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Wöchentliche Marktberichte

Okt 09, 2019 | Devisenmarktanalyse

Globale Themen

Negative Handelstendenzen

USD

EUR USD (1,0960)
Auch wenn sich die meisten Marktteilnehmer keine besonderen Fortschritte bei den für morgen angesetzten US-China Handelsgesprächen erhoffen, scheint es schon vor dem Treffen zu Anspannungen zu kommen. Die derzeitigen Meinungsdifferenzen bezüglich der Agrar- und Industrieproduktion der beiden Länder scheinen ein umfassendes Handelsabkommen fast komplett auszuschließen, wobei einige Analysten weiterhin zumindest die Möglichkeit eines Waffenstillstands im Zollkrieg sehen. Auch diese Option würde den Märkten eine Verschnaufpause bieten, um sich von den Unsicherheiten an der Handelsfront ein wenig zu erholen. Allzu wahrscheinlich scheint diese Alternative jedoch auch nicht zu sein, insbesondere vor dem Hintergrund neuer Sanktionen seitens der USA. Gestern verkündete Washington neue Visarestriktionen gegen chinesische Offizielle aufgrund der Krise im Westen Chinas in Verbindung mit den Haftlagern der Uiguren. Somit bleiben die Tendenzen weiterhin negativ geneigt, hätten jedoch das Potenzial, Märkte bei einer überraschenden Wende positiv zu beeinflussen.

An der Datenfront blieb aufgrund fehlender Veröffentlichungen Deutschland im Fokus des Geschehens. Die Industrieproduktion konnte sich im August gegenüber dem Vormonat minimal verbessern, weist auf Jahresbasis mit einem Verlust von vier Prozent jedoch weiterhin eine negative Tendenz auf. Der heutige Tag könnte einen ruhigeren Verlauf nehmen, da der EURUSD derzeit durch eine fehlende Dynamik im Bereich 1,0890 und 1,1000 konsolidiert. Da dem Euro fehlende positive Katalysatoren fehlen, um die Barriere 1,10 zu durchbrechen, fällt der Blick auf den US-Dollar, welcher das Momentum des Währungspaares dominieren wird.

CHF

EUR CHF (1,0890)
Die Datenlage scheint erneut Licht auf die industrielle Schwäche Deutschlands geworfen zu haben und führt in Kombination mit der Skepsis an der Handelsfront zu einer geringeren Notierung des Euro. Der charttechnische Bruch der Unterstützung 1,0900 lässt das Potenzial für weitere Abwärtsbewegungen in Richtung 1,0840 offen, wobei an der Oberseite 1,0960 weiterhin die größte Barriere einer Euro-Erholung darstellt. Aufseiten neuer Wirtschaftsveröffentlichungen bleibt der Kalender leer, wobei die Protokolle der letzten Fed-Zinsentscheidung mögliche neue Impulse für Investoren liefern könnten.

GBP

EUR GBP (0,8980)
Die negativen Nachrichten häufen sich für das britische Pfund und so erreicht die Währung nach der dritten täglichen Abwertung infolge ein einmonatiges Tief. Neben den allgemein anhaltenden Unsicherheiten bezüglich des Austritts Großbritanniens aus der Europäischen Union scheint ein Telefonanruf die gestrige Schwäche ausgelöst zu haben. Dabei soll die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel dem britischen Premierminister per Telefon mitgeteilt haben, dass die Wahrscheinlichkeiten eines Abkommens gering seien. Neben dem Brexit fällt der Fokus datenseitig auf den morgigen Tag, an dem die Schätzung des britischen Bruttoinlandsprodukts, die Industrieproduktion und die Handelsbilanz anstehen.

PLN

EUR PLN (4,3250)
Eine fehlende Dynamik des polnischen Zloty lässt das Währungspaar fürs Erste in der Seitwärtsbewegung gefangen, wobei richtungsweisende Tendenzen erst außerhalb der Spanne 4,3000-4,3400 entstehen würden. Da für diese Woche keine polnischen Neuveröffentlichungen auf dem Wirtschaftskalender stehen, wird sich das Währungspaar wohl an dem globalen Risikosentiment orientieren.

HUF

EUR HUF  (333,90)
Mit der erneuten Abkühlung des Inflationsniveaus scheinen die ungarischen Währungshüter auch den letzten Grund für eine straffere Geldpolitik verloren zu haben. Die Teuerungsrate befindet sich mit einem jährlichen Anstieg von 2,4 Prozent weit unter den neuerlichen Höhen und mindert die am Anfang des Jahres aufgekommene Sorge um eine mögliche inflationäre Überhitzung der Wirtschaft. Somit richtet sich die Aufmerksamkeit regionaler Investoren nun auf die globale politische Bühne, wobei der Forint derzeit mittig in der Bewegungsspanne zwischen 331,20 und 336,00 positioniert ist.

CZK

EUR CZK  (25,7800)
Nach einem schwachen Monat scheint der Euro bei 25,700 eine kurzfristige Unterstützung gefunden zu haben und prallt an dieser Stelle wieder nach oben ab. Somit bleibt der viermonatige Aufwärtstrend des Währungspaares weiterhin intakt und lässt Potenzial möglicher Folgekorrekturen für die Krone offen. Auch die unveränderte tschechische Arbeitslosenquote von 2,7 Prozent und der jährliche Anstieg der Einzelhandelsumsätze im Wert von 3,7 Prozent können die höhere Notierung des Euro nicht verhindert. Diese Indifferenz bezüglicher neuer tschechischer Datenveröffentlichungen bestätigt erneut die Annahme, dass globale Geschehnisse derzeit den größten Treiber der EURCZK darstellen.


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