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Wöchentliche Marktberichte

Nov 07, 2019 | Devisenmarktanalyse

Globale Themen

Neuer Standort für die Unterzeichnung gesucht

USD

EUR USD (1,1060)
Das derzeit positiv eingestellte Marktsentiment musste am gestrigen Handelstag einen leichten Rücksetzer verzeichnen, nachdem die Unterzeichnung des Teilabkommens zwischen China und den USA auf den Dezember verschoben wurde. Laut dem US-amerikanischen Präsidenten hätte der Vertragsabschluss als Randerscheinung bei dem Apec-Gipel in Chile, am 17. Oktober, vollzogen werden sollen. Diesen Plänen kamen die Proteste in dem südamerikanischen Land in die Quere, welche zu einem Abbruch des politischen Treffens geführt haben. Als mögliches Alternativdatum für eine Unterzeichnung wird nun der Nato-Gipfel am 3-4. Dezember gesehen, an dem Donald Trump teilnehmen wird. Ein positives Zustandekommen des Vertrages könnte zu einer Verschiebung der für den 15. Dezember angesetzten US-Zollerhöhung führen.

Nach dem zweiten fehlgeschlagenen Vorstoßversuch jenseits der Barriere 1,1180 macht sich das Währungspaar wieder auf den Weg nach unten. Dabei verzeichnet der Euro die dritte tägliche Abwertung infolge, was sogleich die längste Verlustserie seit zwei Monaten darstellt. Sollte es zu weiteren Schwächeanfällen kommen, bleiben die Unterstützungsniveaus bei 1,1030 und 1,0995 zu beobachten. An der Oberseite definiert der Widerstand rund um 1,1180/1,1200 den mehrmonatigen Abwärtskanal, welcher durchstoßen werden muss, um erste Anzeichen einer bullischen Perspektive aufweisen zu können.

Für den heutigen Tag könnten die veröffentlichten Wirtschaftsprognosen der Europäischen Kommission und die deutschen Industrieerträge für neue Impulse sorgen. Die deutsche Datenlage bleibt für Marktteilnehmer ein weiterhin genau beobachteter Faktor. Den obwohl sich erste Anzeichen einer Stabilisierung der Industriebranche breit machen, muss diese Annahme noch bestätigt werden. Vor diesem Hintergrund bleibt das am 14. Dezember veröffentlichte deutsche Bruttoinlandsprodukt der Hauptreferenzpunkt.

GBP

EUR GBP (0,8615)
Der britische Premierminister startet seine Kampagne mit einer unerwarteten Strategie. Boris Johnson versucht seine Chancen bei der für den Dezember geplanten Neuwahl mit der Distanzierung von Donald Trump zu erhöhen. Derzeit setzen Umfragen die konservative Partei an die erste Stelle. Die Möglichkeit eines gespaltenen Parlaments besteht jedoch weiterhin und lässt das Pfund in einer defensiven Haltung verweilen. Die politische Dominanz könnte die heutige Zinsentscheidung der britischen Währungshüter zu einem „non-event“ abstufen, da ohnehin von keiner Veränderung der Leitzinsen ausgegangen wird. Marktteilnehmer werden sich jedoch trotzdem die aktuelle Lagebeurteilung der Notenbank anhören, was zu einer leichten Neupositionierung führen könnte.

CHF

EUR CHF (1,0980)
Gerüchte über eine mögliche Verschiebung des Abkommensabschlusses zwischen China und den USA treiben den Schweizer Franken den zweiten Tag infolge nach oben. Und obwohl die gestrige Handelsspanne marginal ausfällt, notiert das Währungspaar nun im unteren Bereich des Korridors zwischen 1,0970 und 1,1050. Ein Unterlaufen der genannten Unterstützung könnte den Fokus auf die Abwärtsbewegung mit dem Ziel 1,0920 verlagern. Eine mögliche Verschiebung der für den Dezember angesetzten US-Zollerhöhung könnte jedoch leicht bullische Ansätze im Euro erwecken.

PLN

EUR PLN (4,2660)
In einer allgemeinen erwarteten Entscheidung belassen die polnischen Währungshüter das Zinsniveau am historischen Rekordtief von 1,5 Prozent. Und obwohl die Inflations-Prognosen leicht nach oben korrigiert wurden, bleibt die Annahme eines konstanten Zinsniveaus bis Ende des nächsten Jahres aufrechterhalten. Aufgrund der flexiblen Haltung der Notenbank lässt sich eine mögliche Zinsstraffung bei einem unerwarteten Inflationsschock jedoch nicht ausschließen. Gekoppelt mit den soliden Einzelhandelsumsätzen im Oktober gleitet der Zloty am gestrigen Tag somit wieder leicht nach oben.

HUF

EUR HUF  (331,90)
Die Protokolle der letzten ungarischen Zinsentscheidung bestätigen Marktteilnehmer in ihrer Annahme einer weiterhin anhaltend expansiven Geldpolitik. Die deflationären Risiken haben sich laut den Währungshütern sogar leicht erhöht und untermauern die fehlende Bereitschaft einer möglichen Zinsstraffung. Dies könnte trotz der soliden heimischen Volkswirtschaft, in Verbindung mit den externen Unsicherheiten, zu einer nachhaltig negativen Dynamik im Forint führen.

CZK

EUR CZK  (25,535)
Die Neupositionierung auf den Märkten, hervorgerufen durch die US-China Handelsentwicklungen und die geldpolitische Pause der Fed, scheinen die Krone nicht weiter zu beeinflussen. Somit rückt das heutige Treffen der tschechischen Währungshüter in den Fokus, bei dem von keiner Zinsänderung ausgegangen wird. Überraschende Tendenzen einer zukünftigen Zinsstraffung könnten die derzeitige Stärke in der Krone wieder entfachen und Potenzial bis 25,44 wecken. Sollten die Währungshüter die externen Risiken betonen und sich von einer möglichen Zinserhöhung fernhalten, könnte die nachteilige Dynamik zu Bewegungen bis 25,55 führen.


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