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Wöchentliche Marktberichte

Okt 24, 2019 | Devisenmarktanalyse

Globale Themen

Ende einer geldpolitischen Ära

USD

EUR USD (1,1130)
Mit dem heutigen Tag steht das letzte geldpolitische Treffen der europäischen Währungshüter mit Mario Draghi an der Spitze der Zentralbank an. Somit geht eine achtjährige Ära zu Ende, in welcher dem Italiener laut einigen Marktteilnehmern und Ökonomen die Rettung der Gemeinschaftswährung zugeschrieben wird. Und obwohl bei der heutigen Entscheidung von keiner Veränderung des Zinsniveaus oder anderweitigen Überraschungen ausgegangen wird, hinterlässt Draghi eine gespaltene EZB, welche sich durch interne Meinungsdifferenzen über die umstrittenen Anleihenkäufe auszeichnet. Bevor es zu dem Höhepunkt des Tages kommt, werden sich Marktteilnehmer nochmals auf die Veröffentlichung der europäischen und deutschen Einkaufsmanagerindizes fokussieren. Unmittelbare Erholungen des verarbeitenden Gewerbes, hervorgerufen durch den Waffenstillstand zwischen China und den USA, werden voraussichtlich noch eine Weile auf sich warten lassen.

Die Gemeinschaftswährung verzeichnet nach Erreichen eines zweimonatigen Hochs bei 1,1180 einen leichten Rücksetzer, notiert jedoch weiterhin oberhalb der psychologischen Barriere von 1,11. Der seit dem 01. Oktober anhaltende Aufwärtstrend bleibt davon unbeeindruckt und signalisiert kurzfristig nach wie vor bullische Ansätze für das Währungspaar. In der kurzen Frist konnte der Euro deutlich von den zwei positiven politischen Entwicklungen an der Handelsfront und bei den Brexit-Gesprächen profitieren. Dabei stellt die erwartete Zinssenkung der Fed, welche die voraussichtlich dritte Lockerung in diesem Jahr tätigen wird, ebenfalls ein positives Argument für den EURUSD dar. Nachhaltig bleibt eine schwache europäische Datenlage jedoch weiterhin die größte fundamentale Barriere einer Erholung der Gemeinschaftswährung jenseits des 200-tägigen gleitenden Durchschnitts bei 1,1210. Somit hält die kurzfristige Tendenz zugunsten des Euro weiterhin an, solange sich das Paar oberhalb 1,10 befindet.

CHF

EUR CHF (1,1030)
Die Aufwärtsdynamik der europäischen Gemeinschaftswährung scheint nach kurzer Verschnaufpause wieder leicht an Fahrt aufgenommen zu haben. Obwohl signifikante Entwicklungen an der Brexit-Front ausbleiben und die heutigen Veröffentlichungen der deutschen Einkaufsmanagerindizes ein schwaches Ergebnis erwarten lassen, verzeichnet der Euro die vierte tägliche Aufwertung infolge. Sollten im Verlauf der europäischen Zinsentscheidung keine großen Überraschungen auftauchen, kann von einer bereichsgebundenen Bewegung des Währungspaares zwischen 1,0980 und 1,1058 für den Verbleibt der Woche ausgegangen werden.

GBP

EUR GBP (0,8620)
Auch wenn an dem gestrigen Tag keine Debatten über den Austritt Großbritanniens im Parlament vorgesehen waren, bleibt der Brexit auf der Agenda der Marktteilnehmer an erster Stelle. Internen Quellen zufolge wird die Europäischen Union der britischen Bitte einer Austrittsverlängerung nachgehen und die neue Frist auf den 31. Januar 2020 setzen. Dies öffnet die Möglichkeit einer von Boris Johnson angekündigten Neuwahl, um seinen Griff über das Parlament zu festigen. Der Abwärtstrend des EUR/GBP findet bei 0,8580 eine kurzfristige Unterstützung. An der Oberseite verhindert 0,8810 allzu große Erholungen der Gemeinschaftswährung, wobei weitere positive Brexit-Entwicklungen das Potenzial hätten, Bewegungen bis 0,8470 (Jahrestief) zu entfalten.

PLN

EUR PLN (4,2730)
Die polnische Währung bleibt auch weiterhin primär von den globalen Geschehnissen dominiert. Dabei scheinen die leichten Unsicherheiten über den weiteren Verlauf der britischen Austrittsgespräche für einen kurzfristigen Stillstand der Aufwärtsbewegung des Zloty gesorgt zu haben. Auch die im September in die Höhe geschossenen Neuaufträge des polnischen Exportsektors, welche auf Jahresbasis um 16,1 Prozent steigen, verbleiben unvermerkt. Ob es zu einem Unterlaufen der Unterstützung 4,27 und zu einem möglichen Vorstoß bis 4,2460 kommen wird, bleibt somit von den Entwicklungen in Großbritannien abhängig.

HUF

EUR HUF  (328,20)
Der Forint ist nach der fünften täglichen Aufwertung infolge auf einem guten Weg, den besten Monat im Jahr 2019 zu verzeichnen. Derzeit notiert das Währungspaar knapp oberhalb der siebenmonatigen Aufwärtstrendlinie, welche bei einem Unterlaufen weitere bullische Signale für die ungarische Währung senden würde. Mittelfristig könnten die Sorgen um die globale Wirtschaftsaktivität den kurzfristigen Optimismus um den Brexit und den Handelskrieg jedoch überschatten.

CZK

EUR CZK  (25,600)
Der Vize-Präsident der tschechischen Zentralbank scheint sein Argument für eine Zinsstraffung nun doch noch revidiert zu haben und beseitigt somit jegliche Hoffnungen einer Zinserhöhung bei dem nächsten geldpolitischen Treffen. In Verbindung mit den leichten Unsicherheiten an der Brexit-Front wertet die Krone nach Unterlaufen der Unterstützung 25,65 ab und steht nun mittig zwischen der Bewegungsspanne zwischen 25,41 und 25,97 positioniert.


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