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Okt 31, 2019 | Devisenmarktanalyse

Globale Themen

Die letzte US-Zinssenkung für 2019?

USD

EUR USD (1,1160)
Das zweitägige geldpolitische Treffen der US-amerikanischen Notenbank endet, wie nicht anders zu erwarten war mit der dritten Zinssenkung infolge. Die Federal Reserve lockerte die Zielspanne für den Leitzins aufgrund der weiterhin gedämpften Inflationserwartungen und neuerlich schwachen Datenveröffentlichungen auf 1,5 bis 1,75 Prozent. Dass die Währungshüter dabei gleichzeitig eine vorzeitige Pause der Lockerungsperiode signalisieren, scheint dem US-Dollar nicht geholfen zu haben. Zwei der Zentralbanker hätten sogar ein konstantes Zinsniveau für verhältnismäßig gehalten und stimmten gegen die vorgeschlagene und mit einer Mehrheit durchgesetzte Zinssenkung. Die mittelfristige Implikation des geldpolitischen Treffens der Fed bleibt überschaubar. Die Währungshüter befinden sich nun in einer datenabhängigen, jedoch keiner neutralen Haltung. Denn auch wenn die Zinssenkung für Dezember voraussichtlich vom Tisch ist, besteht laut eigenen Angaben der Fed auch keine Begründung für Zinserhöhungen in der Zukunft. Dies erklärt den leichten Rücksetzer des US-Dollars, welcher nicht von diesem „hawkish cut“ profitieren konnte. Wirtschaftsveröffentlichungen rücken somit wieder in den Vordergrund, welche die Fed deutlich bei den nächsten Zinsentscheidungen beeinflussen werden.

Auch das besser als erwartete US-amerikanische Bruttoinlandsprodukt lässt den Dollar kalt. Dabei wächst die größte Volkswirtschaft der Welt im dritten Quartal (auf Jahresbasis) um 1,9 Prozent. Dies stellt eine Abkühlung der zwei Prozent im zweiten Quartal dar, bleibt jedoch deutlich über den von Ökonomen erwarteten 1,6 Prozent. Für den heutigen Tag fällt die Aufmerksamkeit wieder auf die Eurozone. Den Anfang machen dabei die europäischen Inflationszahlen, welche von dem Bruttoinlandsprodukt für die Eurozone gefolgt werden. Auch die US-amerikanische Teuerungsrate steht an der Tagesordnung, welche sich auf Jahresbasis leicht von 1,8, auch 1,7 Prozent abgeschwächt haben könnte. Obwohl sich der EURUSD nun auf einem einwöchigen Hoch befindet, bleiben die Niveaus bei 1,1180 und 1,1210 relativ schwer zu durchbrechende Barrieren.

CHF

EUR CHF (1,1020)
Das Momentum des schweizerischen Exportsektors scheint abzuschwächen. Somit ist es nicht verwunderlich, dass sich der gestern veröffentlichte Indikator, welcher das Inverstoren-Sentiment in der Schweiz widerspiegelt, weiterhin im negativen Bereich befindet. Die Bewegungen des Franken scheinen die neuerlichen heimischen Datenpunkte nicht weiter zu stören. Dieser verweilt trotz der Zinssenkung der Fed auch weiterhin im Bereich zwischen 1,0980 und 1,1050.

GBP

EUR GBP (0,8630)
Zu Abwechslung verläuft der gestrige Handelstag für das britische Pfund verhältnismäßig beschaulich. Dies lässt sich auf die nun zumindest kurzfristig eingekehrte Ruhe an der Brexit-Front zurückführen. Das Währungspaar verweilt somit weiterhin ohne wirkliche Tendenz im Bereich zwischen 0,8570 und 0,8660 und bleibt aufgrund einer fehlenden Datenlage von den globalen Geschehnissen abhängig.

PLN

EUR PLN (4,2570)
Der Zloty konnte als einzige regionale Währung von der Zinssenkung der Fed profitieren und wertet jenseits der Unterstützung 4,26 auf ein neues dreimonatiges Hoch auf. Nun scheint die polnische Währung das Niveau 4,2460 ins Visier genommen zu haben, wobei die erwartete Abkühlung der heute veröffentlichten Inflation diesem Versuch in die Quere kommen könnte. An der Oberseite dient nun die durchbrochene Spanne zwischen 4,26 und 4,27 als Barriere für Erholungsversuche des Euro.

HUF

EUR HUF  (330,10)
Die gestrigen Ereignisse scheinen den Forint kaltgelassen zu haben und so verweilt die zentraleuropäische Währung weiterhin zwischen 327,90 und 331,50. Daran konnte auch die Veröffentlichung  der ungarischen Löhne nichts ändern, welche im August auf Jahresbasis einen Anstieg von 11,5 Prozent verzeichnen konnte.

CZK

EUR CZK  (25,520)
Nach einem zweiwöchigen Aufwärtstrend, in welchem die Krone 1,20 Prozent gegenüber dem Euro aufwerten konnte, scheint nun die Dynamik für weitere richtungsweisende Bewegungen zu fehlen. Solange das Währungspaar unterhalb der Schwelle 25,55 notiert, bleibt Potenzial bis 25,41 vorhanden. Aufseiten neuer Wirtschaftsdaten stellt die Veröffentlichung der Einkaufsmanagerindizes am Freitag den einzigen heimischen Datenpunkt dar. Somit könnte sich das Währungspaar in den letzten zwei Tagen der Woche vom globalen Geschehen dominiert sehen.


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