Wöchentliche Marktberichte

Nov 20, 2019 | Devisenmarktanalyse

Globale Themen

Eine Einigung in Sicht?

USD

EUR USD (1,1070)
Die Wahrscheinlichkeit eines US-China Teilabkommens treibt derzeit das Geschehnis an den Märkten. Dabei erlitt die Möglichkeit einer Unterzeichnung vor zwei Wochen einen Rücksetzer, nachdem chinesische Offizielle den schrittweisen Zollabbau als Grundbedingung für ein Zustandekommen des Abkommens nannten. Genau dieses Szenario scheint laut neuen Berichten von Bloomberg jedoch weiterhin wahrscheinlich. Die im Mai abgebrochenen Handelsgespräche sollen dabei als Grundlage für die Frage dienen, welche Waren in welcher Höhe von den Importzöllen befreit werden sollen. Hindernisse an anderen politischen Fronten verhindern jedoch einen zu hohen Optimismus über die Fortschritte. Die Proteste in Hongkong drängen einen größer werdenden Keil zwischen die beiden Supermächte, die unterschiedliche Interessen in der Finanzmetropole verfolgen. Marktteilnehmer bleiben weiterhin skeptisch und schrauben die Nachfrage nach sicheren Häfen zu Beginn des Handelstages wieder leicht nach oben.

Die Gemeinschaftswährung baut die Gewinne des vergangenen Handelstages weiter aus und verzeichnet die vierte tägliche Aufwertung infolge. Und obwohl sich das Währungspaar marginal von den jüngsten Kursverlusten erholen konnte, bleiben die fehlenden positiven Katalysatoren eine Hürde für Bewegungen jenseits der 1,11-Marke. Ein erfolgreiches Überbrücken des genannten Niveaus würde die Tür für erneutes Aufwärtspotenzial bis 1,1180 eröffnen, wobei Rücksetzer bei der Unterstützung 1,10 halt finden könnten. Ein nachhaltiger Trendwechsel bleibt jedoch weiterhin abzuwarten. Kurzfristig werden die heutigen Protokolle der letzten Fed-Zinsentscheidung den Ton für das Währungspaar angeben.

CHF

EUR CHF (1,0960)
Die fehlende Klarheit in den US-China Handelsgesprächen scheint das Währungspaar auf weitere Impulse warten zu lassen. Zwar gab es laut ersten Berichten von Bloomberg Fortschritte in den Gesprächen bezüglich einer schrittweisen Zollrücknahme. Diese Schlagzeilen wurden jedoch durch die Proteste in Hongkong überschattet, was den Franken weiterhin bereichsgebunden zurücklässt. Sollte der Versuch, die Barriere bei 1,0970 zu durchbrechen fehlschlagen, bleiben neue Abwärtsbewegungen nicht auszuschließen.

GBP

EUR GBP (0,8570)
Die impulslosen Bewegungen der letzten Tage scheinen auch in der neuen Woche Fuß gefasst zu haben. Dabei ignoriert das Währungspaar jegliche Datenveröffentlichungen und bleibt von der politischen Brexit-Front dominiert. Nachrichten bezüglich eines wahrscheinlichen Sieges der konservativen Partei boten dem Pfund Rückenwind und führten trotz marginaler Bewegungen zu einem sechsmonatigen Hoch der Währung. Anspannungen unter Investoren bleiben jedoch weiterhin bestehen. Dies lässt sich anhand der erhöhten impliziten Volatilitäten für ein- und dreimonatige Währungsoptionen herauslesen, welche in den letzten Wochen deutlich an Fahrt aufgenommen haben.

PLN

EUR PLN (4,2905)
Nach Erreichen eines Doppelhochs im August und September führt das Währungspaar die Konsolidierung im Bereich zwischen 4,2350 und 4,30 weiter fort. Zwar konnte sich der Euro von dem im November gesetzten dreimonatigen Tief befreien. Jedoch fehlt aufgrund positiver Katalysatoren derzeit die Aufwärtsdynamik, um Bewegungen jenseits der Barriere 4,30 zu rechtfertigen. Dies könnte durch einen externen Faktor wie der Verschlechterung an der Handelsfront ausgelöst werden. Neue positive Entwicklungen diesbezüglich könnten der Gemeinschaftswährung einen Rücksetzer bis 4,27 verpassen.

HUF

EUR HUF  (332,77)
Die ungarische Zentralbank behält den Einlagenzinssatz bei und treibt den Forint am gestrigen Handelstag nach oben. Die Währungshüter untermauern jedoch ihre Expansionsbereitschaft und könnten den Forint nachhaltig unter Druck setzen. Denn obwohl Ökonomen vor dem Vordergrund der schwachen Währung einen weiteren Anstieg der Inflation und somit eine mögliche Zinsstraffung für das nächste Jahr in den Raum der Möglichkeiten stellen. Scheint die Notenbank einer anderen Meinung zu sein und sieht die Risiken bezüglich Ihres Inflationsausblicks nach unten geneigt.

CZK

EUR CZK  (25,561)
Der geldpolitische Falke Vojtech Benda nimmt das Inflationsmandat der tschechischen Währungshüter ziemlich ernst. Der Zentralbanker äußerte sich am gestrigen Tag über seines weiterhin aufrechten Tendenz einer Zinsstraffung, vor dem Hintergrund eines möglichen Überschießens der Teuerungsrate. Somit übernahmen gestern wieder die Bullen das Ruder, schaffen es jedoch nicht, die Schwellgrenze von 25,55 zu unterschreiten.


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