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Wöchentliche Marktberichte

Nov 21, 2019 | Devisenmarktanalyse

Globale Themen

Verspannungen treiben die Märkte

USD

EUR USD (1,1070)
Neue Anspannungen an der Handelsfront setzen den Börsen zu und lassen den sicheren Charakter des US-Dollars wieder zum Vorschein kommen. Auslöser des gestrigen Stimmungswandels war der Gesetzesbeschluss über die im US-amerikanischen Parlament beschlossene Stärkung der Protestbewegung in Hongkong. Dabei soll auf einjähriger Basis der autonome Status der Finanzmetropole geprüft werden, was von der chinesischen Seite als politische Einmischung gedeutet wurde. Am Leben gehalten wurde der Pessimismus von den am gleichen Tag veröffentlichten Insider-Berichten der Nachrichtenagentur Reuters, welche das Zustandekommen des US-China Teilabkommens erst in dem kommenden Jahr vorsehen. An der heimischen Front läuft es für den amtierenden US-Präsidenten nicht besser. Der US-Botschafter für die europäische Union, Gordon Sondland, gilt als Schlüsselfigur in der Ukraine-Affäre und belastete Donald Trump bei der gestrigen Anhörung zum ersten Mal öffentlich. Zwar beeinflusst das Amtserhebungsverfahren den Devisenmarkt noch keineswegs. Der Skandal könnte die Präsidentschaft von Trump bei einer weiteren Verschärfung in Gefahr bringen und sich als Last für den Dollar herausstellen.

Vor dem Hintergrund der gestrigen Anspannungen an der Handelsfront scheint die Abwertung der Gemeinschaftswährung gerechtfertigt. Die veröffentlichten Fed-Minutes, welche die Lockerungspause der Zentralbank vorerst bestätigen, scheint der Euro gut weggesteckt zu haben. Nun liegt der Fokus wieder bei der Eurozone mit den Veröffentlichungen der EZB-Protokolle und der OECD Wirtschaftsprognosen. Marktteilnehmer erwarten sich heute ebenfalls die detaillierte Aufschlüsselung des deutschen Bruttoinlandsprodukts und das europäische Verbrauchervertrauen. Der Weg jenseits der 1,11-Marke könnte dem Währungspaar kurzfristig aufgrund der geopolitischen Unsicherheiten verwehrt bleiben. An der Unterseite bieten 1,1050 und 1,0960 die derzeitigen Unterstützungsniveaus.

GBP

EUR GBP (0,8565)
Auch nach der Fernsehdebatte zwischen dem Premierminister und dem oppositionellen Jeremy Corbyn bleibt das Pfund zumindest gegenüber dem Euro unverändert. Gegenüber dem US-Dollar muss das Pfund jedoch leichte Verluste verzeichnen, nachdem sich der Führer der Labour-Partei unerwartet souverän bei der Debatte geschlagen hatte. Analysten interpretieren jegliche Abweichung vom Baseline-Szenario eines Sieges der regierenden konservativen Partei als für das Pfund schädigend. Diesbezüglich wird den Veröffentlichungen der ersten Umfragen-Ergebnissen besondere Aufmerksamkeit geschenkt werden.

CHF

EUR CHF (1,0970)
Der Schweizer Franken konnte von der gestrigen Verspannung an den Finanzmärkten nicht profitieren. Die zentraleuropäische Währung kam trotz der Vormittagsstärke unter Druck, nachdem Zentralbankerin Andrea Maechler die derzeitigen Negativzinsen als eine absolute Notwendigkeit bezeichnet hatte. Dennoch fehlt dem Euro am gestrigen Handelstag wiederholt die Kraft, um sich über die Marke von 1,10 zu kämpfen. Somit bleibt das Währungspaar weiterhin unter Druck und muss den neuerlichen Aufwärtstrend erst bestätigen.

PLN

EUR PLN (4,2945)
Die Zentraleuropäische Region bleibt weiterhin sensibel bezüglich neuer Handelsschlagzeilen. Die zuletzt negativen Entwicklungen halten den polnischen Zloty dabei weiterhin oberhalb des Niveaus 4,27. Da dem Euro jedoch positive Katalysatoren fehlen, könnten Bewegungen jenseits der 4,30-Marke ausbleiben. Nachhaltiges Aufwärtspotenzial für den EUR/PLN könnte durch eine Zinssenkung der polnischen Währungshüter ausgelöst werden. Ein Zentralbanker äußerte sich gestern über die Bereitschaft einer 50-Basispunkte-Lockerung, sollte das Wirtschaftswachstum, derzeit bei 3,9 Prozent, unter das Niveau von 3,5 Prozent fallen.

HUF

EUR HUF (333,57)
Die ungarische Zentralbank behält das Zinsniveau am Dienstag bei und lässt den Forint höher notieren. Die Währung kann am gestrigen Handelstag jedoch nicht an die neu gewonnene Stärke anknüpfen und weißt somit weiterhin das Potenzial für Verluste bis 336,30 auf.

CZK

EUR CZK (25,522)
Die Krone trotz den derzeitigen Gegebenheiten und wertet inmitten der globalen Unsicherheiten den dritten Tag infolge auf. Aufgrund fehlender Neuveröffentlichung bleibt das zentraleuropäische Währungspaar jedoch von dem globalen Sentiment und der europäischen Datenlage abhängig. Die momentane Bewegungsspanne zwischen 25,47 und 25,61 könnte somit auch diese Woche aufrechterhalten bleiben.


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