Wöchentliche Marktberichte

Nov 28, 2019 | Devisenmarktanalyse

Globale Themen

Hongkong im Fokus

USD

EUR USD (1,1005)
Die nun längste Expansion der US-amerikanischen Wirtschaftsgeschichte scheint noch nicht zu Ende zu sein. Gestern veröffentlichte Bruttoinlandsproduktzahlen überraschen Marktteilnehmer positiv und zeigen ein Wirtschaftswachstum von 2,1 Prozent im dritten Quartal. Deutliche Beiträge leisten im zweiten Halbjahr die privaten Investitionen, sowie Staats- und Kommunalausgaben, welche die Hürden an der Handelsfront relativ gut überschatten konnten. Insbesondere der monatliche Anstieg der langlebigen Güter scheint Ökonomen positiv verwundert zu haben und zeigt auf, das sich Investitionen in Geschäftsausstattungen weiterhin über Wasser halten. Dass die Fed jedoch alles andere als an eine Zinsstraffung denken dann, zeigt der gestern veröffentlichte Index der persönlichen Konsumausgaben, welcher als Inflationsindikator verwendet wird und erneut einen monatlichen Fall verzeichnen musste. Die relativ positive Datenlage, gekoppelt mit den weiterhin anhaltenden Unsicherheiten an der Handelsfront verhelfen dem Dollar somit zu einer Aufwertung.

Seitdem der Versuch die Barriere bei 1,11 zu durchbrechen gescheitert ist, scheint das Marktsentiment gegen den Euro gerichtet zu sein. Denn obwohl weitere Anzeichen einer Datenstabilisierung in der Eurozone aufgekommen sind, übertrifft die US-amerikanische Volkswirtschaft diese Woche die Erwartungen. In Verbindung mit den Anspannungen an der Handelsfront, hervorgerufen durch den von Donald Trump unterzeichneten Gesetzesbeschluss über die Unterstützung der Demokratiebewegung in Hongkong, kam es zu einer Verlagerung in den US-Dollar. Und obwohl heute feiertagsbedingt keine US-amerikanischen Daten an der Tagesordnung stehen, wird die Dollar-Dynamik den dominierenden Wechselkurstreiber darstellen. Die psychologische Unterstützung bei 1,10 bleibt trotz kurzem Unterlaufen am gestrigen Handelstag weiterhin eine Stütze für den Euro.

CHF

EUR CHF (1,1000)
Sind neue Eskalationen an der Handelsfront vorprogrammiert? Trotz der Proteste in China unterzeichnet US-Präsident Donald Trump das ihm vorgelegte Gesetz, welches die Menschenrechte und Demokratie in Hongkong stärken sollte. Noch gibt es keine unmittelbaren Gegenmaßnahmen aus China. Marktteilnehmer bleiben jedoch weiterhin angespannt, da ein Gesprächsabbruch in neue Zollerhöhungen am 12. Dezember münden würde. Kapitalverlagerungen in den Franken bleiben aus und so kann die europäische Gemeinschaftswährung erneut leicht aufwerten.

GBP

EUR GBP (0,8505)
Das Pfund profitiert erneut von den Umfragen, welche den Vorsprung der konservativen Partei bei den Wahlen am 12. Dezember bestätigen. Das Währungspaar nähert sich somit der mehr als zweijährigen Unterstützung bei 0,85 an und könnte bei einem abprallen an dieser Schwellgrenze Bewegungen nach oben signalisieren. Ein Unterlaufen dieses Niveaus könnte Potenzial bis 0,83 entfalten.

PLN

EUR PLN (4,3080)
Das Paar bleibt weiterhin vom globalen Sentiment bestimmt, wobei der heutige Fokus auf der polnischen Datenlage liegen wird. Neben dem Inflationsniveau wird die Bestätigung der ersten Schätzung des Bruttoinlandsprodukts veröffentlicht. Mit einem jährlichen Wirtschaftswachstum von 3,9 Prozent könnte die polnische Volkswirtschaft den geringsten Anstieg der letzten zweieinhalb Jahre verzeichnen. Das Währungspaar scheint sich seit der ersten Novemberwoche in einem Aufwärtskanal zu befinden, der aufgrund des Barrieren-Durchbruchs bei 4,30 Potenzial innehält, weitere Zloty-Verluste hervorzurufen.

HUF

EUR HUF  (336,45)
Die fehlende  Bereitschaft der ungarischen Zentralbank sich der erhöhten Inflation entgegenzusetzen treibt den Forint auf Rekordtiefen. Anzeichen einer Entspannung an der Handelsfront könnten die Währungshüter entlasten. Nachhaltige Erholungen der ungarischen Währungen bleiben ohne einen signifikanten Wechsel der geldpolitischen Haltung jedoch nicht zu erwarten und wären bei 333,00 limitiert.

CZK

EUR CZK  (25,530)
Die gestrige Abwertung der Krone bleibt noch ohne nachhaltige Konsequenz, solange sich das Währungspaar unterhalb der Barriere 25,55 befindet. Ein nachhaltiger Trendwechsel würde erst oberhalb des Niveaus 25,60 signalisiert werden.


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