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Wöchentliche Marktberichte

Nov 22, 2019 | Devisenmarktanalyse

Globale Themen

Negativer Ausblick für 2020?

USD

EUR USD (1,1070)
Die Abkühlung der globalen Volkswirtschaft könnte sich laut den Prognosen der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) im nächsten Jahr weiter festigen. Angesichts der Verspannungen an der Handelsfront und den politischen Unsicherheiten rund um den globalen Handel musste das Wirtschaftswachstum einen Rücksetzer erleiden. Mit einem prognostizierten dreiprozentigen Wachstum der globalen Ökonomie im Jahr 2020, könnte dies die geringste Expansion seit mehr als 10 Jahren kennzeichnen. Der weiterhin ungelöste Handelskrieg zwischen China und den USA, welcher zu einem gewissen Teil zu dem Konjunkturabschwung beigetragen hatte, bleibt jedoch weiterhin ungelöst. Laut der Nachrichtenagentur Bloomberg soll sich der chinesische Handelsbeauftragte Liu He verwirrt über die neuerlichen Gesprächsentwicklungen gezeigt haben. Das Sentiment bezüglich eines Teilabkommens bleibt weiterhin angeschlagen. Marktteilnehmer scheinen trotzdem noch nicht jegliche Hoffnungen aufgegeben zu haben. Die erste Testprobe der neuerlichen Handelsfortschritte wird es spätesten mit der Antwort auf die Frage geben, ob Donald Trump die für den 12. Dezember angesetzte Zollerhöhung durchsetzen wird.

Vor dem Hintergrund der bestehenden Verwirrung findet der Euro eine signifikante Resistenz knapp unterhalb des Niveaus 1,11. Das Szenario eines Durchbruchs dieses Widerstandes bleibt für den Fall einer Auflockerung an der Handelsfront vorgesehen. Heimische positive Katalysatoren für die Gemeinschaftswährung gibt es noch keine. Ein positives Ergebnis der heute veröffentlichten Einkaufsmanagerindizes für das verarbeitende Gewerbe könnten die Annahme einer Datenstabilisierung jedoch stützen und dem Euro Rückenwind verschaffen.

GBP

EUR GBP (0,8565)
Jeremy Corbyn enthüllt am gestrigen Tag sein politisches Manifest, welches gewagte Pläne beinhaltet und Großbritannien in einen stärkeren Sozialstaat transformieren sollte. Das Pfund bleibt jedoch aufgrund der fehlenden Datenlage weiterhin kaum von den Ereignissen beeinflusst und beendet den dritten Handelstag infolge ohne wirkliche Bewegungen. Impulsgeber für den heutigen Tag beschränken sich auf Veröffentlichungen für die Eurozone. Im Fokus werden dabei die Rede von EZB-Präsidentin Christine Lagarde und die Einkaufsmanagerindizes stehen.

CHF

EUR CHF (1,0995)
Die gestrige Veröffentlichung der OECD-Prognosen brachte für die Eurozone keine wirkliche Erleichterung mit sich. Ganz anders sieht es dabei für die Wirtschaftsaktivität in der Schweiz aus. Diese soll im nächsten Jahr auf ein prognostiziertes Wachstum von 1,4 Prozent ansteigen. Zwar bleibt der Anstieg moderat, eine Rezession scheint laut der OECD jedoch nicht mehr so wahrscheinlich, wie noch bei den vorigen Prognosen. In der Zwischenzeit konnte sich die Gemeinschaftswährung gegenüber dem Franken wiederholt festigen und notiert nun wieder im Bereich zwischen 1,0970 und 1,1050. Ein wöchentlicher Schlusskurs oberhalb 1,0970 könnte als positives Zeichen für den Euro gewertet werden.

PLN

EUR PLN (4,2995)
Von einem jährlichen Lohnanstieg von knapp 5,9 Prozent können Arbeitnehmer in manchen Ländern nur träumen. In Polen stellt diese Zahl jedoch eine deutliche Abkühlung von der mehrjährigen durchschnittlichen Wachstumsrate von 7,0 Prozent dar. Die neuerlich leicht zu erkennende Datenschwäche fügt sich in das allgemeine Bild der zentraleuropäischen Abkühlungserscheinungen. Angesichts dessen wertet der Zloty wiederholt ab und könnte in einen Abwärtstrend geraten, sollte es der Euro schaffen, sich über die Barriere 4,30 zu kämpfen.

HUF

EUR HUF (334,60)
Eine fehlende Datenlage lässt den Forint von dem globalen Sentiment dominiert. Die in diesem Jahr schwächste Währung der zentraleuropäischen Region weist weiterhin Potenzial für Schwächeanfälle bis zum Jahrestief bei 336,30 auf. Dies gilt, solange sich das Währungspaar oberhalb 332,30 befindet.

CZK

EUR CZK (25,530)
Auch die Krone entgeht der gestrigen Schwäche in der Region nicht und gibt einen Teil der dieswöchigen Gewinne ab. Die größten Impulsgeber des Paares bleiben die europäischen und deutschen Einkaufsmanagerindizes, welche entscheiden könnten, ob die Barriere bei 25,55 durchbrochen werden kann.


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