspaar unterhalb 1,1030 befindet. Ein Überbrücken der Barriere könnte Potenzial bis 1,11 entfalten.

CHF

EUR CHF (1,0995)
Die Schweiz verzeichnet im dritten Quartal ein besser als erwartetes Wirtschaftswachstum von 0,4 Prozent. Die Veröffentlichung bestätigt die Verlangsamungserscheinungen angesichts der angespannten handelspolitischen Probleme. Turbulenzen an den Finanzmärkten könnten die Nachfrage nach dem Franken eine Zeit lang aufrechterhalten und somit die schweizerische Exportwirtschaft unter Druck setzen. Das Währungspaar befindet sich seit mehr als vier Monaten im Bereich zwischen 1,0810 und 1,1050. Dabei könnte eine Bewegung in Richtung Jahrestief zu einem erneuten Aktivwerden der schweizerischen Notenbank führen, welche sich die Schwächung der heimischen Währung zur Aufgabe gemacht hatte.

GBP

EUR GBP (0,8525)
Die Wahrscheinlichkeit eines Sieges der konservativen Partei bei den Neuwahlen am 12. Dezember verzeichnet einen deutlichen Anstieg. Neuen Umfragen zufolge wird die Partei rund um Boris Johnson die größte Mehrheit im Parlament seit 1987 erhalten. Das britische Pfund erreicht infolgedessen ein fünfmonatiges Hoch, schafft es jedoch nicht, die Barriere bei 0,85 zu durchbrechen.

PLN

EUR PLN (4,3200)
Das zentraleuropäische Währungspaar bricht angesichts des derzeitigen Risikosentiments souverän die Barriere bei 4,30 und findet ein neues einmonatiges Hoch. Im Verlauf der Erholungsversuche wertet die europäische Gemeinschaftswährung im November um 1,6 Prozent auf und halbiert somit die Verluste der beiden Vormonate. Im Falle einer schwächer als erwarteten polnischen Inflation könnte sich der Schwächeanfall des Zloty ausbauen. Die nächste zu beobachtende Grenzschwelle stellt dabei das Niveau um 4,33 dar.

HUF

EUR HUF  (336,05)
Ein täglich wiederkehrendes Bild. Anspannungen an der Handelsfront treiben den Forint erneut auf ein Allzeittief. Trotz des Schwächeanfalls bleibt der Schlusskurs unterhalb der Barriere von 336,30. Erste Erholungsversuche mit Potenzial bis 332,00 (50d-Moving Average) scheinen aufgrund der anhaltenden Risikoscheue weiterhin eher unwahrscheinlich.

CZK

EUR CZK  (25,570)
Der Präsident der tschechischen Zentralbank betont gestern erneut seine Präferenz für einen stabilen Leitzins und treibt die Krone nach unten. Dabei überschreitet das Währungspaar die Barriere bei 25,55, was nun den Weg für weitere Aufwertungen bis 25,70 einleiten könnte.


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