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Okt 17, 2019 | Devisenmarktanalyse

Globale Themen

Tag der Entscheidung

USD

EUR USD (1,1075)
Der Euro wertet inmitten eines leichten Optimismus bezüglich des möglichen Zustandekommens eines Austrittsabkommens zwischen der Europäischen Union und Großbritannien auf ein einmonatiges Hoch auf. Verdanken kann die Gemeinschaftswährung diese gestrige Stärke den schwachen US-amerikanischen Einzelhandelsumsätzen, welche erste Zeichen einer Konsumenten-Verlangsamung aufzeigen. Dabei sinken die Umsätze im September um 0,3 Prozent und verzeichnen den ersten Fall in sieben Monaten. Bislang konnte sich die Schwäche in den US-Daten noch in keinem Rücksetzer des Dollars manifestieren, da die Unsicherheiten an der Handelsfront die Nachfrage nach der sicheren Währung stützen konnte. Diese „Safe-Haven“-Funktion wird auch weiterhin einer überproportionale Aufwertung des Euros im Wege stehen. Eine weitere Reihe negativer US-Daten könnte die Gemeinschaftswährung jedoch an das obere Limit des derzeitigen Aufwärtstrends (seit dem 01. Oktober anhaltend) in Richtung 1,1130 heben.

Dass die schwachen Umsätze der Händler keinen Einzelfall darstellen, wurde auch durch die Konjunkturbeurteilung der US-amerikanischen Notenbank bestätigt. Dieser zufolge berichten einige der regionalen Zentralbanken eine leichte Abschwächung der Wirtschaftsaktivität, welche in eine breite Verlangsamung  der Binnennachfrage münden könnte. Dass das europäische Inflationsniveau im September mit einem jährlichen Anstieg von 0,8 Prozent, die geringste Wachstumsrate in den letzten drei Jahren verzeichnen musste, bleibt von den Marktteilnehmern unbeachtet. Dies bestätigt wiederholt die Annahme, dass die Datenschwäche der Eurozone deutlich stärker in den Wechselkurs eingepreist ist, als eine potenzielle Talfahrt der US-amerikanischen Wirtschaft. Im Falle eines unerwartet negativen Nachrichtenflusses bezüglich der Brexit-Gespräche könnte die Gemeinschaftswährung die Gewinne wieder abgeben und die Unterstützung 1,10 unterlaufen. Am heutigen Tag findet der mit Anspannung erwartete EU-Gipfel seinen Anfang und wird konkrete Neuigkeiten bezüglich des möglichen Austrittsabkommens liefern. Aufseiten neuer Wirtschaftsveröffentlichungen nimmt die US-amerikanische Industrieproduktion die Funktion des Wechselkurstreibers ein.

CHF

EUR CHF (1,1005)
Ohne signifikante Ereignisse an der Handelsfront bleiben die Abkommensgespräche rund um den Austritt Großbritanniens im Zentrum des Geschehens. Sollte es im Laufe des heutigen EU-Gipfels zu Komplikationen und fehlenden Entwicklungen zwischen den beiden Parteien kommen, könnte die Stärke des Franken wieder zum Vorschein kommen. Derzeit ist das Währungspaar mittig innerhalb der Bewegungsspanne zwischen 1,0960 und 1,1050 positioniert.

GBP

EUR GBP (0,8645)
Auch in den letzten Tagen ging es hinter geschlossenen Türen mit den Verhandlungen bezüglich des Austritts Großbritanniens aus der Europäischen Union weiter. Dabei hat positiv durchgesickertes Material und einzelne interne Berichte Schlagzeilen gemacht, da diese ein Abkommen in dieser Woche doch noch für möglich halten. Die Frage wie sehr sich die Meinungsdifferenzen der beiden Parteien verringern konnten findet bei dem heutigen EU-Gipfel eine Antwort. Sollte Boris Johnson sowohl die Zustimmung der EU, als auch der nordirischen Partei (DUP) erhalten haben, müsste der Plan immer noch von dem Parlament bestätigt werden. Kurzfristig bleibt die Unsicherheit diesbezüglich weiterhin aufrechterhalten.

PLN

EUR PLN (4,2900)
Die Aufwärtsbewegung des Zloty scheint auch am gestrigen Handelstag nicht an Momentum zu verlieren. Inmitten des Anstiegs der polnischen Nettoinflation auf ein siebenjähriges Hoch (2,4 Prozent) verzeichnet die zentraleuropäische Währung die siebte tägliche Aufwertung infolge, eine Leistung welche dem Zloty das letzte Mal im November 2017 gelungen war. Potenzial für Bewegungen bis 4,2650 sind weiterhin gegeben, bleiben jedoch von den dieswöchigen Brexit-Entwicklungen abhängig.

HUF

EUR HUF  (332,60)
Der Forint verweilt weiterhin in dem seit August anhaltenden Aufwärtstrend, welcher Bewegungen bis 336,00 ermöglichen würde. Im Falle eintretender Verluste des Euro und dem Unterlaufen der Unterstützung 330,80 (50-1D Moving Average) würden sich Aussichten bis 328,00 eröffnen. Aufgrund fehlender ungarischer Veröffentlichungen bleibt dieses Szenario für den Fall eines Zustandekommens eines Austrittsabkommen zwischen der Europäischen Union und Großbritannien vorbestimmt.

CZK

EUR CZK  (25,750)
An dem allgemein positiven Trend der EURCZK hat sich am gestrigen Handelstag nicht viel getan. Solange sich das Währungspaar oberhalb der psychologischen Barriere von 25,700 befindet, bleiben der Krone neue Erholungsversuche verwehrt.


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