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Wöchentliche Marktberichte

Nov 11, 2019 | Devisenmarktanalyse

Globale Themen

Trump als Spielverderber

USD

EUR USD (1,1025)
Im US-China Handelskrieg kam es in den letzten zwei Wochen zu überraschend positiven Entwicklungen. Ein vorzeitiges Ende des zweijährigen Zolldisputs scheint nach den Kommentaren des US-amerikanischen Präsidenten am vergangenen Freitag jedoch wieder infrage gestellt zu werden. Denn einen Tag nachdem die verkündete Übereinkunft über die schrittweise Rücknahme von Zöllen die amerikanischen Aktienmärkte auf ein neues Allzeithoch gebracht hatte, dementiert Donald Trump die Fortschritte und verneint einen möglichen Zollabbau.

Da die letzte Woche somit ein offenes Ende gefunden hat, bleibt die Politik als größter Wechselkurstreiber weiterhin im Fokus. Dabei könnte sich die Volatilität im Rahmen der beiden angesetzten Reden von Donald Trump am Dienstag und Fed-Präsident Jerome Powell am Mittwoch wieder deutlich erhöhen. Die Datenveröffentlichungen werden somit zwar eine untergeordnete Rolle einnehmen, bleiben jedoch weiterhin von hoher Bedeutung. Insbesondere die US-amerikanische Inflation am Mittwoch und die Einzelhandelsumsätze am Freitag werden zeigen, wie die größte Volkswirtschaft mit den Handelssorgen umgeht. Aufseiten europäischen Veröffentlichungen übernimmt das deutsche Bruttoinlandsprodukt am Donnerstag die Aufmerksamkeit.

Der Schwächeanfall der letzten Woche lässt die Gemeinschaftswährung wiederholt unter den 200-tägigen gleitenden Durchschnitt fallen und könnte somit jegliche kurzfristigen Erholungsversuche schwächen. Chart-technisch bleibt somit auf das Niveau um 1,10 zu achten, da ein Unterlaufen dieser Unterstützung negatives Potenzial entfalten könnte.

CHF

EUR CHF (1,0980)
Eine verhältnismäßig positive Woche scheint mit den Kommentaren des US-amerikanischen Präsidenten am vergangenen Freitag ein überschaubares Ende gefunden zu haben. Und auch wenn für diese Woche entscheidende Datenveröffentlichungen auf dem Wirtschaftskalender stehen, bleibt der Fokus bei der Politik. Dabei werden die Reden von Donald Trump und Fed-Präsident Jerome Powell signifikante Einblicke in die US-China Handelsentwicklungen und die derzeitige Geldpolitik der US-Notenbank geben. Ob es zum Ende der bereichsgebundenen Bewegung  zwischen 1,0970 und 1,1050 kommen wird, bleibt weiterhin fraglich.

GBP

EUR GBP (0,8616)
Die Ratingagentur Moody’s stuft Großbritannien vor dem Hintergrund der anhaltenden politischen Unsicherheiten am vergangenen Freitag ab. Somit rücken die für diese Woche angesetzten Datenveröffentlichungen in den Vordergrund, welche zeigen werden, ob die britische Volkswirtschaft die Gefahr läuft, in eine mögliche Rezession zu verfallen. Insbesondere das heutige Bruttoinlandsprodukt könnte den größten Einfluss auf das Pfund haben, gefolgt von der Inflation (Mittwoch) und den Einzelhandelsumsätzen (Donnerstag). Ein Ausbruch aus der momentanen Bewegungsspanne bleibt jedoch für unerwartete politische Entwicklungen vorgesehen.

PLN

EUR PLN (4,2660)
Auch in dieser Woche werden die zentraleuropäischen Währungen nicht von dem Einfluss der geopolitischen Entwicklungen verschont werden. Nichtsdestotrotz rücken die Veröffentlichungen der regionalen Wachstumsraten am Donnerstag in den Vordergrund und die Frage, ob die ersten Verlangsamungserscheinungen aufgrund der externen Unsicherheiten sichtbar werden. Aufwärtspotenzial bis 4,30 würde das Währungspaar erst bei einem Durchstoßen der Barriere 4,27 signalisieren. Ansonsten bleibt der Euro anfällig für weitere Verluste bis 4,2460.

HUF

EUR HUF  (333,80)
Der Forint muss am vergangenen Freitag wiederholt eine Abwertung einstecken, nachdem die ungarische Inflation im Oktober unerwartet an Fahrt aufgekommen hatte. Die Teuerungsrate steigt auf Jahresbasis um 2,9 Prozent (Steuerbereinigt auf 3,7 Prozent) und sorgt aufgrund der fehlenden Straffungsbereitschaft der Zentralbank zu einem Schwächeanfall des Forints. Somit können Bewegungen bis zum Allzeithoch bei 336,30 (EURHUF) nicht ausgeschlossen werden, wobei die Unterstützung bei 331,70 allzu hohe unmittelbare Verluste des Währungspaares verhindert.

CZK

EUR CZK  (25,488)
In dem derzeitigen globalen Lockerungszyklus der Zentralbanken scheinen die tschechischen Währungshüter einen Ausreißer darzustellen. Den obwohl die Zinsentscheidung der letzten Woche ohne eine Veränderung des Leitzinssatzes endet, bleibt die Debatte um eine mögliche Straffung aufrechterhalten. Dies gibt der Krone deutlichen Rückenwind, welche sich am Freitag wiederholt festigt und das Niveau um 25,55 als signifikante Barriere (für den Euro) definiert.


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