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Wöchentliche Marktberichte

Okt 08, 2019 | Devisenmarktanalyse

Globale Themen

Schwache Zahlen ziehen sich in die neue Woche

USD

EUR USD (1,0980)
Kurz vor dem Wiederbeginn der US-China Handelsgespräche scheint sich ein Hauch Skepsis bezüglich möglicher positiver Entwicklungen in den Märkten breit gemacht zu haben. Die US-amerikanischen Handelsrepräsentanten haben darauf hingewiesen, dass nur ein weitreichendes Abkommen infrage kommen würde, eine ernst zu nehmende Verpflichtung, welche die chinesische Seite derzeit nur ungern eingehen würde. Laut einigen Quellen bleibt die Meinungsdifferenz aufseiten der Agrar- und Industriepolitik weiterhin zu groß, um signifikante Entwicklungen in dieser Woche zu erwarten. Marktteilnehmer erhoffen sich zumindest einige Gesten des guten Willens, welche zu einer Verschiebung der am 12. Oktober angesetzten US-Zollerhöhung führen könnten.

Und obwohl die viertägige Siegesserie der Gemeinschaftswährung durch die gestrige Aufwertung des US-Dollars nun durchbrochen worden ist, scheinen die schwachen deutschen Industriedaten keinen allzu großen Effekt auf den Wechselkurs gehabt zu haben. Deutsche Werkaufträge fallen im August auf Jahresbasis um 6,7 Prozent und bestätigen den freien Fall der deutschen Industrie. Auch das gestern veröffentlichte europäische Investorenvertrauen fällt weiter in den negativen Bereich und findet ein sechsjähriges Tief.

Somit bleibt die dieswöchige Bewegungsspanne zwischen 1,09 und 1,10 weiterhin aufrechterhalten, nachdem der Euro zum dritten Mal fehlschlägt, die 1,10-Barriere zu durchbrechen. Neben der Ansprache des Fed-Präsidenten bleibt Deutschland im Fokus, da die Veröffentlichung der Industrieproduktion den datenseitigen Höhepunkt des Tages darstellen wird.

CHF

EUR CHF (1,0920)
Anspannungen bezüglich der am Donnerstag anfangenden US-China Handelsgespräche limitieren die Erholungsversuche des Euro, welcher sich von seinem Jahrestief marginal hochkämpfen konnte, jedoch weiterhin unterhalb 1,1000 verweilt. Auch die in dieser Woche fortgesetzte Datenschwäche in Deutschland wirkt sich negativ auf die Gemeinschaftswährung aus und könnte für die Möglichkeit einer Talfahrt bis 1,0840 erlauben. An der Oberseite verhindert derzeit 1,1000, dass sich Potenzial bis 1,1050 entwickelt.

GBP

EUR GBP (0,8920)
An der Brexitfront gibt es vier Wochen vor dem möglichen Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union keine signifikanten Neuentwicklungen. Boris Johnson beharrt weiterhin auf seinem vorgestellten Austrittsplan, welcher keine allzu positiven Reaktionen bei den europäischen Offiziellen induzieren konnte. Der EURGBP scheint bei 0,8800 eine lokale Bodenbildung bestätigt zu haben und verzeichnet innerhalb der letzten 20 Tage eine Aufwertung im Wert von 1,6 Prozent. Sollte im Verlauf der Aufwärtsbewegung 0,9000 durchstoßen werden, bleibt Potenzial bis 0,9100 offen. Allzu große Long-Positionen (Wetten, dass der Euro gegenüber dem Pfund steigt) scheinen jedoch weiterhin begrenzt zu sein, da die Möglichkeit einer Verschiebung kurzfristig negatives Potenzial bis 0,8700 entfalten könnte.

PLN

EUR PLN (4,3260)
Der Zloty scheint nach einem dreitägigen Anstieg (+1,29 Prozent) wie erwartet im Bereich zwischen 4,3150 und 4,3250 auf Resistenz gestoßen zu sein und verweilt nun knapp oberhalb des Niveaus. Obwohl der zweimonatige Abwärtstrend des Zloty durch die neuerliche Aufwertung durchbrochen worden ist, bleibt die negative Tendenz aufgrund möglicher Risikoaversion an den Märkten vorhanden. Marktteilnehmer verarbeiten weiterhin die Implikationen der Entscheidung des Obersten Europäischen Gerichtshofs, was die Schwäche der polnischen Währung zum Vorschein kommen lassen könnte.

HUF

EUR HUF  (333,90)
Der Forint verzeichnet einen schwachen Start in die Woche und scheint sein Aufwärtspotenzial im Rahmen der Erholungsversuche nicht ganz ausgeschöpft zu haben. Somit bleibt die Bewegungsspanne für diese Woche zwischen 331,20 und 336,30 aufrechterhalten und neben der heutigen Veröffentlichung der ungarischen Inflation von dem globalen Risikosentiment abhängig.

CZK

EUR CZK  (25,767)
Die gestrigen Industriedaten bestätigen den Pessimismus unter den tschechischen Unternehmensführern im verarbeitenden Gewerbe, deren Stimmung laut der Markit Umfrage im Jahr 2019 auf ein 10-jähriges Tief gefallen war. Die Industrieerträge verzeichnen einen jährlichen Rückgang um 1,2 Prozent im August, wobei ein Verlust von 2 Prozent prognostiziert wurde. Obwohl die Daten schlimmer hätten sein können, werden die Währungshüter wohl von einer möglichen Zinsstraffung absehen. Die derzeitige Formation des EURCZK bleibt weiterhin intakt, solange sich das Währungspaar innerhalb des Korridors 25,700 und 25,820 befindet.


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