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Wöchentliche Marktberichte

Nov 27, 2019 | Devisenmarktanalyse

Globale Themen

Fehlende Dynamik an den Märkten

USD

EUR USD (1,1005)
Marktteilnehmer fixieren sich auch weiterhin auf die US-China Handelsgespräche und das erhoffte Zustandekommen des im Oktober angekündigten Teilabkommens. Die neuesten Schlagzeilen von der Handelsfront fielen gemischt aus, obwohl ein Telefonat der Handelsbeauftragten beider Seiten zumindest die weiterhin bestehende Zusammenarbeit zwischen China und den USA versicherte. In einem von Bloomberg veröffentlichten Artikel bestätigte das US-amerikanische Handelsministerium das Zustandekommen des Treffens der beiden Seiten. Angesichts der fehlenden konkreten Entwicklungen bleibt die Skepsis unter Investoren weiterhin vorhanden. Dies verrät ein Blick auf die Bewegungen der Renditen von sicheren Staatsanleihen in den USA und Deutschland, die sich derzeit auf gutem Wege befinden, die dritte wöchentliche Abwertung zu verzeichnen (Renditen verhalten sich invers zum Preis). In der Woche bis zum 22. November erhöhen Spekulanten sogar ihre Wetten gegen den Euro am US-amerikanischen Termingeschäftemarkt.

Die Gemeinschaftswährung wird diese Woche neben den US-China Handelsentwicklungen ebenfalls Signale von der Datenfront erhalten. Da neue Veröffentlichungen für Deutschland und die Eurozone erst morgen wieder auf dem Wirtschaftskalender stehen, fällt der Fokus heute auf die US-amerikanische Volkswirtschaft. Hoch relevante Datenveröffentlichungen wie das Bruttoinlandsprodukt und die Kern-Inflation könnten die Volatilität erhöhen, wobei die Konjunkturbeurteilung der Fed (Beige-Book) neue Einblicke in die Geldpolitik der Währungshüter liefern wird. Zusammengefasst bleibt das Sentiment gegenüber der Gemeinschaftswährung trotz neuerlich positiver Handelsentwicklungen und der Stabilisierung des deutschen Geschäftsklimas angeschlagen. Ein fehlendes Momentum verhindern derzeit jedoch Bewegungen außerhalb der horizontalen Bewegungsspanne zwischen 1,10 und 1,11.

CHF

EUR CHF (1,0990)
Neben den ungelösten Fragen an der Handelsfront kämpft der US-amerikanische Präsident zuhause mit dem gegen ihn eingeleiteten Amtsenthebungsverfahren. Dies scheint laut einigen Analysten jedoch gar nicht mal so schlecht zu sein, da der heimische Druck und die Präsidentschaftswahlen im nächsten Jahr ein Zustandekommen des Teilabkommens mit China fast unumgänglich machen. Gestern äußerte sich der Präsident über die positiven Gesprächsentwicklungen, betonte zuvor jedoch die bestehende Unterstützung für die Unabhängigkeit Hongkongs. Der Euro profitiert nur marginal von der Verbesserung des Risikosentiments, bleibt jedoch weiterhin oberhalb der Unterstützung 1,0970.

GBP

EUR GBP (0,8570)
Gestern veröffentlichte Umfragen scheinen eine Abnahme des Vorsprungs der konservativen Partei aufzuzeigen und lassen das Pfund leicht geschwächt zurück. Die Bewegungen der britischen Währung weisen derzeit eine Resistenz gegenüber der Datenlage auf und scheinen nur an Neuigkeiten bezüglich der Neuwahlen am 12. Dezember interessiert zu sein. Marktteilnehmer schätzen die Wahrscheinlichkeit eines geordneten Austritts mit einer konservativen Mehrheit im Parlament deutlich höher ein und bleiben somit parteiisch. Trotz der Unsicherheiten bezüglich des Austritts Großbritanniens hat das deutlich gesunkene Risiko eines No-Deal Brexits zu einer Aufwärtsbewegung des Pfunds geführt, welches sich in den letzten vier Monaten um knapp 6,2 Prozent festigen konnte.

PLN

EUR PLN (4,3005)
Die einmonatige Abwärtsbewegung des Zloty führt die polnische Währung auf ein sechswöchiges Tief und könnte nun zu weiteren Verlusten führen. Das Paar bleibt somit vom globalen Sentiment bestimmt, wobei der Fokus am Donnerstag auf die polnische Datenlage wechseln wird. Neben dem Inflationsniveau wird die Bestätigung der ersten Schätzung des Bruttoinlandsprodukts veröffentlicht. Mit einem jährlichen Wirtschaftswachstum von 3,9 Prozent könnte die polnische Volkswirtschaft den geringsten Anstieg der letzten zweieinhalb Jahre verzeichnen.

HUF

EUR HUF  (336,05)
Die Abwertung des Forints jenseits der Barriere 337,00 wirft die Frage in den Raum, wie lange der Schwächeanfall der ungarischen Währung noch andauern wird. Derzeit scheint jedoch weder ein unmittelbarer Stimmungswechsel an den globalen Märkten noch eine Änderung der Geldpolitik der heimischen Währungshüter wahrscheinlich. Und so kann die Möglichkeit weiterer Verluste nicht ausgeschlossen werden.

CZK

EUR CZK  (25,510)
Während der polnische Zloty und der ungarische Forint deutliche Rücksetzer in den letzten drei Wochen verzeichnen mussten, stellt die tschechische Geldpolitik eine Stütze für die heimische Währung dar. Insbesondere an ruhigen und datenfreien Tagen dominiert das Zinsdifferenzial, welches derzeit zugunsten der Krone gestellt ist. Inmitten der Anspannungen an den globalen Finanzmärkten bleibt die Krone somit weiterhin an den Bereich zwischen 25,41 und 25,55 gebunden.


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