Wöchentliche Marktberichte

Nov 26, 2019 | Devisenmarktanalyse

Globale Themen

Hoffnung auf Einigung

USD

EUR USD (1,1015)
Globale Investoren behalten ihre Skepsis gegenüber dem europäischen Wirtschaftsausblick weiter bei. Die ökonomischen Signale zeigen jedoch insbesondere in Deutschland auf erste Zeichen einer Erholung, nachdem sich das deutsche Geschäftsklima den dritten Monat infolge verbessern konnte. Laut dem Münchner Ifo Institut scheinen sich Marktteilnehmer aufgrund der neuerlich positiven Handelsentwicklungen etwas optimistischer als noch in den letzten paar Monaten zu zeigen. Der Zukunftsoptimismus bleibt jedoch weiterhin trübe, wobei der Indikator für das verarbeitende Gewerbe sogar leichte Verluste verzeichnen musste. Angesichts der relativ schwachen Erholungsversuche erhöhten Spekulanten ihre Positionen gegen den Euro am US-Termingeschäftemarkt. In dieser Woche besteht für den Euro jedoch das Potenzial, von den optimistischen Schlagzeilen an der Handelsfront zu profitieren. Sowohl der chinesische Vize-Premierminister Liu He, als auch der US-amerikanische Handelsbeauftragte bestätigen am Montag die fortlaufenden Handelsgespräche und untermauern die von Donald Trump am Wochenende getätigten Kommentare bezüglich neuer Entwicklungen an der Handelsfront.

Der Anstieg des deutschen Geschäftsklimas auf ein viermonatiges Hoch schien Investoren nur ein geringer Trostpreis zu sein. Denn obwohl die Annahme einer Bodenbildung immer größere Bestätigung findet, wird die rasche Erholung der europäischen Volkswirtschaft wohl ausbleiben. Dies setzt den Euro zunehmend unter Druck und führt die Gemeinschaftswährung zu Wochenbeginn nach unten. Und war es gestern noch die deutsche Datenlage, welche die Aufmerksamkeit der Marktteilnehmer genossen hatte, wechselt der Fokus nun zu den US-amerikanischen Veröffentlichungen. Neben der Rede des Fed-Präsidenten Jerome Powell wird es das US-Verbrauchervertrauen sein, welches im Zentrum der Gespräche stehen wird. Den laut eigenen Aussagen der Währungshüter bleibt der Konsument, neben der Inflationsentwicklung, der wichtigste Indikator für die Gesundheit der größten Volkswirtschaft der Welt.

CHF

EUR CHF (1,0980)
Die sechstägige Aufholjagd der europäischen Gemeinschaftswährung gönnt sich knapp unterhalb der horizontalen Barriere bei 1,10 eine Verschnaufpause. Somit notiert das Währungspaar wiederholt in dem Bewegungsbereich zwischen 1,0970 und 1,1050, wobei die Unterseite nun als Unterstützung dienen könnte. Der seit September anhaltende Aufwärtstrend könnte demnach fortgesetzt werden, solange sich das Paar oberhalb der 1,09 befindet. An der oberen Seite würde ein Überwinden der Barriere bei 1,10 den Durchbruch des siebenmonatigen Abwärtstrends definieren. Das übergeordnete Chartbild bleibt jedoch negativ, solange sich das Währungspaar unterhalb der Barriere 1,1115 befindet (200-1D Moving Average).

GBP

EUR GBP (0,8541)
Eines steht fest. Unabhängig davon, welche Partei sich am 12. Dezember in der Neuwahl durchsetzen wird, bleibt ein deutlicher Anstieg der Staatsausgaben zu erwarten. Das am Sonntag veröffentlichte Manifest der konservativen Partei verspricht höhere Ausgaben und eine absolute Sperre jeglicher Austrittsverlängerungen. Aufgrund des souveränen Vorsprungs der Konservativen rund um Boris Johnson könnte es sein, das der Sieg der Partei in dem Wechselkurs des Pfunds eingepreist ist.  Die britische Währung konnte sich vor dem Hintergrund der gestrigen Ereignisse wiederholt festigen und schleicht sich langsam aber sich an die Schwellgrenze 0,8470.

PLN

EUR PLN (4,2995)
Zwei Wochen nachdem ein polnischer Zentralbanker eine mögliche Zinssenkung für das nächste Jahr in den Raum geworfen hatte, widerspricht ein weiterer Währungshüter dieser Interpretation. Laut Jerzy Kropiwnicki  bleibt der Inflationsausblick gemäßigt und rechtfertigt die neutrale Haltung der Zentralbank. In Verbindung mit einer möglichen expansiven EZB wäre der Zloty sogar in einer Position von der Zinsdifferenz zu profitieren. Diese Annahme bleibt jedoch nur solange bestehen, solange die Abkühlungserscheinungen in Polen nicht an Fahrt gewinnen und eine Neubeurteilung der Zentralbank mit sich bringen.

HUF

EUR HUF  (336,05)
Das kurzfristige Schicksal des ungarischen Forints bleibt von den globalen Geschehnissen abhängig. Sollte es im Laufe der Woche zu keinen positiven Signalen von der Handelsfront oder der europäischen Volkswirtschaft kommen, besteht weiterhin die Möglichkeit einer Abwärtsbewegung jenseits des Allzeittiefs bei 336,30. Auf der anderen Seite könnte ein markantes Doppelhoch bei diesem Niveau einem kurzfristigen Trendwechsel in Bewegung setzen.

CZK

EUR CZK  (25,500)
Die relativ hohen Renditen halten die tschechische Krone über Wasser. Die zentraleuropäische Währung kann sich zu Wochenbeginn sogar leicht festigen und hält den fünfwöchigen Aufwärtstrend weiterhin aufrecht. Somit könnte der derzeitig eng definierte Bewegungskorridor zwischen 25,47 und 25,55 noch eine Weile bestehen bleiben.


Erhalten Sie wöchentliche Devisenmarktberichte

Jeden Montag bietet unser Newsletter Trends und Marktinformationen sowie welche wichtigen Ereignisse die Märkte beeinflussen könnten.