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Wöchentliche Marktberichte

Nov 06, 2019 | Devisenmarktanalyse

Globale Themen

Beidseitiges Entgegenkommen

USD

EUR USD (1,1075)
Folgt man dem Kapitalfluss an den Märkten, scheint uns eine Unterzeichnung des US-China Teilabkommens unmittelbar bevorzustehen. Das der vorgesehen Ort für diesen mit Anspannung erwarteten Vertragsabschluss, der Apec-Gipfel in Chile, aufgrund von Protesten abgesagt wurde, scheint dabei keinen zu stören. Es wird nämlich schon nach einem neuen Standort gesucht, welcher laut dem US-amerikanischen Präsidenten womöglich sogar im eigenen Land stattfinden könnte. Die potenzielle Unterzeichnung des Abkommens könnte in Iowa, einem republikanischen Agrarstaat, stattfinden. Dies würde dem derzeitigen Präsidenten einen möglichen Popularitätsschub vor den Wahlen im nächsten Jahr bieten und seine Position in der laufenden Kampagne untermauern. China könnte dieser Bitte nachkommen, scheint nun jedoch auf die Rücknahme aller derzeitigen Importzölle zu bestehen. Dies sei laut einigen chinesischen Offiziellen im Rahmen eines Teilabkommens vorgesehen. Das diese Idee nicht so abwegig erscheint, wird durch die US-amerikanische Antwort ersichtlich. Quellen zufolge sollen US-Offizielle über die Rücknahme von Importzöllen auf chinesische Waren im Wert von 112 Milliarden US-Dollar nachdenken, welche am 01. September mit 15 Prozent verzollt wurden. Einige politische Falken rund um Donald Trump scheinen jedoch noch nicht ganz auf die neue Optimismus-Welle aufgesprungen zu sein und so bleiben die weiteren Entwicklungen abzuwarten.

Kurz vor dem Erreichen der zweimonatigen Barriere bei 1,1180 kommen dem US-Dollar die positiven Handelsentwicklungen und eine solide Datenlage zur Hilfe. Dabei überrascht der gestern veröffentlichte Einkaufsmanagerindizes (Non-manufacturing)  mit einem Wert von 54,7 und weist, in Kombination mit dem souveränen US-Arbeitsmarktbericht am vergangenen Freitag, auf einen weiterhin gesunden US-amerikanischen Konsumenten. Ein Unterlaufen der momentan bestehenden Unterstützung bei 1,1070 könnte Potenzial bis 1,1030 und 1,10 entfalten. Ob der Euro einen neuen Versuch startet, sich bis zu dem Niveau 1,1180 hochzuarbeiten, hängt auch von der heutigen deutschen Datenlage ab. Im Fokus stehen dabei die deutschen Werkaufträge (heute), die Industrieerträge (morgen) und die Handelsbilanz (Freitag) für Europas größte Volkswirtschaft.

CHF

EUR CHF (1,0995)
Im Rahmen des neu gefundenen Friedens an der US-China Handelsfront scheint der Euro noch nicht ganz von dem erhöhten Risikosentiment profitiert zu haben. Zwar bleibt der nun vierwöchige Korridor zwischen 1,0970 und 1,1050 weiterhin erhalten. Jedoch weist das zentraleuropäische Währungspaar seit knapp einer Woche eine leichte Tendenz nach unten auf. Ob es zum Durchbruch der momentanen Bewegungsspanne kommt, wird somit wie in den Wochen zuvor von den europäischen Datenveröffentlichungen und den Entwicklungen im Handelsstreit abhängen. Solange das Teilabkommen nicht unterschrieben wurde, bleibt die Möglichkeit einer Re-eskalation trotz der neuerlichen optimistischen Welle weiterhin vorhanden.

GBP

EUR GBP (0,8600)
Derzeit scheint keine Korrelation zwischen den neuen Datenveröffentlichungen und den Bewegungen des britischen Pfunds zu existieren. Und auch die für den Donnerstag angesetzte Zinsentscheidung der Bank of England könnte wenig zur Volatilität des Währungspaares beitragen. Eine Veränderung der Leitzinsen bleibt aufgrund der Unsicherheit rund um den Brexit, trotz der größten Kontraktion des britischen verarbeitenden Gewerbes seit 2009, fast ausgeschlossen. Somit ist aufgrund fehlender neuerlicher Entwicklungen bei der Brexit-Sage noch von keinem Bruch der momentanen Bewegungsspanne zwischen 0,8575 und 0,8660 auszugehen.

PLN

EUR PLN (4,2670)
Nach einem anfänglichen Rücksetzer am Montag scheint sich der Zloty wieder gefestigt zu haben und profitiert von dem verbesserten Risikosentiment an den Märkten. Obwohl von keiner Veränderung des Zinsniveaus bei dem heutigen geldpolitischen Treffen der polnischen Währungshüter ausgegangen wird, könnte die „Forward-Guidance“ der Notenbank für einen Anstieg der Volatilität sorgen. Vor dem Hintergrund der anhaltenden Rezession des polnischen verarbeitenden Gewerbes bleibt jedoch abzuwarten, wie die Zentralbank die externen- und internen Verlangsamungserscheinungen einschätzen wird.

HUF

EUR HUF  (331,25)
Der Forint signalisiert mit der zweiten täglichen Abwertung infolge eine Pause des einmonatigen Aufwärtstrends. Dabei hat die neuerliche Stärke der ungarischen Währung nicht ausgereicht, um die Unterstützung 327,90 signifikant zu durchbrechen. Neben den globalen politischen Entwicklungen könnten die heute veröffentlichten Protokolle der letzten Zinsentscheidung neue Einblicke in die ungarische Geldpolitik gewähren.

CZK

EUR CZK  (25,505)
Die EURCZK scheint sich nach dem Unterlaufen der Unterstützung 25,55 vorerst stabilisiert zu haben und verweilt nun knapp unterhalb dieses relevanten Niveaus. Einen potenziellen mittelfristigen Referenzpunkt einer Euro-Erholung stellt der 200-tägige gleitende Durchschnitt bei 25,70 dar. Mögliche Impulsgeber für einen Vorstoß jenseits der 25,55 bleiben die heutige Veröffentlichung der Industrie-Erträge und der Handelsbilanz. Den regionalen Höhepunkt stellt jedoch die für den Donnerstag angesetzte tschechische Zinsentscheidung dar, bei der Marktteilnehmer von keiner Veränderung der Leitzinsen ausgehen.


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