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Wöchentliche Marktberichte

Nov 12, 2019 | Devisenmarktanalyse

Globale Themen

Die Stunde der Wahrheit

USD

EUR USD (1,1035)
Der Wochenstart gestaltete sich aufgrund eines leichten Wirtschaftskalenders relativ ruhig. Und auch wenn für die verbleibende Woche hochrelevante Datenveröffentlichungen am Kalender stehen, wird es wohl wiederholt die Politik sein, welche das Marktgeschehen dominieren wird. Dabei steht die Frage im Vordergrund, ob US-Präsident Donald Trump die neuerlichen Fortschritte bei den Handelsgesprächen bei seiner heutigen Rede bestätigen wird. Aktienmärkte erreichten vor dem Hintergrund möglicher Zollrücknahmen ein Allzeithoch und auch die Nachfrage nach sicheren Anleihen konnte sich wieder legen. Diese Verlagerung konnte dem Euro nicht zugutekommen, da der Abverkauf der US-amerikanischen Staatsanleihen, die Rendite dieser wieder in die Höhe schießen ließ und den Dollar somit gestützt hat. Für Euro-Investoren ebenfalls von Bedeutung bleibt die Frage, ob das US-Finanzministerium europäische Auto-Exporte verzollen wird. Diese Entscheidung muss bis zum morgigen Tag getroffen werden. Aufseiten neuer Datenveröffentlichungen wird es wohl die deutsche ZEW Konjunkturumfrage sein, welche das erste Wochensignal vor der Veröffentlichung des deutschen Bruttoinlandsprodukts am Donnerstag senden wird.

Der Euro verzeichnet die erste Aufwertung in den letzten fünf Handelstagen und notiert nun knapp unterhalb des 50-tägigen gleitenden Durchschnitts. Eine schwache Datenlage könnte in Kombination mit einer negativen Rede des US-Präsidenten zu einem Unterlaufen der Unterstützung 1,10 führen, wobei eine positive Datenüberraschung Potenzial bis 1,1060 entfalten könnte.

CHF

EUR CHF (1,0975)
Es hat nicht viel gebraucht, um den Franken wieder in den Fokus des Geschehens rücken zu lassen. Den obwohl die Handelsgespräche weiterhin einen positiven Verlauf nehmen, scheint Donald Trump die Spekulationen über einen stufenweisen Zollabbau im Keim erstickt zu haben. Dies erweckt die Nachfrage nach dem sicheren Franken und führt zu einem Unterlaufen der Unterstützung 1,0970 und zu dem Ausbruch aus der vierwöchigen Bewegungsspanne. Chart-technisch rückt nun der 50-tägige gleitende Durchschnitt bei 1,0950 in den Vordergrund und die Frage, ob Donald Trump bei seiner heutigen Rede die Marktteilnehmer negativ überraschen wird.

GBP

EUR GBP (0,8580)
Obwohl es das schwächste Wirtschaftswachstum seit 10 Jahren darstellt, entkommt Großbritannien inmitten der verlängerten Austrittsfrist die Rezession. Dabei konnte die britische Wirtschaft im dritten Quartal des Jahres einen Anstieg von 0,3 Prozent verzeichnen, nachdem die Volkswirtschaft im Vorquartal gesunken war. Das Pfund sah sich ebenfalls von den gestrigen Nachrichten gestärkt, das Parteivorsitzender, Nigel Farage, nicht bei der Neuwahl am 12. Dezember kandidieren wird. Dies macht ein gespaltenes Parlament unwahrscheinlicher und verhilft der britischen Währung auf ein sechsmonatiges Hoch.

PLN

EUR PLN (4,2730)
Aufgrund des polnischen Nationalfeiertags bleiben die heimischen Veröffentlichungen am gestrigen Handelstag aus. Die feiertagsbedingte Ruhe scheint dem Zloty vor dem Hintergrund der erneuten Unsicherheit an der Handelsfront jedoch nicht geholfen zu haben und so wertet die polnische Währung den zweiten Tag infolge ab. Ein schwächer als erwartetes Bruttoinlandsprodukt im dritten Quartal, welches am Donnerstag veröffentlicht wird, könnte dabei Potenzial für Bewegungen bis 4,30 schaffen.

HUF

EUR HUF  (334,50)
Der Forint erreicht nach einer sechstägigen Talfahrt erneut ein fünfwöchiges Tief gegenüber dem Euro. Investoren richten Ihre Aufmerksamkeit nun auf die globalen Geschehnisse, um ein mögliches Ende der Abwärtsbewegung zu antizipieren. Heimische Datenveröffentlichungen bleiben weiterhin solide, geben dem Forint aufgrund der expansiven Haltung der ungarischen Zentralbank keine Unterstützung. Insbesondere die von den Währungshütern angebotenen Währungsswaps sorgen für ein erhöhtes Angebot der Währung am Markt und führen zu einer geringeren Attraktivität des Forints.

CZK

EUR CZK  (25,510)
Die tschechische Teuerungsrate konnte sich im Oktober wieder ein Stück weit festigen und steigt auf Jahresbasis um 2,7 Prozent an. Der Anstieg scheint die Spekulationen um eine mögliche Zinsstraffung weiter anzutreiben und lässt die Krone teilweise resistent gegenüber den externen Unsicherheiten zurück. Einem nachhaltigen Risk-off Sentiment wird die tschechische Währung jedoch auch nicht stand halten können und somit werden die dieswöchigen politischen Ereignissen entscheiden, ob die Krone jenseits des Niveaus 25,55 abwertet.


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