Wöchentliche Marktberichte

Nov 25, 2019 | Devisenmarktanalyse

Globale Themen

Getrübte Stimmung an den Märkten

USD

EUR USD (1,1025)
Die Gesundheit der deutschen Ökonomie bleibt auch diese Woche Gesprächsthema Nummer eins. Nach einer Reihe positiver Datenveröffentlichungen für Europas größte Volkswirtschaft erhofften sich Investoren eine Bestätigung der ersten Erholungsversuche bei den am Freitag veröffentlichten Einkaufsmanagerindizes. Und obwohl der Indikator des deutschen verarbeitenden Gewerbes den zweiten Monat infolge steigen konnte, bleibt dieser weiterhin tief im negativen Bereich. Der Gesamtindikator für die Eurozone befindet sich mit einem Wert von 50,3 nur marginal über der 50-Marke, welche die Expansion von der Kontraktion trennt. Das unsichere globale Investitionsumfeld hat die neue EZB-Präsidentin bei ihrer ersten offiziellen Rede ebenfalls dazu veranlasst, einen Appell für eine Einführung von fiskalischen Stimuluspaketen zu starten. Dabei erkennt die Zentralbankerin die Limitationen der europäischen Währungshüter an und ruft zum staatlichen Hilfspaket auf.

Das Marktsentiment gegenüber der Eurozone bleibt somit weiterhin leicht angeschlagen. Zwar konnte Deutschland der Rezession im dritten Quartal aufgrund des erhöhten privaten und staatlichen Investitionsumfanges entgehen. Eine allzu rasche Erholung dürfte vor dem Hintergrund der schwachen Einkaufsmanagerindizes des vergangenen Freitags jedoch ausbleiben. Die Gemeinschaftswährung wird diese Woche neben den US-China Handelsentwicklungen ebenfalls Signale von der Datenfront erhalten. Im Fokus bleiben dabei das heutige Ifo Geschäftsklima, die deutsche Inflationsrate (Donnerstag) und die Einzelhandelsumsätze (Freitag). Aufseiten US-amerikanischer Veröffentlichungen genießen der Verbrauchervertrauensindex am Dienstag und das Bruttoinlandsprodukt am Mittwoch die höchste Aufmerksamkeit. Jegliche Überraschungen könnten den EURUSD aus der dreiwöchigen Bewegungsspanne zwischen 1,10 und 1,11 katapultieren und ein neues Momentum schaffen.

CHF

EUR CHF (1,0995)
An marktbewegenden Datenveröffentlichungen mangelt es diese Woche nicht. Dabei erhalten Investoren neben den europäischen Wirtschaftsdaten auch einen Einblick in die Gesundheit der schweizerischen Ökonomie. Den Anfang macht dabei der Index des Investorenvertrauens am Mittwoch, gefolgt von dem Bruttoinlandsprodukt am Donnerstag. Von Reuters befragte Ökonomen gehen von einem  jährlichen Wirtschaftswachston von 0,8 Prozent aus. Dies würde eine deutliche Verbesserung zu den 0,2 Prozent des Vorquartales abbilden und die leichte Erholung der zentraleuropäischen Volkswirtschaft bestätigen. Der EURCHF befindet sich nach einer sechstägigen Aufwertung wieder in seinem üblichen Korridor zwischen 1,0970 und 1,1050 und wird weiterhin von der Datenlage abhängig bleiben.

GBP

EUR GBP (0,8582)
Die Veröffentlichung der Einkaufsmanagerindizes am vergangenen Freitag zeigt eine größere Kontraktion des britischen verarbeitenden Gewerbes als zuvor gedacht. Der Fall des Gesamtindizes auf einen Wert von 48,5 signalisiert den stärksten monatlichen Verlust seit knapp drei Jahren und treibt somit die Spekulationen einer möglichen Zinssenkung der Bank of England an. Das Pfund musste angesichts der Datenschwäche und der Unsicherheiten bezüglich der Neuwahlen in Großbritannien Verluste einstecken, bleibt jedoch weiterhin an die Bewegungsspanne zwischen 0,85 und 0,87 gebunden.

PLN

EUR PLN (4,2965)
Erste Abkühlungserscheinungen der polnischen Volkswirtschaft und Anzeichen einer möglichen Zinssenkung im nächsten Jahr treiben den Zloty nach unten. Auch die anhaltende Handelsunsicherheit scheint gegen die polnische Währung zu arbeiten und beschwert dieser die dritte wöchentliche Abwertung infolge. Sollte die heimische Datenlage im Verlaufe der Woche erneut enttäuschen, könnte sich der EURPLN über die Barriere 4,30 kämpfen und neues Aufwärtspotenzial schaffen.

HUF

EUR HUF  (334,60)
Obwohl diese Woche neben dem finalen ungarischen Bruttoinlandsprodukt auch die Arbeitslosenquote und der jährliche Lohnanstieg veröffentlicht werden, bleibt der Fokus regionaler Investoren auf globalen Entwicklungen. Denn obwohl die ungarische Volkswirtschaft trotz der externen Unsicherheiten weiterhin solide Wachstumszahlen verzeichnet, konnte der Forint in keiner Weise davon profitieren. Die zentraleuropäische Währung notiert somit weiterhin in Nähe des Allzeittiefs bei 336,30 und bleibt für weitere Abwärtsbewegungen anfällig.

CZK

EUR CZK  (25,485)
Aufgrund einer fehlenden Datenlage bleibt die tschechische Krone auch diese Woche von den globalen Geschehnissen bestimmt. Die derzeitige Straffungstendenz einiger Währungshüter konnte die Währung von der regionalen Schwäche der letzten Wochen abschirmen. Positive Entwicklungen an der Handelsfront könnten sogar zu einem Unterlaufen der Unterstützung 25,47 und zu Bewegungen bis 25,41 führen. Sollten die derzeitigen Unsicherheiten jedoch kein positives Ende finden, bleibt ein Rücksetzer der Krone nicht auszuschließen.


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